MWconn - Zugangssoftware für UMTS-Modems

Für alle, die aufgeblähte Netzbetreiber-Software unter Windows nicht brauchen

Wer unterwegs per UMTS-Modem online sein möchte, braucht eine Einwahlsoftware. Die Softwarepakete der Netzbetreiber sind aber vor allem aufgebläht. Außerdem erlaubt die Software der Netzbetreiber häufig nicht den Einsatz anderer Karten. Wer sich mit solchen Beschränkungen nicht abfinden will, hat in MWconn ein schlankere Alternative.

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MWconn ist eine Windows-Einwahlsoftware von Markus Weber, mit der sich Besitzer von UMTS-Modems mit dem Internet verbinden können, ohne die Software des Netzbetreibers nutzen zu müssen. Das Programm funktioniert mit vielen integrierten oder externen Modems, sei es als USB-Ausführung, als Cardbus- oder als Mini-PCie-Modem. Der Anwender kann dabei auswählen, ob sich die Software per UMTS oder GPRS einwählen soll. Letzteres ist vor allem praktisch, wenn in der Umgebung nur sporadisch ein 3G-Mobilfunkturm auftaucht. Das Modem muss dann nicht immer zwischen den Mobilfunkstandards umschalten. Das Tool zeigt den Standard an, den das Modem gerade nutzt. So erfährt der Nutzer, ob er gerade mit EDGE oder HSPA im Netz surft. MWConn zeigt zudem die aktuelle Datenübertragungsrate sowie die Signalstärke in dBm- und Prozent-Werten an.

 

Außerdem kann der Nutzer bei Prepaid-Karten sein Guthaben abfragen, Limits festlegen, herausfinden, ob er sich in der Homezone befindet und feststellen, ob das Modem einem Net- oder gar SIM-Lock unterliegt. Sogar Kurznachrichten lassen sich mit MWconn über das Modem absetzen und empfangen.

Der aktive Autor pflegt sein Programm häufig. Er ist aber auf Mithilfe der Anwender angewiesen, da es für einen Entwickler kaum möglich ist, alle UMTS-Modems zu testen. So kann es bei neueren Modems dauern, bis sie unterstützt werden. Das war etwa beim Ericsson F3507g der Fall. Dieses UMTS-Modem mit GPS-Funktion verbaut vor allem Lenovo, es wurde erst nach einigen Monaten unterstützt. Eine Liste der unterstützten UMTS-Modems hilft bei der Entscheidung, ob sich der Einsatz des Programms lohnt.

Das Tool arbeitet im täglichen Einsatz zuverlässig, Verbindungsabbrüche, vor allem, wenn sich der Nutzer in einem Auto oder Zug bewegt, können MWconn aber ab und zu aus dem Tritt bringen. Außerdem gelingt die Konfiguration ohne Hintergrundwissen nicht immer: Was ein APN (Access Point Name) ist, sollte der Nutzer beispielsweise schon wissen, wenn der eigene Netzbetreiber oder Provider in der mittlerweile recht umfangreichen Konfigurationsliste nicht auftaucht.

Windows-7-Nutzer, die einen aktuellen Treiber für das UMTS-Modem haben, können auf MWConn in vielen Fällen verzichten. Wenn der Treiber korrekt arbeitet, kann Windows die Einwahl auch selbst übernehmen. Dann allerdings ohne die Extras, die MWConn bietet.

MWconn kann auf mwconn.com heruntergeladen werden. Das kleine Programm für Windows kostet nichts. Der Autor freut sich aber über Spenden. Auch Linux-Nutzer können laut Autor auf MWconn zurückgreifen. Es soll unter Wine lauffähig sein.

Der Werkzeugkasten von Golem.de ist eine Sammlung kleiner Hilfsprogramme, die die Redaktion einsetzt. Vielleicht gibt es Alternativen, die ein Problem besser lösen? Wir freuen uns über Rückmeldungen und Tipps zu vergleichbaren Werkzeugen - auch für andere Betriebssysteme - im Forum.


Cloni 07. Mär 2010

Komisch. Zwischen GPRS und EDGE schaltet keine Software selber um, das macht allein der...

Cloni 07. Mär 2010

Ging mir genauso. Einfach genial! Trotzdem hab ich dann einiges vermisst...

Cloni 07. Mär 2010

Ja, ich empfang auch SMS per UMTS-Stick. Ist aber klein Problem, MWconn hat einen SMS...

Cloni 07. Mär 2010

Äh - welche der Oberflächen meinst du? Hauptfenster? Minifenster? Icons? Konfiguration...

Freewarefan 04. Feb 2010

Verständlich. Aber MWconn braucht im Normalfall weder zur Installation noch für den...

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