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Google: China ja - aber ohne Zensur

Google: China ja - aber ohne Zensur

Googles Chinageschäft könnte auch ohne Suchmaschine funktionieren

Kann Google in China bestehen? Die Regierung in Peking scheint nicht bereit, auf Googles Antizensurpolitik einzugehen. Dennoch würde Google gern in China bleiben. Googles Partner suchen indes nach Möglichkeiten, ohne Google Geschäfte in China zu machen: Motorola öffnet sein Android-Smartphone dem Konkurrenten Baidu.

Googles aktuelle Quartalszahlen, die Unternehmenschef Eric Schmidt gerade präsentiert hat, haben die Prognosen der Analysten übertroffen. Es sei angesichts der aktuellen Weltwirtschaftslage "ein außerordentliches Jahresendergebnis", resümierte Schmidt. Wirtschaftlich könnte es für Google im Moment also kaum besser laufen. Wären da nicht die Unannehmlichkeiten, die das Unternehmen gerade in China hat.

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Keine Zensur mehr

In der Telefonkonferenz, in der Schmidt die Quartalszahlen präsentierte, ging er auch darauf ein. Er bekräftigte, Google wolle anfangen, nur noch unzensierte Ergebnisse in China auszuliefern. Bislang hat Google auf Verlangen der Regierung Themen wie Menschenrechte, Tibet oder Taiwan aus dem Suchindex entfernt. Nach den gezielten Angriffen auf die Google-Postfächer chinesischer Menschenrechtsaktivisten will das Unternehmen sich jedoch der Zensur nicht mehr beugen - selbst wenn das bedeutet, künftig nicht mehr in China aktiv sein zu können.

Google werde in Kürze seine Zensurpolitik ändern, sagte Schmidt, bekräftigte aber gleichzeitig, das Unternehmen stehe zu seinem Chinageschäft. "Wir mögen die Chinesen und unsere chinesischen Angestellten. Wir machen gern dort Geschäfte, aber wir möchten das künftig unter anderen Bedingungen tun als bisher."

Ob er in seine Sympathiebekundung alle Angestellten einbezieht, dürfte fraglich sein: Es wurde bereits mehrfach darüber spekuliert, ob die Angriffe nicht durch einen Komplizen im Unternehmen begünstigt worden waren.

Chinageschäft ohne Zensur?

Experten bezweifeln, ob Google mit seinem Ansinnen Erfolg haben wird, in China aktiv zu bleiben, ohne zu zensieren. Google hat seine Ablehnung der Zensur derart offen formuliert, dass die chinesische Regierung kaum darauf eingehen kann. Das habe Google in eine schwierige Situation gebracht, analysiert Xiao Qiang in der New York Times. Qiang ist Direktor des China Internet Project, das an der Universität von Kalifornien in Berkeley angesiedelt ist. Seiner Auffassung nach ist es schwer für die Regierung, in diesem Fall einzulenken, ohne das Gesicht zu verlieren.

Und die Regierung scheint auch nicht gewillt, einzulenken. "Ausländische Unternehmen sollten sich in China an Gesetze und Verordnungen halten. Sie sollten die Interessen der Chinesen und die chinesische Kultur und Bräuche respektieren und eine angemessene soziale Verantwortung tragen", verkündete Ma Zhaoxu, Sprecher des Außenministeriums in Peking, dieser Tage laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. "Für Google gibt es da keine Ausnahme."

Google: China ja - aber ohne Zensur 

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Trios 25. Jan 2010

Mal ehrlich, Google hat sich in der westlichen Welt durchaus gut etabliert, aber da...

Lehman 23. Jan 2010

Ich bin ja froh, dass es wenigstens einen auf dieser Welt gibt, der so schnell und...

Gockel 23. Jan 2010

So ist Google unzensiert: google.com/ncr :)

Max Mustermann 23. Jan 2010

... noch! Aber mit v. Guttengerb?

Max Mustermann 23. Jan 2010

Meine Prognose: Google pfeift auch in China auf Demokratie (wie Herr Westerwelle...


Telemedicus / 24. Jan 2010



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