Amazon verkauft wieder E-Books von Macmillan

Amazon will neues Preismodell zum iPad-Start einführen

Amazon hat schnell nachgegeben: Nach einer Woche Sperre bietet der Onlinehändler wieder E-Books des Verlages Macmillan an. Amazon will ab März ein neues Preismodell für E-Books einführen - genau dann, wenn das iPad auf den Markt kommt. Bereitet Apples Tablet Amazon Kopfzerbrechen?

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Seit dem Wochenende können Kunden des Onlinebuchhändlers Amazon wieder E-Books der Verlagsgruppe Macmillan kaufen. Eine Woche lang hatte Amazon den Verlag wegen der unterschiedlichen Preisvorstellungen aus seinem E-Book-Angebot entfernt.

Mehr als 9,99 US-Dollar

Welche Bedingungen die beiden Kontrahenten ausgehandelt haben, ist nicht bekannt. Macmillan will seine E-Books für 13 bis 15 US-Dollar anbieten. Amazon hingegen hat bisher darauf bestanden, dass die E-Books knapp unter 10 US-Dollar kosten. Anfang der Woche hatte der Onlinehändler signalisiert, in Bezug auf die Preise nachzugeben.

Mit dem neuen Preismodell erkenne Amazon an, dass seine E-Book-Reader mit Apples iPad einen starken Konkurrenten bekommen, analysiert das Wall Street Journal (WSJ). Entsprechend sollen die neuen Preise ab März 2010 gelten - zeitgleich mit dem Verkaufsstart des iPad. Apple will den Verlagen etwas mehr Freiraum bei der Preisgestaltung einräumen: Die Bücher sollen für 13 und 15 US-Dollar verkauft werden.

Weitere Verlage ziehen in den Preiskampf

Im Zuge des Disputes haben auch weitere Verlage angekündigt, die Preise für E-Books neu gestalten zu wollen, berichtet das WSJ: David Young, Chef des zur französischen Unternehmensgruppe Lagardère gehörenden Verlags Hachette Book Group, kündigte in einem Schreiben an Buchagenten eine neue Preisstrategie für E-Books an. Rupert Murdoch, Chef des Medienkonzerns News Corporation, zu dem der Verlag Harper Collins gehört, will mit Amazon über die Preise von E-Books verhandeln.

Eine Reihe von US-Verlagen kritisieren, dass ihnen E-Book-Shop-Betreiber wie Amazon und Barnes & Noble einen Preis von 9,99 US-Dollar für ein digitales Buch diktieren. Sie befürchten, dass die günstigen E-Books das Geschäft mit den deutlichen teureren gebundenen Ausgaben beeinträchtigen. Simon & Schuster, Hachette und Harper Collins hatten deshalb schon erwogen, digitale Versionen von Büchern später als die gebundene zu veröffentlichen. Macmillan, Harper Collins, Hachette und Simon & Schuster gehören zu den Verlagen, die ihre E-Books für iPad-Käufer bereitstellen wollen.

[Macmillan gehört wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck]


AndyMt 09. Feb 2010

LED TFTs dürften schon etwas besser geeignet sein. Allerdings würden die im Freien und...

Verlage... 08. Feb 2010

Viele Autoren kriegen Einmal-Zahlungen und danach nie wieder etwas. Für Bücher wie "php...

Amazons Pläne 08. Feb 2010

Es gibt eine Kindle-App für das IPhone.

Bücherleser 08. Feb 2010

Verlage haben exakt dieselben Kosten für E- und Print. Die Bücher bezahlen die...

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