Globalfoundries auf dem Weg zu Platz 3 der Foundries

TSMC weiterhin unangefochtener Marktführer

Durch die Übernahme von Chartered ist Globalfoundries, das AMDs ehemalige Chipfabriken betreibt, auf dem Weg zum dritten Platz der Auftragshersteller für Halbleiter. Das geht aus Zahlen der Marktforscher von IC Insights hervor.

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Mit Umsätzen von knapp 9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 bleibt laut IC Insights TSMC mit weitem Abstand die größte Foundry. Wie alle derartigen Auftragshersteller für Chips musste aber auch TSMC zweistellige Verluste hinnehmen, bei diesem Unternehmen waren es 2009 immerhin 15 Prozent minus. Andere taiwanische Foundries wie Vanguard traf es mit 25 Prozent Umsatzverlust noch schlimmer.

Mit 2,8 Milliarden US-Dollar Umsatz bleibt UMC, ebenfalls aus Taiwan, auf Platz zwei der Foundries, danach folgt nach der Liste von IC Insights mit 1,5 Milliarden Chartered als erstes US-Unternehmen. Nachdem Chartered von Globalfoundries übernommen wurde, sind die beiden Unternehmen UMC dicht auf den Fersen: Die ehemalige Fertigungsabteilung von AMD kam auf 1,1 Milliarden Umsatz in den zehn Monaten seit Gründung, und damit zusammen mit Chartered auf 2,6 Milliarden US-Dollar. Da die beiden Unternehmen 2009 noch getrennt operierten, führen die Marktforscher sie noch einzeln auf.

Die Liste unterscheidet nur nach Umsätzen, nicht nach Art der Dienstleistung. Die ersten sieben Foundries sind Anbieter von "Pure-Play". Sie stellen nur Chips her, die komplett von anderen, so genannten Fabless-Unternehmen, entworfen wurden. Das bekannteste Beispiel sind AMDs Grafikabteilung ATI und Nvidia, die ihre GPUs bei TSMC fertigen lassen.

Ein anderes Geschäftsmodell verfolgen die Integrated Device Manufacurers (IDM), bei denen IBM mit 335 Millionen US-Dollar Umsatz in der Gesamtliste auf Platz 8 als größtes Unternehmen zu finden ist. Die IDMs entwerfen die Schaltungen auch selbst, und verwenden dabei geistiges Eigentum anderer Chipschmieden. Zu den IDMs will bald auch Globalfoundries gehören und hat dazu eine weitreichende Partnerschaft mit ARM geschlossen.

Aus den ARM-Kernen und anderen Komponenten bauen die IDMs beispielsweise gerätespezifische Systems-on-a-Chip (SoC), wie das jüngst beim A4-Prozessor in Apples iPad der Fall war. Ein IDM mit vielen ARM-Designs ist Samsung, das zahlreiche Chips für mobile Geräte herstellt, folglich landen die Koreaner mit 325 Millionen Umsatz auch auf Platz 9 der Liste und nur knapp hinter IBM.

Insgesamt schrumpfte der Foundry-Markt laut IC Insights 2009 um 10 Prozent, für die gesamte Halbleiterbranche sah der Verband SIA hier 9 Prozent Verluste. Durch wieder gestiegene Nachfrage soll das aber durch ein starkes Wachstum von 24 Prozent bei den Foundries im Jahr 2010 wieder wettgemacht werden.


Fetter 08. Feb 2010

Du meinst wohl Module ;o) hier in Dresden werden beide Module laufen... steht doch...

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