Nintendo fängt sich wieder

DS-Softwareverkäufe stark rückläufig, Wii profitiert von Preissenkung

Nintendo hat im dritten Finanzquartal 2010 zwar den Verkauf von Wii und Nintendo DSi wieder angekurbelt. Den Rückgang in den ersten beiden Geschäftsquartalen konnte das japanische Unternehmen aber nicht wettmachen.

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Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt Nintendos von April bis Dezember 2009 erzielter operativer Gewinn deutlich niedriger - er sank von zuvor 212,5 Milliarden Yen (rund 1,68 Milliarden Euro) auf 192,6 Milliarden Yen (1,52 Milliarden Euro). Schuld waren die ersten beiden Geschäftsquartale. Im dritten Geschäftsquartal konnte durch das starke Weihnachtsgeschäft, zugkräftige Softwaretitel und die Wii-Preissenkung einiges wieder wettgemacht werden.

In den ersten drei Quartalen des im März 2010 endenden Geschäftsjahres konnte Nintendo insgesamt 23,35 Millionen Spielehandhelds der DS-Serie an den Handel verkaufen. Darunter auch 70.000 Stück des neuen Nintendo DSi XL, in Japan als DSi LL bekannt. Das DSi-Modell mit den größeren Bildschirmen wurde in Japan zum Weihnachtsgeschäft eingeführt, in Europa kommt das DSi XL im März 2010 auf den Markt. Im Vorjahreszeitraum konnte Nintendo 25,62 Millionen Geräte über alle DS-Modellvarianten hinweg verkaufen. Insgesamt sind nun 125 Millionen DS-Geräte verkauft worden. Für das laufende vierte Geschäftsquartal hofft Nintendo, weitere 3 Millionen DS auszuliefern.

Nachdem Nintendo von der Wii-Konsole in den ersten beiden Geschäftsquartalen nur 5,75 Millionen Stück verkaufen konnte, sah das dritte Quartal bei den Stückzahlen deutlich besser aus - auch wegen einer Preissenkung. Insgesamt wurden in den ersten drei Geschäftsquartalen 17,05 Millionen Wii verkauft. Im Vorjahreszeitraum waren es aber noch 20,52 Millionen verkaufte Wii. Seit Produkteinführung hat der Hersteller nach eigenen Angaben 67,45 Millionen Wii verkauft, 2 Millionen weitere Geräte erwartet Nintendo von Januar bis einschließlich März 2010 zu verkaufen.

Die gesunkenen Gerätestückzahlen, die geringere Marge durch die Wii-Preissenkung und die ebenfalls gesunkenen Softwareverkäufe bedingen letztlich auch das schlechtere Konzernergebnis. Insbesondere beim DS machen sich 4 Millionen weniger verkaufte Spiele bemerkbar, bei der Wii ist der Rückgang um 700.000 Spiele deutlich weniger gravierend. Bei den Softwareverkäufen liegt die Wii damit im laufenden Geschäftsjahr nun über dem DS. Insgesamt konnte Nintendo bisher 68,82 Millionen DS-Spiele und 50,96 Millionen Wii-Spiele an den Handel verkaufen.


Z101 08. Feb 2010

Nintendo produziert zur Zeit zwei große Rollenspiele, die beide kurz vor der Vollendung...

Leser 28. Jan 2010

PDFs mit Quartalszahlen zu lesen sind sicher nicht immer einfach, aber als größere...

Lesen schult 28. Jan 2010

Ganz einfach: es ist nicht ganz unüblich das Geschäftsjahr wenn es nicht auf das...

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