Speichert Facebook gelöschte Daten und Nutzerverhalten?

Facebook weist Darstellungen einer Mitarbeiterin zurück

In einem Interview mit dem US-Blog The Rumpus hat eine anonyme Mitarbeiterin des sozialen Netzes Facebook über Datenschutz und andere Interna geplaudert. Das Unternehmen weist die Darstellung als ungenau und falsch zurück.

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Geht es um Datenschutz, sorgt das soziale Netz Facebook immer wieder für Unmut. Anfang Dezember etwa führte eine Neufassung der Datenschutzbestimmungen für Facebook zu Aufregung unter Datenschützern. Gründer und Chef Mark Zuckerberg scheint den Schutz der Privatsphäre ohnehin für überflüssig zu halten: In einem Podiumsgespräch mit Michael Arrington, dem Gründer des Blogs Techcrunch, sagte er, Facebook-Nutzer fühlten sich sehr wohl damit, Bilder und Details aus ihrem Leben anderen zugänglich zu machen. Privatsphäre sei eben "keine soziale Norm mehr".

Blick hinter die Kulissen

Ein interessanter Blick hinter die Kulissen ist angeblich dem US-Blog The Rumpus gelungen. Dessen Autor Phil Wong hat im Sommer 2009 ein Interview mit einer Freundin geführt, die seinen Angaben nach seit über zwei Jahren bei Facebook arbeitet. Das jetzt erst veröffentlichte Interview gibt einen Einblick in die Arbeitsweise von Facebook. Allerdings weist Facebook die Darstellung zurück.

Daten zu sammeln ist demnach oberstes Gebot bei Facebook. Alles werde und bleibe gespeichert, sagte die anonyme Facebook-Mitarbeiterin. Statusmeldungen, Fotos, Nachrichten - "Wir behalten alle Daten." Auch dann, wenn der Nutzer sie gelöscht hat. An dieser Maxime halte die Unternehmensführung fest. Wenn überhaupt, sei es denkbar, dass Fotos gelöscht werden könnten - aus Performancegründen: Jedes Foto werde nämlich in sechs Versionen vorgehalten. Das sei aus technischen Gründen nötig, um die Ladezeiten für die Seiten kurzzuhalten.

Vier Rechenzentren

Zur Zeit des Interviews hatte Facebook geschätzt eine Billion Fotos gespeichert und sei damit "der größte Fotoanbieter der Welt". Entsprechend große Kapazitäten braucht Facebook. Das Unternehmen unterhält nach Angaben der Mitarbeiterin vier Rechenzentren - drei in den USA, in Santa Clara, San Francisco und in New York, sowie eines in London.

Gespeichert werden aber nicht nur Daten. Auch das Nutzerverhalten wird sorgfältig mitgeschnitten "Wie, glauben Sie, wissen wir sonst, wer Ihre besten Freunde sind?" Wenn der Nutzer Buchstaben in das Suchfeld eintippt, wird der Namen der Freunde ergänzt. Früher geschah das nach dem Alphabet. Seit vergangenem Frühjahr aber erscheine der Name der engsten Freunde zuerst. Wer das ist, weiß Facebook anhand der Interaktion mit dieser Person.

Sesam, öffne dich

Glaubt man Rumpus' Interviewpartnerin, speichert Facebook nicht nur alles, sondern die Mitarbeiter haben auch Zugang zu allem. Es habe ein Masterpasswort gegeben, mit dem man in jedes Nutzerprofil gekommen sei. Gedacht war es nur für technische Mitarbeiter. "Aber es war da und jeder Mitarbeiter, der wusste, wo er danach suchen musste, konnte es auch finden." Es sei aber ausschließlich von den Rechnern im Büro nutzbar gewesen.

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commenter 28. Dez 2010

"Downlaod bereitstellen lassen" Wo kann man das? Im Web-Frontend? Oder wo kann man den...

Tingelchen 14. Jan 2010

Ja diese Regelung gibt es. Die gilt aber nur für wirtschaftliche Daten wie z.B...

Nonymous 13. Jan 2010

Ich hab noch nie etwas von "Anonymous" und Raids gehört.

Englishman 13. Jan 2010

Trendwhore = Trendhure, nicht Schwuchtel

Gölem 13. Jan 2010

Da kann man nicht mal die Löschung (wenn auch wie bei Facebook nur "oberflächlich") des...

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