Abo
  • Services:
Anzeige

Daten unabsichtlich dem ganzen Internet freigeben

Harsche Kritik an Facebooks neuen Datenschutzeinstellungen

Facebook hat seine Datenschutzeinstellungen überarbeitet und vereinfacht. Nutzer haben jetzt die Möglichkeit einzustellen, wer welche ihrer Daten sehen kann. Voreingestellt ist jedoch ein sehr niedriges Datenschutzniveau, zudem sind einige Einstellungen verschwunden. US-Datenschützer kritisieren die Anpassungen.

Datenschützer wie die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) haben die neuen Datenschutzeinstellungen des sozialen Netzes Facebook kritisiert. Facebook hat auf Verlangen von Nutzern und Datenschützern die Bedingungen geändert - allerdings nicht unbedingt zum Besseren: Voreingestellt ist, dass die Nutzer Daten für Fremde oder das ganze Internet freigeben.

Anzeige

Datenschutz vereinfachen

Facebook hatte die Absicht, die etwas umständlichen Datenschutzeinstellungen zu vereinfachen. Das ist gelungen: Nutzer können jetzt einstellen, welcher ihrer Freunde welche Statusmeldungen, Fotos und andere Beiträge sehen kann. Die Einstellung gilt für den ganzen Bereich; der Nutzer kann aber auch für jeden Beitrag einzeln einstellen, ob nur Freunde, auch Freunde von Freunden oder sogar das ganze Internet ihn sehen kann.

Damit zwinge Facebook die Nutzer, sich mehr mit ihren Einstellungen, insbesondere bezüglich des Datenschutzes, auseinanderzusetzen, lobt EFF-Mitarbeiter Kevin Bankston in einem Kommentar die Änderungen. "In Anbetracht der Tatsache, dass viele, wenn nicht sogar die meisten Nutzer bisher einfach die von Facebook angebotenen Voreinstellungen übernommen haben, statt ihre Datenschutzeinstellungen selbst anzupassen, ist das wirklich eine gute Sache."

Unsichere Voreinstellung

Meldet sich der Nutzer bei Facebook an, wird er aufgefordert, seine Datenschutzeinstellungen anzupassen. Dabei bietet ihm Facebook verschiedene Optionen: alle Einträge nur Freunden oder allen Internetnutzern zugänglich machen. Letztere Möglichkeit ist bei einem Großteil der Angaben wie persönliche Daten, Freunde oder Statusmeldungen voreingestellt, Fotos sowie politische und religiöse Vorlieben können per Voreinstellung auch die Kontakte der eigenen Freunde einsehen, von denen ein großer Teil Unbekannte sein dürften. Diese Voreinstellungen gelten auch für neu angelegte Profile. Facebook empfiehlt den Nutzern explizit, diese Option zu übernehmen.

Ist der Nutzer unaufmerksam und schaut sich die Einstellungen nicht genau an, kann er unabsichtlich alle seine Daten und geposteten Inhalte für Fremde und das ganze Internet inklusive Google und anderer Suchmaschinen freigeben. Allerdings hat er stets die Möglichkeit, diese Einstellungen in seinem Profil wieder zu ändern.

Freunde sind immer sichtbar

Einige früher vorhandene Möglichkeiten, beispielsweise das Geschlecht, die Liste der eigenen Freunde oder die Mitgliedschaft in Gruppen zu verstecken, sind nach der Anpassung verschwunden. An dieser Stelle werde es "geradezu hässlich", so Bankston.

