Intel-Zukunft: Werbung, die dem Betrachter hinterherguckt

Transparentes Werbetafelkonzept passt sich dem Zuschauer an

Mit einer Webcam ausgestattete digitale Werbetafeln (Digital Signage) von Intel und Frog Design schauen sich den Nutzer genau an. Je nach seinem Alter gibt es dann entweder Spielzeug- oder Medikamentenwerbung. Auch das Geschlecht bestimmt, was von Interesse sein könnte.

Anzeige

Intels digitales Werbetafelkonzept ist besonders schlau. Es nutzt eine Webcam und natürlich die eigenen Prozessoren des Chipherstellers, um verschiedene Merkmale des Nutzers zu erkennen. Dazu gehört etwa das Alter, das eine personalisierte Werbung zulässt. So wird die Spielzeugwerbung wohl kaum einzelnen älteren Personen angezeigt. Sie bekommen ab einer gewissen Altersgruppe vermutlich eher Werbung für Medizin fürs Herz angezeigt.

Auch das Geschlecht des Betrachters soll das Werbekonzept herausfinden können. Je nachdem, wie die Menschen stehen, dürften für den Werbetreibenden Paare erkennbar sein. Kombiniert mit der Tageszeit wird hier zielgerichtete Werbung möglich: Tagsüber wird vielleicht die Urlaubsreise zu zweit angepriesen, abends gibt es Ausgehtipps.

Auf der CES 2010 hat Intel die Geschlechtererkennung demonstriert. Das Display zeigte entsprechende Kleidung, die der Rechner empfiehlt und die im virtuellen Lager von Intel vorrätig war.

Obendrein arbeitet die Werbeanzeige mit einem transparenten Display. Intel nennt das holographisches Glas. Letztendlich kann der Nutzer aber nur durch das Display schauen. Räumlich ist daran an sich nichts, außer dass das System bei geschickter Anbringung auch einen Blick in den Laden dahinter erlaubt.

Mit Hilfe der Kamera und Augmented Reality sind Anwendungen vorstellbar, die das Bild nach dem Blickwinkel der Person zum Display hin ausrichten. Der Anwender schaut durch das Display auf das Produkt und bekommt Erklärungen zu einzelnen Produktmerkmalen. Auch als interaktive Karte, durch die ein Besucher in einem Shoppingcenter schaut, wäre das vorstellbar.

Außerdem akzeptiert die Werbung auch Eingaben mit mehreren Fingern, da die Displayoberfläche berührungsempfindlich ist. Als Betriebssystem wird das Windows-7-basierte Windows Embedded Standard 2011 verwendet.

Intel zeigt das Konzept, das von Frog Design konstruiert wurde, zusammen mit Microsoft derzeit auf der National Retail Federation Expo (NRF) in New York.


Treadmill 13. Jan 2010

Genau das Konzept kam doch schon in dem Film vor, nervende Retina-Scans und...

Trollinger 12. Jan 2010

Wenn das Intel-Ding erstmal erkennen kann, ob Lady Kaka/Lorielle London M oder W sind...

ohne mich 12. Jan 2010

Alt sein kann manchmal ein Vorteil sein :)

Arianos 12. Jan 2010

Das war mal eine tolle, innovative Designgruppe. Aber nun müssen sie wohl jeden Auftrag...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT Support Specialist (m/w) - Applikationsbetreuung
    Real Garant über Baden Executive Search Personalberatung GmbH, Neuhausen auf den Fildern
  2. Senior BI Solutions Architekt (m/w)
    SolarWorld AG, Bonn
  3. Microsoft Dynamics CRM Architect & Developer (m/w)
    DVB Bank SE, Frankfurt
  4. Release- und Projekt-Manager mobile - international (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  2. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  3. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  4. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  5. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  6. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  7. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  8. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  9. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  10. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel