Sony nimmt OLED-Fernseher in Japan vom Markt

Nachfrage für den teuren Bravia XEL-1 war zu gering

Sony wird seinen ersten OLED-Fernseher wegen schwacher Nachfrage in Japan vom Markt nehmen. Für das teure 11-Zoll-Gerät gibt es bislang keinen Nachfolger.

Anzeige

Sony wird den Verkauf seines OLED-Fernsehers Bravia XEL-1 in Japan einstellen. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf das Unternehmen. Die Nachfrage für das TV-Gerät mit dem selbstleuchtenden Display sei zu gering gewesen, hieß es zur Begründung. Die Produktion für den japanischen Markt ist bereits ausgelaufen. Nach dem Verkauf der Lagerbestände werde der Bravia XEL-1 in Japan nicht weiter angeboten.

"Es sind nun etwas mehr als zwei Jahre seit der Markteinführung vergangen, in Bezug auf die Nachfrage hat das Modell seinen Lebenszyklus in Japan durchlaufen", sagte Unternehmenssprecher Shinji Obana der Nachrichtenagentur Reuters. Sony gab nicht bekannt, wie viele der 11-Zoll-OLED-Geräte für 200.000 Yen (1.630 Euro) verkauft wurden, die monatliche Produktionskapazität gibt das Unternehmen aber mit 2.000 Stück an.

Aus der Entwicklung der OLED-Technik wolle Sony aber nicht aussteigen. Der Verkauf des XEL-1 ginge im Ausland weiter, sagte ein Firmensprecher der Financial Times. "Wir setzen nicht nur die Entwicklung von mittleren und großen OLED-Panels fort, wir sehen auch ein großes Potenzial für OLED in anderen Produkten." Im Mai 2008 hatte Sony angekündigt, in zwölf Monaten einen 27-Zoll-OLED-Fernseher vorstellen zu können. Doch bisher blieb es bei der Ankündigung. Der Produktstart wurde laut einem Bericht wegen knapper Kassen verschoben.

Die organische Displaytechnik, die ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt, bietet besonders hohen Kontrast und Helligkeit bei einem breiten Farbspektrum und kurzen Reaktionszeiten. Sony-Chef Howard Stringer hatte deshalb beim Produktstart im Jahr 2007 hohe Erwartungen formuliert: "Wer ein OLED sieht, dessen erste Reaktion ist ein Wow. Diese Reaktion auf Sony brauchen wir von den Menschen."

Fast jeder der großen Flachbildschirmhersteller arbeitet an OLEDs, und Sonys Konkurrenten in Südkorea und Taiwan holen auf. 2009 stellte LG einen 15-Zoll-OLED-Fernseher vor. Führende Manager bei den beiden weltgrößten OLED-Fertigungszulieferern Idemitsu Kosan und Sumitomo Chemical erwarten vor 2012 aber keinen Erfolg auf dem Massenmarkt für die Geräte, berichtet die Financial Times.


sid 18. Feb 2010

YMMD

iFanboy 16. Feb 2010

Wer billig kauft, kauft zweimal! Die Frage wäre also eher krieg ich was besseres in der...

It's not a trick 16. Feb 2010

Wenn Sony alle ihre überteuerten Produkte vom Markt nehmen würde, käme das einer Schlie...

Nicht wirklich 16. Feb 2010

Dann hast du nämlich entweder einen kolosalen Standfuß, der in den Rücken drückt oder...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Ingenieur Safety (m/w)
    infoteam Software AG, Bubenreuth bei Erlangen oder Dortmund
  2. Solution Architect (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, Frankfurt
  3. Softwareentwickler/in Java / JEE
    BBF GmbH, München
  4. Head Technical Customer Implementation (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  2. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  3. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  4. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  5. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  6. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  7. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  8. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  9. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  10. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
SAP: "Nicht das Internet ist böse, sondern der USB-Stick"
SAP
"Nicht das Internet ist böse, sondern der USB-Stick"

Laut einem SAP Vice President für die Cloud-Sparte sind USB-Sticks mit Schadsoftware und selbstgestrickte IT die Hauptgefahren für die Sicherheit der Unternehmens-IT.

  1. Cloud Computing Opennebula 4.0 erlaubt VM-Snapshots
  2. Openstack IBM setzt bei Cloud-Computing auf Open Source
  3. Dell Ophelia Android-Cloud mit HDMI-Anschluss

Geplante Obsoleszenz: Regierung lehnt Mindestnutzungsdauer von Technikprodukten ab
Geplante Obsoleszenz
Regierung lehnt Mindestnutzungsdauer von Technikprodukten ab

Die Regierungsmehrheit hat im Umweltausschuss verhindert, dass das Verkleben von im Macbook Pro eingebauten Komponenten verboten wird. Diese Praxis erschwert laut einem Gutachten einen Austausch oder eine Reparatur.

  1. Geplante Obsoleszenz Gesetz soll Mindestnutzungsdauer für Elektronik erzwingen
  2. Zendock Dockingstation für Macbook Pro und Retina-Modelle
  3. Geplante Obsoleszenz Grünen-Gutachten kritisiert verklebtes Macbook Pro

Security: Gefährliche Lücke im Linux-Kernel
Security
Gefährliche Lücke im Linux-Kernel

Über eine Schwachstelle im Linux-Kernel kann sich ein lokaler Angreifer von einem eingeschränkten Konto Root-Rechte verschaffen. Die Schwachstelle besteht bereits seit mehreren Jahren. Die Lücke wurde klammheimlich geschlossen.

  1. Polizei Apple hat Warteliste für Umgehung der iPhone-Verschlüsselung
  2. Security D-Link patcht Sicherheitslücken in Routern und IP-Kameras
  3. Stonesoft Intel bietet 389 Millionen Euro für Firewall-Anbieter

Zum Artikel