Das intelligente Stromnetz - Risiken und Nebenwirkungen

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Waschmaschine mit billigen Kilowattstunden betreiben

Die Kommunikation soll aber auch in umgekehrter Richtung funktionieren: So will der Versorger EnBW seinen Kunden künftig 24 Stunden im Voraus mitteilen, wie viel die Kilowattstunde im Verlauf des kommenden Tages kosten wird. Darauf hin soll der Kunde seine Waschmaschine zum günstigsten Preis laufen lassen. Sogar Gefrierschränke könnten ähnlich betrieben werden, wenn sie in der Lage wären, Kälte regelmäßig nachts zu speichern, um sie tagsüber wieder abzugeben. Von derartigen Entwicklungen ist dem Geschäftsführer Hausgeräte beim Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Werner Scholz, allerdings nichts bekannt. Seiner Meinung nach würde es allein "drei, vier, fünf Jahre dauern", bis sich die Geräte im Smartgrid steuern ließen.

Kommunikation tut aber nicht nur bei den Verbrauchern, sondern auch bei den Energieversorgern not: Für ein ausgeglichenes Netz müssen die Versorger permanent wissen, wie viel Energie von den Erzeugern - Solarkraftwerken, Windrädern und privaten Photovoltaik-Anlagen - angeboten wird. Bei Unterversorgung muss aus konventionellen Kraftwerken nachgefeuert werden, sollte es ein Überangebot geben, müssen entsprechende Speicher ­etwa in Form von Autobatterien parkender Fahrzeuge ­bereitstehen. An allen Ecken und Enden des künftigen Energieinformationsnetzes wird gemessen, gerechnet und geregelt. "Aus zeitlichen und ökonomischen Gründen" erscheint Paul J. Kühn, früher Leiter des Instituts für Kommunikationsnetze und Rechnersysteme (IKR) der Universität Stuttgart, der Aufbau eines gänzlich neuen Systems "nicht sinnvoll". Er empfiehlt stattdessen, "auf bestehende Kommunikationstechniken und -infrastrukturen aufzubauen und die gegebenen Randbedingungen hinsichtlich Heterogenität der Netztechnologien und -architekturen einzubeziehen."

Problem Datenschutz

Alexander Roßnagel, Professor für Umweltrecht an der Universität Kassel, formulierte die juristischen Forderungen dieses Netzes: Stromzähler und andere Geräte müssten den tatsächlichen Verbrauch nicht nur präzise messen, sondern auch manipulationssicher vor Angriffen des Verbrauchers, des Versorgers sowie von Dritten sein. Niemand außer dem Stromkunden selbst dürfe wissen, über welche Geräte er verfügt, geschweige denn den Stromverbrauch dieser Geräte im Detail kennen.

Claudia Eckert, Leiterin des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) und Inhaberin des Lehrstuhls für IT Sicherheit der Technischen Universität München, ist sich der Risiken bewusst, denen dieses Netz ausgesetzt sein wird, und verweist auf die Eindringlinge in das US-Stromnetz. "Beliebige Horrorszenarien sind denkbar - aber es gibt auch Hoffnung", ist sich Eckert sicher. "Für jede Angriffsmöglichkeit gibt es eine Abwehrmaßnahme. Wir müssen nur die vorhandenen Techniken adäquat anwenden."

Das Leuchtturmprojekt E-Energy wird von der Bundesregierung zwischen 2008 und 2012 mit 60 Millionen Euro unterstützt und soll,­ so die Eigenwerbung der Projektverantwortlichen, "das Smart Grid für Deutschland, das Internet der Energien mittels vieler Feldversuche beispielhaft und prototypisch erproben". Neben dem Staat bringen die in den sechs Modellregionen beteiligten Unternehmen weitere 80 Millionen Euro auf. Die Projekte stehen miteinander im Wettbewerb -­ alle Beteiligten wollten gern die eigene Entwicklung zum nationalen Standard deklariert sehen.

Das Wirtschaftsministerium hat das Beratungsunternehmen Baum Consult mit der Federführung der Begleitforschung beauftragt. Baum wird dabei von einem Konsortium aus den Technischen Universitäten in Darmstadt und München, dem Beratungsunternehmen Incowia sowie der Kommunikationsagentur LoeschHundLiepold unterstützt. [von Joachim Jakobs]

 Das intelligente Stromnetz - Risiken und Nebenwirkungen

Vandale 02. Jan 2010

Die Einspeisung ökologischer Energie wie Solarstrom und Windstrom folgt den Launen des...

M.Kessel 19. Dez 2009

.. und nicht zu vergessen ... Nachts einen Akku laden, um dann tagsüber .... :Headbang...

BioTextGen 17. Dez 2009

Maschinen einigen sich wenigstens auf Protokolle der Verständigung. Unter Menschen...

dafür soll es... 17. Dez 2009

Dafür soll es ja DE-Mail geben. Dort werden alle deine Rechnungen wieder direkt...

HohlSpiegel 17. Dez 2009

Weisst Du wie in Bankenrviertelen die Verchecker von Fingerschellenhälften heissen?

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