Google plädiert für Änderung des DNS-Protokolls

IP-Adresse von Nutzern soll bei DNS-Anfragen in Teilen weitergegeben werden

Google macht sich für eine Erweiterung des DNS-Protokolls stark: Künftig sollen die IP-Adressen von Nutzern bei DNS-Anfragen in weiten Teilen weitergereicht werden, so dass andere DNS-Server den Aufenthaltsort der Nutzer genauer bestimmen können.

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Zusammen mit Providern, darunter Neustar/UltraDNS, hat Google eine Erweiterung des DNS-Protokolls vorgeschlagen. Google zielt darauf ab, den Aufenthaltsort von Nutzern anhand ihrer IP-Adresse genauer bestimmen zu können, um Nutzer dann an einen möglichst nah gelegenen Applikationsserver weiterzuleiten.

In aller Regel richten Nutzer ihre DNS-Anfragen an einen vermittelnden DNS-Server, meist bei ihrem Provider. Dieser kann die Daten aus seinem Cache liefern oder fragt bei einem übergeordneten DNS-Server oder direkt bei dem für die Domain zuständigen DNS-Server an.

Google schlägt nun vor, bei solchen Anfragen einen Teil der IP-Adresse des jeweiligen Nutzers weiterzugeben, so dass der für die Domain zuständige DNS-Server anhand der IP-Adresse den Aufenthaltsort des Nutzers bestimmen und ihn an einen möglichst nahe gelegenen Server weiterleiten kann. Das erfolgt zwar schon heute, dabei kann die Ortsbestimmung aber nur anhand der IP-Adresse des anfragenden DNS-Servers vorgenommen werden, was nicht immer passend sein muss.

Dabei soll nicht die komplette IP-Adresse des Nutzers weitergegeben werden, sondern nur die ersten 24 Bit, also die ersten drei von vier Tupeln einer IP-Adresse. Das genügt, um die Herkunft des Nutzers ausreichend genau zu bestimmen.

Eingereicht wurde der Vorschlag mit dem Ziel, das Verfahren zu einem Internetstandard zu machen.

Bereits Anfang Dezember 2009 hat Google einen eigenen, öffentlichen DNS-Server gestartet, um das Internet damit zu beschleunigen. Der als experimentell gekennzeichnete Dienst Google Public DNS soll mit cleveren Caching-Mechanismen und Prefetching DNS-Anfragen beschleunigen.


Unknown 29. Jan 2010

wirklich kein Text.

jawe 28. Jan 2010

Die Informationen hat Google doch jetzt auch schon. Es geht hier überhaupt nicht um...

__tom 28. Jan 2010

ich hatte noch keine gelegenheit mit anycast zu spielen, aber verkraftet das netz es...

dfhgj 28. Jan 2010

Du bist so Naiv und glaubst das es ein großer Aufwand ist? Vor allem können sie dann...

Chatlog 28. Jan 2010

Ich mein ja nur.... DNS Poisoning ist ja an und fuer sich nichts Neues, aber gerade darum...

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Die wunderbare Welt von Isotopp / 06. Feb 2010

DNS, Global Server Load Balancing, Google und UltraDNS



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