Internet Explorer macht Attacken auf Google & Co. möglich

Gefährliches Sicherheitsloch in Microsofts Browser wird aktiv ausgenutzt

Im Internet Explorer befindet sich ein offenes Sicherheitsloch, das seit Mitte Dezember 2009 aktiv ausgenutzt wird. Unter anderem liefen darüber die Angriffe auf Google, mit denen der Suchmaschinenbetreiber seinen Abzug aus China begründet. Auch andere namhafte IT-Unternehmen waren jüngst entsprechenden Angriffen ausgesetzt.

Anzeige

Das Sicherheitsloch betrifft nahezu alle Versionen des Internet Explorer auf allen Windows-Systemen. Lediglich der Internet Explorer 5.01 mit Service Pack 4 unter Windows 2000 mit Service Pack 4 ist nicht anfällig für den Fehler. Das Sicherheitsloch können Angreifer zum Ausführen von Schadcode missbrauchen. Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben an einem Patch und wird ihn möglicherweise außerhalb des regulären Patchdays veröffentlichen.

Nach Beobachtungen von Microsoft gibt es derzeit vor allem Angriffe auf den Internet Explorer 6, vergleichbare Attacken auf andere Versionen des Internet Explorer wurden bislang nicht beobachtet. Microsoft gibt mehrere Empfehlungen, wie Angriffe abgewehrt werden können, bis ein Patch verfügbar ist.

Die Datenausführungsverhinderung - Data Execution Prevention (DEP) - sollte aktiviert werden; sie ist bislang nur im Internet Explorer 8 standardmäßig eingeschaltet. Zudem soll es helfen, die Sicherheitsstufe für den Internet- und Intranetzugriff auf hoch zu setzen. Da der Angriff mittels Javascript ausgeführt wird, hilft auch die Abschaltung von Javascript, was aber für die meisten Nutzer nicht praktikabel ist. Microsoft betont, dass Windows Vista und Windows 7 weniger gefährdet sind, weil der Browser dort im geschützten Modus läuft, der solche Angriffe erschwert.

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsspezialisten von McAfee war nicht nur Google Opfer dieser Sicherheitslücke. Auch eine Reihe weiterer IT-Unternehmen hatte in den vergangenen Wochen unter Angriffen auf ihre Netzwerke zu leiden. Dazu zählen nach Angaben der Washington Post, Yahoo, Symantec, Northrop Grumman sowie Dow Chemical. Auch Adobe war davon betroffen, wie das Unternehmen bereits eingestanden hat.

McAfee fasst die Angriffe unter den Namen Aurora zusammen, denn dieser Begriff taucht als Verzeichnisname bei allen Angriffen auf. Nach den Erkenntnissen von McAfee wurden gezielt hochrangige Mitarbeiter in den Unternehmen ausgewählt, denen aus vermeintlich vertraulichen Quellen Links zugeschickt wurden. Mit dem Öffnen der Links im Internet Explorer wurde Schadcode auf die betreffenden Systeme geladen, so dass auf diesen Systemen eine Backdoor geöffnet wurde.

In einem zweiten Schritt wurde dann weiterer Code aus dem Internet nachgeladen, um das betroffene System unter fremde Kontrolle zu bringen. Ziel der Angriffe ist laut McAfee vor allem das Ausspähen von Firmengeheimnissen und der Zugriff auf vertrauliche Informationen.


spanther 23. Jan 2010

Joa :) Stimmt, proprietäre Abschottung hat Microsoft schon immer geliebt, auch wenn es...

Grendel 17. Jan 2010

Aber wieso dann Gesichtspalmen? Palm heißt in dem Fall Handfläche und nicht Palme.

adasd 16. Jan 2010

Ich dachte Ähnliches: "Hätte ich doch bloß nicht auf IE6 upgedated!" Mein W2k, mit einer...

Lackbernd 15. Jan 2010

(kt)

Scotch 15. Jan 2010

... nach eigenen Angaben an einem Patch und wird ihn möglicherweise außerhalb des...

Kommentieren



Anzeige

  1. Inhouse Spezialist SAP (m/w)
    ROTA YOKOGAWA GmbH & Co. KG, Wehr am Rhein
  2. Projektleiter Software Standardisierung (m/w) Schwerpunkt Fördertechnik
    Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen
  3. Manager (m/w) of End User Support Services
    CSM Deutschland GmbH, Bremen
  4. SAP-Modulbetreuer (m/w) Rechnungswesen und Controlling
    HiPP-Werk Georg Hipp OHG, Pfaffenhofen (Raum Ingolstadt)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Galaxy Note 4

    4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat

  2. Archos 50 Diamond

    LTE-Smartphone mit Full-HD-Display für 200 Euro

  3. Test Dreamfall Chapters Book One

    Neue Episode von The Longest Journey

  4. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  5. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  6. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus

  7. Rolling-Release

    Opensuse Factory und Tumbleweed werden zusammengeführt

  8. Project Ara

    Google will nicht nur das Smartphone neu erfinden

  9. Wildstar

    NC Soft entlässt Mitarbeiter

  10. Mozilla

    Einfache Web-Apps auf dem Smartphone erstellen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel