E-Book-Reader sind cool, aber...
Was, wenn es den Verlagen nicht gelingt, die Nutzer von ihren Angeboten zu überzeugen? Es gibt durchaus Alternativen. Txtr etwa baut zu seinem Lesegerät eine Onlinecommunity auf, auf der Nutzer Texte veröffentlichen und anderen kostenlos zur Verfügung stellen können. Oder die Leser stürzen sich auf die kostenlosen Angebote, von denen es im Netz eine ganze Reihe gibt: das Project Gutenberg und sein deutscher Ableger, den Bookserver, das E-Book-Angebot des Internet Archive, Feedbooks, Many Books oder Zeno.org. Dort finden sie massenhaft gemeinfreie digitale Bücher, die sie herunterladen und auf ihre Lesegeräte übertragen können. Handelt es sich um ein Format, das der E-Book-Reader nicht verarbeitet, gibt es die Möglichkeit, mit einem Programm wie Calibre den Text in ein kompatibles Format zu wandeln. Im schlimmsten Fall aber droht den digitalen Büchern ein vergleichbares Schicksal wie der Musik: Die Nutzer werden sie illegal in Tauschbörsen verbreiten.
Durchbruch mit Zeitschriften?
Doch auch wenn Formatunklarheiten, DRM und Preis die E-Book-Reader verzögern, Gründe zum Umstieg auf die digitalen Lesegeräte gibt es durchaus: Auf dem Speicher hat im Normalfall eine halbe Bibliothek Platz - auf Reisen ein Vorteil. Und Textarbeitern bieten manche der Geräte die sinnvolle Möglichkeit, Anmerkungen zum Text zu machen.
Vielleicht sind es am Ende aber gar nicht die Buchverlage, die den E-Readern in Deutschland zum Durchbruch verhelfen, sondern Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Denn ausgestattet mit einer Mobilfunkschnittstelle, können die Geräte zum Ersatz für die gedruckte Zeitung werden, die morgens statt auf Papier im Briefkasten digital auf dem E-Book-Reader landet. Kindle 2 und Txtr Reader verfügen über eine 3G-Schnittstelle. Sony hat mit dem Reader Daily Edition, der auch hierzulande auf den Markt kommen soll, ein entsprechendes Gerät im Angebot.
Die Verlage schielen bereits auf die Lesegeräte. Die in Berlin erscheinende Tageszeitung (taz) beispielsweise bietet seit Mai ihre digitale Ausgabe für die Lesegeräte auch im ePub-Format an. Allerdings ist das auf XML basierende ePub nur bedingt geeignet, Zeitungen oder Zeitschriften auf die E-Book-Reader zu bringen, da sich damit Layouts nicht so umsetzen lassen wie die Leser das von Hochglanzmagazinen gewohnt sind.
Auch einige große US-Verlage sind sehr bemüht, ihre Produkte auf die E-Book-Reader und andere mobile Geräte zu bringen. Dazu entwickelt Condé Nast zusammen mit Adobe derzeit eine digitale Ausgabe des US-Technologiemagazins Wired. Ziel ist es, ein Format zu bekommen, das es ermöglicht, Magazine wie Wired, Vogue oder Vanity Fair auf E-Book-Readern darzustellen - mit aufwendigen Layouts ebenso wie mit Werbung.
Außerdem haben die Großverlage Condé Nast, Hearst, Meredith, News Corporation und Time gemeinsam eine Plattform gegründet, über die sie ihre Magazine kostenpflichtig für verschiedene mobile Endgeräte vertreiben wollen.
Format in Arbeit, Vertriebskanal ebenfalls - fehlt nur noch der Farbbildschirm, auf dem die Fotostrecken genauso gut aussehen wie auf Hochglanzpapier. Doch auch auf den müssen Nutzer möglicherweise nicht mehr lange warten: Anfang 2009 war bekanntgeworden, dass Hearst zusammen mit E-Ink an einem E-Book-Reader mit Farbdisplay arbeitet. Und Wired-Chefredakteur Chris Anderson deutete kürzlich an, dass Mitte 2010 eine neue Generation von E-Book-Readern auf den Markt kommen wird, die deutlich mehr Möglichkeiten bietet als die heutigen.






Weil ich so bin! :D Und total überdreht, weil ich vorgestern auf gestern also die Nacht...
Nur das wir mit unserer DVD immernoch mit einem Standard glücklich sind, während andere...
Ich will mich gemütlich in eine Ecke setzen und Probe lesen. Das ist Teil des Kaufes...
Ich glaube auch, dass Apple demnächst soein Gerät rausbringt und dann alle sagen, wie...
Gerade bei cnbc/bloomberg blablabla kindle beliebtes e-gerät-geschenk aller Zeiten...
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