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Intel liefert Itanium Tukwila aus - irgendwieErste Verkäufe, große Markteinführung bis März
Intel erwähnt auf seiner PR-Seite Chip Shots in nur sieben Zeilen, dass die ersten Tukwilas seit einiger Zeit verkauft werden: "Itanium Tukwila erzielt jetzt Umsätze" sagt Intel. Damit dürfte die letzte Pilotphase, bei der Intel großzügig Muster an potenzielle Itanium-Kunden verteilt, inzwischen abgeschlossen sein. Solche schleichende Markteinführungen sind bei Serverprozessoren nicht unüblich. Auch vom Xeon 5500, der im März 2009 vorgestellt wurde, hatte Intel eigenen Aussagen zufolge seit Dezember 2008 bereits hunderttausende Exemplare an Serverhersteller verschickt.
Neu ist bei Tukwila jedoch, dass Intel die Prozessoren schon verkauft, bevor sie der Öffentlichkeit detailliert vorgestellt worden sind. Noch gibt es weder Modellnummern noch Taktfrequenzen oder gar Preise - all das will Intel aber noch im ersten Quartal des Jahres 2010 bekanntgeben. Der nun gewählte Zeitpunkt für ein Informationshäppchen zu Tukwila ist dabei nicht zufällig gewählt: Am Sonntag beginnt die International Solid-State Circuit Conference (ISSCC), auf der Ankündigungen aus dem SPARC- und Power-Lager erwartet werden. Dass Intel jetzt die Werbetrommel für Tukwila rührt, ist bitter nötig. In den Top-500 der schnellsten Supercomputer der Welt verliert Intels einzige echte 64-Bit-Architektur an Bedeutung, die x86-Maschinen dominieren hier seit Jahren. In der letzten Top-500-Liste fanden sich nur noch sechs Itanium-Systeme. Zudem ist Tukwila auch mindestens zwei Jahre verspätet. Intel hatte das Projekt erst für 2007 vorgesehen und dann zur ISSCC 2008 ausführlich vorgestellt, die ersten Chips hatte man schon Ende 2008 liefern wollen. Jetzt DDR3 statt FB-DIMMs Dann folgte ein Serie von Verschiebungen, teilweise wurde der Itanium auf Intels Hauskonferenz IDF kaum mehr erwähnt. Anfang 2009 - als die ersten Tukwila-Server schon im Einsatz sein sollten - entschied sich Intel dann, die für den Prozessor vorgesehenen teuren und stromhungrigen FB-DIMMs zu verwerfen. Für DDR3-Speicher wurde Tukwila nochmals umgestrickt, Mitte 2009 ergaben sich weitere Probleme. Laut den Angaben von Anfang 2008 soll Tukwila vier Kerne auf einem Die aus über 2 Milliarden Transistoren vereinen. Eine dreistufige Cache-Architektur mit bis zu 24 MByte L3-Cache soll zusammen mit einem integrierten Speichercontroller vor allem die Bandbreite steigern. Obwohl Intel längst 32-Nanometer-CPUs liefert, soll Tukwila den damaligen Daten nach in 65 Nanometern Strukturbreite gefertigt werden, der nächste Itanium dann mit 32-Nanometer-Technik. Dennoch versprach sich Intel mit dem ersten Design gegenüber der Itanium-Serie 9100 (Montvale) eine verdoppelte Rechenleistung bei nur 25 Prozent mehr Energiebedarf. (nie)
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