Online-Unterschriftensammlung gegen Oracles Kauf von MySQL

Kampagne von Michael Monty Widenius unter helpmysql.org angelaufen

MySQL-Gründer Michael Widenius hat eine mehrsprachige Kampagne gegen die Übernahme von MySQL durch Oracle gestartet. Viel Zeit bleibt ihm bei der Online-Unterschriftensammlung nicht.

Anzeige

Der MySQL-Gründer Michael Widenius hat eine Webkampagne in 12 Sprachen gestartet, um weltweit Mitstreiter gegen die Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle in der aktuellen Form zu sammeln. Bisher haben jedoch erst 300 Menschen die Petition gezeichnet.

Viel Zeit bleibt nicht: "Der Januar wird der große Monat der Entscheidungen", sagte der Lobbyist und Autor Florian Müller, der die Kampagne für Widenius führt, Golem.de. Müller, einst selbst Aktionär bei MySQL AB, war von 2001 bis 2004 Berater für die Firma. Er führte 2004 für die Sponsoren United Internet, Redhat und MySQL die erfolgreiche Kampagne NoSoftwarePatents.com in der EU.

Oracle ist seit November 2009 mit einem formellen Einwand aus Brüssel gegen die Übernahme von Sun für 7,4 Milliarden US-Dollar konfrontiert. Dabei geht es nur um die Open-Source-Datenbank MySQL. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sieht einen Interessenkonflikt, wenn das weltweit führende Unternehmen im Bereich proprietärer Datenbanken den Marktführer bei Open-Source-Datenbanken übernimmt. Im Dezember 2009 lenkte Oracle jedoch ein und kündigte Zugeständnisse an. "Wir erwarten, dass die Europäische Kommission die Akquisition von Sun im Januar vorbehaltlos klärt", hatte Oracle-President Safra Catz am 17. Dezember 2009 gesagt.

Apache Software License 2.0

Eine erste Übergabe der Unterschriften soll am 4. Januar 2010 erfolgen. Die Kampagne ist auf Deutsch, Englisch, Chinesisch, Russisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Rumänisch, Ungarisch, Schwedisch, Lettisch und Estnisch verfügbar. Empfänger der Petition sind europäische Wettbewerbsbehörden, Parlamente und Nachrichtenagenturen.

Der Petitionstext fordert, Oracle den Kauf von Sun mitsamt MySQL zu untersagen. Einem Abschluss sollten die Wettbewerbswächter nur zustimmen, wenn MySQL weiterverkauft oder die Veröffentlichung von MySQL in allen früheren Versionen sowie denen, die in den nächsten drei Jahren erscheinen werden - unter der Apache Software License 2.0 erfolge.

"Die Community, die MySQL populär und stark gemacht hat, kann nun helfen, es in Freiheit und am Leben zu erhalten", sagte Widenius. Er selbst habe aber weder das Geld, noch ein Interesse daran, MySQL zurückzukaufen.


Moroon 04. Jan 2010

Wenn's dich stört, dann übersetz sie. Würde mich aber wundern, wenn ein indischer...

Moroon 04. Jan 2010

Verkauft ist und bleibt verkauft.* *Punkt

Benjamin Harbs 01. Jan 2010

Es geht hierbei auch um das Prinzip von Open Source. Wenn es nun einfach so machbar ist...

GPL-Fan 31. Dez 2009

Natürlich können sie das und zwar genau deshalb, weil es unter der GPL lizensiert ist!

.92 Cents 30. Dez 2009

Ich als nicht-Jurist kann mich den Kartellrechtlichen Bedenken ohnehin nicht...

Kommentieren




Anzeige
  1. Fachexperte (m/w) SAP-Basis
    über Invenimus Personalberatung GmbH, Großraum Leipzig
  2. Softwareentwickler / Softwareentwicklerin
    BBF GmbH, München und Dresden
  3. System / Network Specialist (m/w)
    AREVA NP GmbH, Erlangen
  4. Software Ingenieur Safety (m/w)
    infoteam Software AG, Bubenreuth bei Erlangen oder Dortmund

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. vCloud Hybrid Service

    VMware startet eigene Public-Cloud

  2. Google-Smartphone

    Galaxy S4 mit purem Android wird nur in den USA verkauft

  3. Google

    Chrome 27 lädt Webseiten schneller

  4. Curvace

    Künstliches Insektenauge mit 180-Grad-Sicht

  5. Agent

    Neue Smartwatch wird drahtlos geladen

  6. Xbox One

    Forza 5 und Halo-Serie von Spielberg kommen für Xbox One

  7. Microsoft

    Xbox One mit neuer Kinect und Blu-ray-Laufwerk

  8. Datennetz

    Bundesweite Störung beim mobilen Internet der Telekom

  9. Heavy Gear Assault

    Mech-Action auf Basis der Unreal Engine 4

  10. Superkondensator

    Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Hochauflösend: Samsung zeigt Notebookdisplay mit 3.200 x 1.800 Pixeln
Hochauflösend
Samsung zeigt Notebookdisplay mit 3.200 x 1.800 Pixeln

Samsung will auf der Messe Display Week ein Display im Format 13,3 Zoll vorstellen, das Apples Retina-Modelle in den Schatten stellt. Es soll eine Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixeln bieten. Auch für Tablets und Smartphones werden neue Displays präsentiert.

  1. LG Flexibles OLED für gewölbte Smartphones
  2. Lotus XT Glas Neues Corning-Schutzglas für 2 Meter breite Bildschirme
  3. Krystalboard Elektronische Schultafel wird per Knopfdruck gesäubert

Apple-Tablet: Produktion des iPad 5 soll im Juli anlaufen
Apple-Tablet
Produktion des iPad 5 soll im Juli anlaufen

Das iPad 5 soll dank neuer Displaytechnik flacher und leichter werden als das aktuelle Modell. Die Testproduktion soll in Kürze anlaufen und bereits ab Juli 2013 soll die Massenherstellung starten, heißt es in einem unbestätigten Bericht.

  1. iPad 5 Produktion des neuen iPads beginnt in Kürze

Tallinn-Manual: Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern
Tallinn-Manual
Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

Das Tallinn-Manual der Nato, das im Cyberwar das Töten von Hackern erlaubt, beschäftigt jetzt auch die Bundesregierung. "Es obliegt nicht der Bundesregierung, eine breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln zu führen", heißt es trocken.

  1. Cyberwar Experten halten Stuxnet-Einsatz für Gewaltanwendung
  2. Cyberwar BND errichtet Abteilung zur Abwehr von Hackerangriffen
  3. Cyber Defense Nato-Papier gibt Hacker zum Abschuss frei

Zum Artikel