Unternehmen übersehen alte Sicherheitsprobleme

Einseitiger Fokus auf neue Sicherheitslücken

Die Sicherheit von Unternehmensnetzwerken wird erheblich durch alte und längst bekannte Schwachstellen gefährdet. Das ergaben Penetrationstests und Untersuchungen von Netzwerkeinbrüchen durch den US-Sicherheitsspezialisten Trustwave.

Anzeige

Unternehmen, die ihren WLAN-Zugang mit der schwachen WEP-Verschlüsselung schützen? Die gibt es wirklich noch. Auch an schwachen Passwörtern oder falsch konfigurierten Firewalls herrscht kein Mangel. Das fand der US-Sicherheitsdienstleister Trustwave im Rahmen von mehr als 1.900 Penetrationstests und durch die Analyse von mehr als 200 erfolgreichen Netzwerkeinbrüchen im Jahr 2009 heraus. Trustwave arbeitet unter anderem für die großen Kreditkartenanbieter und Handelsunternehmen.

Während sich die Unternehmen darum bemühen, neu bekannt gewordene Sicherheitslücken möglichst schnell zu schließen, vernachlässigen sie alte Schwachstellen. Nicholas Percoco von Trustwaves Forschungsabteilung Spiderlabs beschrieb die Situation gegenüber der Computerworld so: "2009 fanden wir bei unserer Studie in den Unternehmen sehr alte Sicherheitslücken, manche davon waren schon 20 bis 30 Jahre alt."

Der einseitige Fokus auf aktuelle Probleme führt dazu, dass Einbrüche in Server und Netzwerke überwiegend unter Ausnutzung von alten Sicherheitslücken erfolgen. So werden fehlende oder zu schwache Server-Passwörter ebenso ausgenutzt wie an und für sich leicht abzufangende SQL-Injektionen. Auch ungenügend geschützte Infrastruktur-Hardware wie Router, Switches oder VPN-Konzentratoren ist bei Angreifern beliebt. Kriminelle Hacker nutzen diese Sicherheitslücken aus, um darüber ausgefeilte Angriffe mittels Keylogger, Paketschnüffler oder Speicherscanner zu starten, um am Ende sensible Daten aus Unternehmen zu stehlen.

Oft wissen Unternehmen nicht genau, wie sich ihre IT-Infrastruktur im einzelnen zusammensetzt. Percoco empfiehlt den Unternehmen daher, zuerst eine vollständige Inventarliste für die eingesetzte IT zu erstellen und anschließend veraltete, unsichere Systeme stillzulegen. Dabei sollten sie nicht vergessen, ihre Kooperationspartner mit einzubeziehen. In rund 80 Prozent der Fälle waren nämlich Schwachstellen bei Geschäftspartnern für erfolgreiche Angriffe ausgenutzt worden. [von Robert A. Gehring]


Autor999 05. Feb 2010

Sauber planen und dann durchführen wie Architekt -> Statiker -> Bau-Löwe...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Team Coordinator (m/w)
    Olympus Soft Imaging Solutions GmbH, Münster
  2. Fachinformatiker / Programmierer (m/w) Anwendungsentwicklung C#, VB, VBA
    KRAUSE-Werk GmbH & Co. KG, Alsfeld
  3. IT-Specialist Finanzen (Nationale IT) (m/w)
    ALDI SÜD, Mülheim an der Ruhr
  4. (Junior) IT-Consultant (m/w)
    Tangram TeleOffice GmbH, Herrenberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Bernd Schlömer

    Piratenchef darf im Dienst weder mailen noch twittern

  2. Anstößige Animationen

    Cinemagram-App wieder in Apples App Store

  3. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"

  4. Bang! Lamp

    Eine Designlampe zum Abknallen

  5. Google Maps

    Behörde verschleudert Bundesdaten an Google


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 384 | letzter Beitrag 15:32 Uhr

  2. Kommentare: 219 | letzter Beitrag 16:26 Uhr

  3. Kommentare: 215 | letzter Beitrag 11:40 Uhr

  4. Kommentare: 180 | letzter Beitrag 12:20 Uhr

  5. Kommentare: 125 | letzter Beitrag 24.05. 18:01

Mehr


  1. Tex Murphy

    Privatermittler sucht Privatinvestoren

  2. Studie

    Fast jeder zweite Nutzer hört legal Musik im Netz

  3. Funcom

    The Secret World mit neuen Plänen bis zum Start

  4. Play Store

    Google startet Bezahlabos in Android-Anwendungen

  5. Fußball

    Telekom stellt angeblich Liga Total ein

  6. SpaceX

    Dragon dockt an die ISS an

  7. IMHO

    Gema und Youtube - der Kampf ums Urheberrecht

  8. USB-Sticks und Speicherkarten

    Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"

  9. Test HTC One XL

    Smartphone-Leichtgewicht mit LTE

  10. Gerücht

    Spiele-Streaming kommt auf die Playstation



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Soziale Pornos: Facebook verliert Klage gegen Faceporn
Soziale Pornos
Facebook verliert Klage gegen Faceporn

Ein soziales Netzwerk für Pornografie muss seine Marke nicht an Facebook übergeben. Faceporn, ein norwegisches Unternehmen, freut sich über den Sieg vor einem kalifornischen Gericht.

  1. iOS Facebook bringt eigene Kamera-App auf den Markt
  2. Redesign Facebook bastelt an einer veränderten Chronik
  3. Umsatzwarnung Facebook offenbar selbst an schwachem Börsenstart schuld

Toshiba AT300: 10-Zoll-Tablet mit Quad-Core-Prozessor und Android 4
Toshiba AT300
10-Zoll-Tablet mit Quad-Core-Prozessor und Android 4

Toshiba hat das Excite 10 unter der Bezeichnung AT300 für Europa angekündigt. Das Tablet hat einen 10-Zoll-Touchscreen, den Quad-Core-Prozessor Tegra 3 von Nvidia und wird mit Android 4 alias Ice Cream Sandwich ausgeliefert.

  1. Smartphones und Tablets Fünf Nexus-Geräte zum fünften Geburtstag von Android?
  2. Iconia Tab A510/A511 Lieferprobleme bei Acers Android-Tablets
  3. Acer Iconia Tab A700 Android-4-Tablet mit 10-Zoll-Full-HD-Display kommt im Juni

Urheberrechtsverletzungen: Google löscht monatlich über 1 Million URLs aus dem Index
Urheberrechtsverletzungen
Google löscht monatlich über 1 Million URLs aus dem Index

Google erweitert seinen Transparenzbericht und zeigt ab sofort auch, wer wie viele Löschanträge wegen Urheberrechtsverletzungen bei Google stellt. Ganz oben auf der Liste steht Microsoft.

  1. Suchmaschine Google Search 2.0 für das iPhone mit neuer Oberfläche
  2. Einlenken oder zahlen EU-Kommission gibt Google letzte Chance
  3. China sagt Ja Google darf Motorola kaufen

Zum Artikel