OpenStreetMap: Crisismapping nach dem Erdbeben in Haiti

Daten werden stündlich aktualisiert

Das OpenStreetMap-Projekt kann in Krisensituationen fast zur Echtzeitkarte werden. Denn um den Menschen in Haiti nach dem heftigen Erdbeben zu helfen, braucht es aktuelle Karten.

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Sogenannte Crisismapper sind dabei, aktuelles Kartenmaterial für die Krisenregion Haiti zu erstellen. Es ist eine größere koordinierte Aktion von Mitgliedern der OSM-Community und dem Humanitarian OSM Team.

Bei dem schweren Erdbeben in der Nähe von Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti (deutsch, englisch), sind viele tausende Menschen ums Leben gekommen, große Teile der Bevölkerung sind obdachlos geworden. Viele Staaten und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben Helfer auf den Weg geschickt. Schon früher hatte Mapaction einen Emergency Mapping Service angeboten, bei dem in Krisenregionen vor Ort Kartenmaterial erstellt wurde. Crisismapper und die OpenStreetMap-Community dürften nun für Haiti wertvolle Informationen liefern.

Die Crisismapper konzentrieren sich auf die Erfassung von Brücken, funktionierender Infrastruktur und zusammengestürzter Gebäude. Die Resultate sind beachtlich: In nur wenigen Tagen wurde von der zuvor kaum erfassten Hauptstadt Port-au-Prince eine detaillierte Karte erstellt.

Auch die Orte, an denen sich Menschen nach dem Erdbeben aufhalten, und die Infrastruktur des Gesundheitssystems sollen erfasst werden. Die Mapper greifen dabei auf aktuelle Satellitendaten von Digitalglobe und Geo Eye zurück. Auch alte CIA-Karten sollen herangezogen werden. Die Kartendaten werden stündlich aktualisiert, zum Teil sogar alle fünf Minuten. Ein Routenplaner und Karten für Garmin-Geräte stehen bereits zur Verfügung.

Infrastruktur kaum vorhanden

Ein großes Problem in Haiti ist allerdings, dass die ohnehin kaum vorhandene technische Infrastruktur weitgehend zerstört ist. Die Bevölkerung kann nur indirekt von den Arbeiten der Crisismapper profitieren, vor allem die Helfer können die Daten nutzen.

Auch in der Zukunft wollen Crisismapper und die OpenStreetMap-Community weltweit bei Katastrophen helfen. Mit OpenFloodMapping hatte die mittlerweile 200.000 Nutzer zählende OpenStreetMap-Community schon Ende 2009 gezeigt, dass sie in der Lage ist, schnell auf Naturgewalten zu reagieren. Allerdings handelte es sich da um eine vergleichsweise harmlose Überschwemmung in Großbritannien.

Der erste Ernstfall

Das Erbeben in Haiti, bei dem Erdstöße eine Stärke von 7,0 (Momentenmagnitude) erreichten, ist der erste Ernstfall für die Crisismapper, die eigentlich noch ganz am Anfang stehen.

Auch Google hat angesichts des Erdbebens neues Kartenmaterial für Haiti zur Verfügung gestellt. Es entspringt Googles Map Maker, mit dem Freiwillige seit einem Jahr das Kartenmaterial in Google Maps und Google Earth ergänzen können. Zudem bietet Google aktuelle Satellitenbilder, die Geo Eye von der Region nach der Katastrophe aufgenommen hat, an. Sie zeigen die massiven Zerstörungen.


häääääää 18. Jan 2010

mein fehler! sorry! hab nich gesehn ,dass der comment durchgekmmen ist! soooorry! mfg

ichwersonst 18. Jan 2010

genau... vorallem wenn auf den bildern halbnackte, tote, schwer verletzte mensche und gar...

ichwersonst 18. Jan 2010

noch ein wenig kartenmaaterial: http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/117_read-22076/

kjdbsbhds 18. Jan 2010

hab osm sogar aufm k800i handy...ist echt praktisch

knaxx 18. Jan 2010

Mal 'ne Gegenfrage: wer haftet denn, wenn der Konvoi sich mangels Ortskenntnis verfahren...

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