ITC: Nvidia verletzt drei Rambus-Patente

Zwei weitere Patente sind laut Kommission ungültig

Im Patentstreit zwischen dem Speicherchipentwickler Rambus und dem Grafikchiphersteller Nvidia hat ein Richter der International Trade Commission (ITC) ein vorläufiges Urteil gefällt.

Anzeige

Nvidia verletze drei von fünf Patenten, auf die sich Rambus in einer 2008 vor dem ITC eingereichten Klage bezieht, so der Richter. Zwei weitere Patente seien ungültig und somit uneinklagbar. Aufgrund des Urteils könnte die ITC den Import der fraglichen Nvidia-Produkte in die USA verbieten.

Nvidia zeigte sich einerseits erfreut darüber, dass zwei der Patente als ungültig erklärt wurden, anderseits enttäuscht darüber, dass das Urteil zu den verbleibenden Patenten zu seinen Ungunsten ausfiel. Man werde nun die Patente und das erste Urteil von der gesamten Kommission prüfen lassen.

Rambus hingegen strebt immer noch einen Vergleich an und sei weiterhin bereit, die umstrittenen Patente an Nvidia zu lizenzieren. Gleichzeitig wartet Nvidia auf eine endgültige Entscheidung über die fraglichen Patente beim US-amerikanischen Patentamt. Das U. S. Patent and Trademark Office hatte in einer vorläufigen Entscheidung festgestellt, dass Rambus nicht das volle Patentrecht über einige Patente hält. An der Nasdaq fiel im Zuge der Entscheidung der Wert der Nvidia-Aktien um 3,5 Prozent, während Rambus-Aktien um 3 Prozent stiegen.

Wenige Tage zuvor hatte Samsung seinen Patentstreit mit Rambus beendet und wird dem Speicherchipentwickler in den kommenden fünf Jahren insgesamt 900 Millionen US-Dollar an Lizenzgebühren zahlen. Die Lizenzvereinbarung gilt für alle in seinen Halbleiterprodukten und insbesondere DRAM-Speicherbausteinen genutzten Rambus-Patente.

Nach einer zwei Jahre andauernden Untersuchung durch die EU wurde Rambus im Dezember 2009 angehalten, seine Patentgebühren zu senken. Rambus muss die Zusagen für Produkte nach den JEDEC-Normen für fünf Jahre weltweit einhalten. Weiter habe Rambus zugesagt, keine Lizenzgebühren für SDR- und DDR-Chipnormen zu erheben, die zu Zeiten der JEDEC-Mitgliedschaft von Rambus angenommen wurden. Zudem soll für künftige JEDEC-DRAM-Normen für DDR2 und DDR3 eine Lizenzgebühr von höchstens 1,5 Prozent gelten, statt der 3,5 Prozent, die Rambus für Chips nach der DDR-Norm berechnet.


Autor 2 24. Jan 2010

Erst das oberste Gericht der USA hat vor wenigen Jahren festgestellt, das man mit...

KM 23. Jan 2010

Korrekterweise war es so, dass das JEDEC-Konsortium das SDRAM spezifiziert hatte und die...

Kommentieren


ComputerBase / 24. Jan 2010

Nvidia verletzte drei Patente von Rambus



Anzeige

  1. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  2. Bauingenieur / Bauingenieurin - Baubetrieb
    Ed. Züblin AG, Stuttgart
  3. Teamleiter (m/w) Software-Qualitätsdatenanaly- se
    Synatec GmbH, Stuttgart oder Dingolfing
  4. Trainee für den Bereich IT / Business Processes (m/w)
    DMG MORI SEIKI Services GmbH, Bielefeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  2. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  3. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  4. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  5. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  6. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  7. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  8. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  9. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  10. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafikkarte Radeon R9 295X2 für 1.500 Euro verfügbar
  2. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

    •  / 
    Zum Artikel