Trotz einiger positiver Punkte hält die EFF die neuen Bedingungen von Facebook im Ganzen für nicht sehr gelungen. "Die neuen Änderungen der 'Privatsphäre' sind ganz klar dazu da, die Facebook-Nutzer dazu zu bringen, noch mehr Daten als bisher öffentlich zugänglich zu machen. Schlimmer noch, die Veränderungen werden die Kontrolle, die die Nutzer über einige ihrer persönlichen Daten haben, sogar noch verringern", lautet Bankstons vernichtende Kritik. Nutzer, die die Kontrolle über ihre Privatsphäre behalten wollen, müssten sich überlegen, "ob die Teilnahme am neuen Facebook einen solchen extremen Abstrich bei der Privatsphäre wert ist."


eye home zur Startseite
istdochwahr 14. Dez 2009

Hier finde ich viele Beiträge von Personen, die kein(kaum) Web 2.0 nutzen. Ich denke die...

headache 14. Dez 2009

danke für den verstörenden hinweis ich weiss ja dass die latte immer höher geschraubt...

mh123 13. Dez 2009

Sorry, kommt folgende Meldung: Die von dir angeforderte Seite konnte nicht gefunden werden.

Verwundert 12. Dez 2009

Ich war 7 Jahre Freelancer und zwar erfolgreich bis ich bei einem Hauptkunden zu besten...

sim__ 12. Dez 2009

Der Hacken ist, dass es eben kein "jemand" ist, der dahinter steht.. es handelt sich um...


Datenhirn / 11. Dez 2009



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Detecon International GmbH, Köln, Frankfurt am Main
  2. operational services GmbH & Co. KG, Braunschweig
  3. T-Systems International GmbH, Bonn, Frankfurt am Main, Leinfelden-Echterdingen, München
  4. Robert Bosch GmbH, Crailsheim


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Asus GTX 1070 Strix OC, MSI GTX 1070 Gaming X 8G und Aero 8G OC)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  2. Tipps für IT-Engagement in Fernost
  3. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM


  1. Maru

    Quellcode von Desktop-Android als Open Source verfügbar

  2. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  3. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  4. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie

  5. Gigabit-Breitband

    Google Fiber soll Alphabet zu teuer sein

  6. Google-Steuer

    EU-Kommission plädiert für europäisches Leistungsschutzrecht

  7. Code-Gründer Thomas Bachem

    "Wir wollen weg vom Frontalunterricht"

  8. Pegasus

    Ausgeklügelte Spyware attackiert gezielt iPhones

  9. Fenix Chronos

    Garmins neue Sport-Smartwatch kostet ab 1.000 Euro

  10. C-94

    Cratoni baut vernetzten Fahrradhelm mit Crash-Sensor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lernroboter-Test: Besser Technik lernen mit drei Freunden
Lernroboter-Test
Besser Technik lernen mit drei Freunden
  1. Kinderroboter Myon Einauge lernt, Einauge hat Körper
  2. Landwirtschaft 4.0 Swagbot hütet das Vieh
  3. Künstliche Muskeln Skelettroboter klappert mit den Zähnen

Mobilfunk: Eine Woche in Deutschland im Funkloch
Mobilfunk
Eine Woche in Deutschland im Funkloch
  1. Netzwerk Mehrere regionale Mobilfunkausfälle bei Vodafone
  2. Hutchison 3 Google-Mobilfunk Project Fi soll zwanzigmal schneller werden
  3. RWTH Ericsson startet 5G-Machbarkeitsnetz in Aachen

No Man's Sky im Test: Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
No Man's Sky im Test
Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
  1. No Man's Sky für PC Läuft nicht, stottert, nervt
  2. No Man's Sky Onlinedienste wegen Überlastung offline
  3. Hello Games No Man's Sky bekommt Raumstationsbau

  1. Re: IMHO: FTTH ist auch ziemlicher overkill

    ChMu | 13:37

  2. Re: OT: Galaxy S5 bekommt auch Update

    Niaxa | 13:37

  3. Re: Der schwerste Schritt für Entwickler

    Strongground | 13:37

  4. Re: Golem vergleicht Äpfel mit Birnen

    hum4n0id3 | 13:36

  5. Re: Nur um das nochmal klar zu stellen

    pythoneer | 13:32


  1. 12:59

  2. 15:33

  3. 15:17

  4. 14:29

  5. 12:57

  6. 12:30

  7. 12:01

  8. 11:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel