Google: China ja - aber ohne Zensur

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Chinageschäft mit Werbung

Allerdings könne Google auch ohne Suchmaschinengeschäft weiterhin in China aktiv sein, erfuhr die New York Times aus eingeweihten Quellen. Denn Googles Geschäft in China folgt einer anderen Logik als in den meisten anderen Ländern, in denen Googles Einnahmen aus der Werbung kommen, die auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen eingeblendet werden. In China verdient das Internetunternehmen in erster Linie Geld mit Werbung, die chinesische Unternehmen auf den US-Seiten von Google schalten. Die zweite wichtige Einnahmequelle sei Werbung auf einer Reihe von Websites in China, sagte ein Kenner von Googles Chinageschäft der Zeitung. Insofern könnte Google tatsächlich seine Suchmaschine, deren Anteil ohnehin nicht so hoch ist wie in westlichen Ländern, einstellen - und dennoch weiterhin Geschäfte im Reich der Mitte machen.

Android-Smartphone mit Baidu

Allerdings hat die Ankündigung bereits Auswirkungen auf Googles Chinageschäft gehabt: So sah sich das Unternehmen dieser Tage gezwungen, die Einführung von zwei Android-Smartphones auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Auf den Geräten sollten verschiedene Google-Anwendungen vorinstalliert sein. Sollte Google sein Chinageschäft jedoch aufgeben, könnten die Käufer der Geräte diese Dienste nicht nutzen.

Nur wenige Tage später kündigte Motorola ein eigenes Angebot mit Android-Anwendungen für China an. Das Angebot Shop4Apps wird auf einem neuen Smartphone zur Verfügung stehen, das am 14. Februar, dem chinesischen Neujahrsfest, auf den Markt kommen soll.

Außerdem können die chinesischen Nutzer die Standardsuchmaschine für das Gerät selbst einrichten. Diese Option bietet Motorola nicht in allen Ländern. Besonders bitter für Google: Zur Auswahl steht auch Erzkonkurrent Baidu, die größte Suchmaschine in China.

Mit Shop4Apps und über die Zusammenarbeit mit Baidu stellt Motorola sicher, dass seine Android-Smartphones auch dann in China auf den Markt kommen können, wenn sich Google zurückziehen sollte. Eines der Geräte, das Google diese Woche vorstellen wollte, stammt von Motorola.

Keine Auswirkung auf das amerikanisch-chinesische Verhältnis

Die chinesische Regierung ist offensichtlich gewillt, die Angelegenheit nicht zu einer politischen Affäre hochzukochen. "Der Fall Google sollte nicht mit den Beziehungen der beiden Regierungen und Länder zueinander in Zusammenhang stehen", betonte Chinas stellvertretender Außenminister He Yafei laut Xinhua. Alles andere sei eine Überinterpretation.

Gleichzeitig verteidigte He die Zensur in China. Die Überwachung des Internets sei normal, da es überall Bedenken hinsichtlich bestimmter Inhalte gebe, etwa in Belangen der nationalen Sicherheit, sagte er. "Es gibt überall Überwachung, egal in welchem Land. China ist da keine Ausnahme." Ausländischen Unternehmen, die möglicherweise anderer Ansicht seien, riet He, nach Lösungen zu suchen, die mit den Gesetzen in Einklang stünden.

 Google: China ja - aber ohne Zensur

Trios 25. Jan 2010

Mal ehrlich, Google hat sich in der westlichen Welt durchaus gut etabliert, aber da...

Lehman 23. Jan 2010

Ich bin ja froh, dass es wenigstens einen auf dieser Welt gibt, der so schnell und...

Gockel 23. Jan 2010

So ist Google unzensiert: google.com/ncr :)

Max Mustermann 23. Jan 2010

... noch! Aber mit v. Guttengerb?

Max Mustermann 23. Jan 2010

Meine Prognose: Google pfeift auch in China auf Demokratie (wie Herr Westerwelle...

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