Bundesgesundheitsminister beschneidet E-Gesundheitskarte

Keine elektronische Version für Rezept und Patientenakte mehr geplant

Der Bundeswirtschaftsminister will die elektronische Gesundheitskarte weiterhin einführen, aber auf die entscheidenden Funktionen verzichten. Es wird keine elektronischen Rezepte und keine elektronische Patientenakte geben.

Anzeige

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hält zwar an der Planung zur elektronischen Krankenversicherungskarte fest, will auf Lösungen für Rezepte und Patientenakte jedoch vorerst verzichten. Damit kommt die geplante elektronische Gesundheitskarte nur in abgespeckter Version, sagte er im Gespräch mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Der Artikel ist nur als kostenpflichtiges E-Paper verfügbar.

Rösler: "In der Region Nordrhein ist die elektronische Gesundheitskarte jetzt gestartet. Aber wir wollen prüfen, was bei dieser Karte sinnvoll ist und was nicht. Zunächst wird sie nur wenige Daten enthalten. Das sind die Stammdaten des Versicherten, ein Notfalldatensatz des Patienten und die Arzt-zu-Arzt-Kommunikation, der Arztbrief." Die Patientenakte auf der Karte und das elektronische Rezept habe er vorerst gestoppt, bis die Industrie nachgewiesen habe, dass die gespeicherten Daten technisch sicher sind. Die Industrie wolle auf der Cebit in Hannover die neue Karte vorstellen. Die Gesundheitskarte soll Teil einer Infrastruktur werden, mit der Ärzte auf zentral gespeicherte Notfalldaten, Arznei-Infos und Krankengeschichten zugreifen können.

Opposition stellt Sinnfrage

Als Erste reagierte Innenexpertin Petra Pau (Die Linke) auf die unerwartete Ankündigung Röslers. "Bisher galt die elektronische Gesundheitskarte als unsicher und teuer", sagte sie. Abgespeckt sei die E-Card vielleicht sicher, aber weiter immens teuer. Die geschätzten Kosten für die flächendeckende Einführung der Gesundheitskarte schwankten zwischen 700 Millionen und zwei Milliarden Euro, sagte Pau, die den Sinn des Projekts infrage stellte.

Erst am 4. November 2009 hatte Rösler erklärt, dass die Verteilung der Gesundheitskarte in der wichtigen Modellregion Nordrhein weitergehe. Die AOK Rheinland hatte die Auslieferung der E-Card zuvor nicht wie versprochen begonnen.


MegaWolf 09. Nov 2010

ich bin ein verfecter der digitalen Verwaltung meiner daten, weil ich in 18 Jahren...

Rulf 23. Dez 2009

das liegt an den koffern, an die sich unter anderen auch unser amtierender finanzminister...

Klarseher 21. Dez 2009

fully ack

Klarseher 21. Dez 2009

Dazu müsste er aber Samurai sein, denn Samurai != Japaner ;-)

Dietbert 21. Dez 2009

Diese Länder sind aber auch nicht mit dem deutschen Umstands-Gen geschlagen, jeden Furz...

Kommentieren




Anzeige
  1. Revisor (m/w) für die IT-Revision
    Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. Web-Redakteurin / Web-Redakteur
    Universität Passau, Passau
  3. Mitarbeiter (m/w) für Projektleitung im Bereich IT
    TÜV SÜD Gruppe, München
  4. Frontend Engineer (m/w)
    ICANS GmbH, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"

  2. PGP vs. Geheimdienste

    "PGP ist weiterhin sicher"

  3. USB-Sticks und Speicherkarten

    Pauschalabgaben sollen von 10 Cent auf knapp 2 Euro steigen

  4. Samsung XE300

    Google Chromebox versehentlich ausgeliefert

  5. Bang! Lamp

    Eine Design-Lampe zum Abknallen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 380 | letzter Beitrag 10:07 Uhr

  2. Kommentare: 216 | letzter Beitrag 24.05. 15:00

  3. Kommentare: 210 | letzter Beitrag 09:43 Uhr

  4. Kommentare: 197 | letzter Beitrag 09:43 Uhr

  5. Kommentare: 178 | letzter Beitrag 05:14 Uhr

Mehr


  1. Anstößige Animationen

    Cinemagram-App wieder in Apples App Store

  2. The Elder Scrolls 5 Skyrim

    Update für Kämpfe hoch zu Ross

  3. Google Maps

    Behörde verschleudert Bundesdaten an Google

  4. iOS

    Facebook bringt eigene Kamera-App auf den Markt

  5. Urheberrechtsverletzungen

    Google löscht monatlich über 1 Million URLs aus dem Index

  6. Zulieferer

    Sony soll iPhone 5 mit In-Cell-Touchscreen ausrüsten

  7. HP

    Akku-Multifunktionsgerät zum Mitnehmen

  8. Apple, Foxconn und Sharp

    Displayfabrik für Smartphones und Tablets

  9. Bang! Lamp

    Eine Design-Lampe zum Abknallen

  10. Rüstung

    Ramsch-Technik aus China in US-Waffensystemen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Smartphones und Tablets: Fünf Nexus-Geräte zum fünften Geburtstag von Android?
Smartphones und Tablets
Fünf Nexus-Geräte zum fünften Geburtstag von Android?

Angeblich am 5. November 2012 wird Google gleich fünf Nexus-Geräte vorstellen oder anbieten. Denn an dem Tag ist der fünfte Geburtstag von Android, das 2007 angekündigt wurde.

  1. Iconia Tab A510/A511 Lieferprobleme bei Acers Android-Tablets
  2. Acer Iconia Tab A700 Android-4-Tablet mit 10-Zoll-Full-HD-Display kommt im Juni
  3. Smartphones HTC nennt Termine für Android-4-Updates

F2, F8, F12: Windows 8 startet zu schnell
F2, F8, F12
Windows 8 startet zu schnell

Windows 8 kann auf entsprechender Hardware in weniger als 8 Sekunden booten. Dabei bleibt zu wenig Zeit, um den Bootvorgang zum Sprung ins Bios, ins UEFI-Menü oder in die Startauswahl von Windows zu unterbrechen.

  1. Dice Einige Frostbite-2-Spiele nur mit 64-Bit-Betriebssystem
  2. Windows RT Windows-Tablet-Lizenz soll angeblich 100 US-Dollar kosten
  3. Windows 8 Release Preview Microsoft verbessert Multi-Monitor-Unterstützung

Test-Video Ghost Recon Future Soldier: Neue Waffen, alte Feinde
Test-Video Ghost Recon Future Soldier
Neue Waffen, alte Feinde

Mehr Action, mehr Gadgets, mehr Spektakel: Ubisoft möbelt Ghost Recon auf - bietet in Future Soldier aber immer noch genug Taktik und Teamplay, um auch alte Fans an der Schusswaffe zu halten.


Zum Artikel