Ferrari hat ein Hybridauto entwickelt

Hybridfahrzeug mit Formel-1-Technik

Der italienische Edelsportwagenhersteller Ferrari will beim Genfer Autosalon Anfang März ein Hybridfahrzeug vorstellen. Das gab Chef Luca die Montezemolo bekannt. Die Hybridtechnik für das Auto stammt vom letztjährigen Formel-1-Rennwagen.

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In der Formel 1 war der Versuch, eine Hybridtechnik einzuführen, bislang nicht sehr erfolgreich. Nur wenige Teams entwickelten und setzten 2009 ein Energierückgewinnungssystem (Kinetic Energy Recovery System, Kers) ein. Für die kommende Saison haben sich die Teams darauf geeinigt, kein Kers mehr einzusetzen. Ferrari hat sein Hybridsystem dennoch nicht umsonst entwickelt: Die Italiener wollen auf dem Genfer Autosalon ein Fahrzeug mit Hybridantrieb vorstellen, der auf dem Kers basiert.

Formel-1-Technik für die Straße

Bei der Vorstellung des neuen Formel-1-Rennautos bestätigte Ferrari-Chef Luca di Montezemolo, dass sein Unternehmen ein "zukunftsweisendes" Hybridfahrzeug entwickelt hat. Die Formel 1 sei die Avantgarde der Automobiltechnologie. Die auf diesem Gebiet entwickelten Technologien will das Unternehmen in die Serienautos einfließen lassen.

Das Hybridfahrzeug wird ein umgebautes Modell 599 GTB Fiorano. Zusätzlich zu dem V12-Motor bekommt das Hybridauto einen Elektromotor an der Hinterachse sowie Lithium-Ionen-Akkus, die über die Rückgewinnung von Bremsenergie geladen werden werden. Details, etwa ob die Akkus auch über die Steckdose geladen werden können, gab Ferrari nicht bekannt. Laut Presseberichten soll das Hybridsystem den Benzinverbrauch um gut ein Drittel verringern.

Patent auf Hybridantrieb

Vor einem Jahr hatte Ferrari beim europäischen Patentamt ein Patent auf einen solchen Hybridantrieb angemeldet. Das Konzept sieht vor, dem Auto durch den Elektromotor einen Vierradantrieb zu verleihen. Zwei Räder werden dann von der Verbrennungsmaschine und zwei elektrisch angetrieben.

Ziel der Italiener war es allerdings weniger, den Treibstoffverbrauch einzuschränken, sondern vielmehr das Fahrverhalten der Autos zu verbessern. Bei glatter Straße verschlechtern sich die Fahreigenschaften eines Fahrzeugs mit Hinterradantrieb stark, vor allem wenn es breite Sportreifen hat. Kann der Fahrer in solchen Situationen auf Vierradantrieb umschalten, kann er das Auto besser beherrschen.

Der Genfer Autosalon findet alljährlich Anfang März statt, dieses Jahr vom 4. bis zum 14. März 2010.


bofhsmall 03. Feb 2010

Blödester Vergleich aller Zeiten! Die Diesel waren ebenfalls 12-Zylinder mit ähnlichen...

JonasR 03. Feb 2010

Ich bestreite nicht die Sinnhaftigkeit eines E-Motors an der Vorderachse. Ich bezweifle...

Tantalus 03. Feb 2010

Naja, von den ganzen Fahrern hochmotorisierter PKW sind die Ferrari-/Maserati-/Lutus-/etc...

Tantalus 03. Feb 2010

Wo ist da der Unterschied zum KERS? Gruß Tantalus

moroon 03. Feb 2010

... kommt dann als nächstes Konjunkturpaket zur weiteren Subvention ausländischer...

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