Facebook & Co laufen der privaten E-Mail den Rang ab
Um solche Postings entschärfen zu können, sollten alle, die in sozialen Netzwerken angemeldet sind, aktiv sein. Ein kleiner Hinweis an bestimmte Kontakte, dass der eigene Chef mitliest, kann zum Beispiel nicht schaden.
Allerdings kann dann der Dienstleister den Nutzer noch gehörig in die Pfanne hauen. So tat es Facebook vor ein paar Wochen mit seinen neuen Einstellungen zur Privatsphäre. Statt alles möglichst abzudichten, waren die Einstellungen plötzlich offen wie ein Scheunentor. Ein kurzer Blick auf Bekannte, die man bewusst oder unbewusst noch nicht in seine Liste aufgenommen hat, offenbarte bisher unbekannte Informationen. Nicht wenige dürften von dem Facebook-Manöver überrascht worden sein. Erwischt hat es sogar den Facebook-Gründer und Chef Mark Zuckerberg, der anscheinend versehentlich private Fotos veröffentlichte. Die Nutzer sollten daraus lernen: Bestimmte Daten gehören auf keinen Fall ins Facebook-Profil, ganz egal wie der Datenschutz aussieht.
Selbst die neue Gruppenfunktion, mit der Pinnwand-Postings gezielt für einzelne Personenkreise sichtbar gemacht werden können, sollte vorsichtig benutzt werden. Erstens kann einem beim Posting trotzdem ein, dann unter Umständen peinlicher Fehler unterlaufen, indem die falsche Gruppe gewählt wird. Und zweitens kann sich der Nutzer nie sicher sein, dass Facebook bei der nächsten Anpassung der Privatsphären-Optionen nicht wieder Daten frei gibt.
Auch hier ist ein großer Nachteil, dass bei Facebook alles in einer Hand liegt. Was passiert mit Facebook, wenn der Firma das Geld ausgeht? Funktioniert der Dienst dann noch, oder werden die Daten einfach weiterverkauft? Diese Fragen lassen sich nicht so einfach klären, Nutzer sollten sie aber immer im Hinterkopf behalten.
Interessant ist bei den sozialen Netzwerken aber eines: Gerade alte IT-Hasen, die in den letzten zehn bis zwanzig Jahren die Trends geschaffen haben und damals für ihre privaten E-Mail- und öffentlichen Usenet-Gehversuche müde belächelt wurden, haben diesen nicht mehr von den Profis gesetzten IT-Trend verschlafen. Plötzlich sind sie diejenigen, die andere müde belächeln. Doch ohne soziale Netzwerke geht es auch für viele von ihnen nicht mehr. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden - und kontrollieren.
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Oh sorry, hab gar nicht gesehn, dass das so ein alter Thread war :-/
Verschlüsselte Emails sind ja nicht schlecht. Aber öffne die Dinger mal auf einem Handy!
... die Facebook - neben der Privatsphärensache - fast unbrauchbar machen: 1) Live...
In Verbindung mit Push-Dienst ersetzt die Email weitgehend meinen SMS-Versandt über mein...
Dem kann man nur zustimmen.
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