UK: Virgin Media will 1,6 Millionen Kunden überwachen

Musiktausch in Peer-to-Peer-Netzen soll gemessen werden

Virgin Media, einer der größten britischen Internetprovider, wird den Internetverkehr von 1,6 Millionen seiner Kunden in Echtzeit überwachen. Mittels Deep Package Inspection (DPI) soll so der Umfang des illegalen Musiktausches ermittelt werden.

Anzeige

Wie groß ist das Problem des illegalen Filesharings von urheberrechtlich geschützter Musik tatsächlich? Das in den kommenden Monaten herauszufinden hat sich einer der größten britischen Internetprovider vorgenommen. Virgin Media wird zu diesem Zweck den Datenverkehr von rund 40 Prozent seiner Kunden in Echtzeit überwachen, berichtet The Register. Betroffen sind rund 1,6 Millionen der 4 Millionen Virgin-Media-Kunden. Die Untersuchung des Datenverkehrs erfolgt mittels Deep Package Inspection (DPI). Die Systeme dafür liefert Detica, eine Tochter des Rüstungskonzerns BAE Systems. Bei dieser beispiellosen Überwachungsaktion soll die Anonymität der Kunden gewahrt bleiben.

Das CView-System von Detica "öffnet" alle Datenpakete und typisiert sie. Datenpakete, die den P2P-Protokollen eDonkey, Gnutella oder Bittorrent zugeordnet werden können, werden zur weiteren Untersuchung herangezogen. Zuerst wird aus Datenschutzgründen die IP-Adresse in den Paketen durch eine zufällig erzeugte ID ersetzt. Aus Paketen, die zu einer P2P-Session gehören, wird dann der Inhalt so weit extrahiert, dass daraus ein akustischer Fingerabdruck berechnet werden kann. Dieser Fingerabdruck wird danach mit einer Datenbank von Fingerabdrücken urheberrechtlich geschützter Musikstücke abgeglichen. Auf diese Weise sollen geschützte und ungeschützte Musikstücke hinreichend zuverlässig unterschieden werden können.

Die Untersuchung soll über mehrere Monate laufen. Anhand der gefundenen Fingerabdrücke sollen anschließend umfangreiche Statistiken über den Umfang des illegalen Musiktausches erstellt werden. Die Ergebnisse könnten dann beispielsweise im Rahmen des neuen Digital-Britain-Gesetzes dazu verwendet werden, die vorgesehenen technischen Maßnahmen gegen Filesharer zu realisieren. [von Robert A. Gehring]


mmm123 16. Dez 2009

Würde mich nicht wundern! Aber bringen tut's nicht viel. Archivdateien, Containerformate...

Jakelandiar 14. Dez 2009

Dann hast du einfach nur eine scheiß Quelle :-) Muss dich da leider enttäuschen aber ich...

spanther 11. Dez 2009

Bin immer ehrlich! :) Hätte ja auch nichts davon, absichtlich Dinge zu verdrehen und...

nicoledos 11. Dez 2009

Wie DPI funktioniert: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/1408271.htm http...

nicoledos 11. Dez 2009

jetzt Liefern schon die großen Rüstungskonzerne Waffensysteme gegen Raubkopierer. da...

Kommentieren




Anzeige
  1. Mitarbeiter (m/w) für Projektleitung im Bereich IT
    TÜV SÜD Gruppe, München
  2. Java Software Entwickler (m/w)
    Information Factory Deutschland GmbH, Nürnberg
  3. Web-Redakteurin / Web-Redakteur
    Universität Passau, Passau
  4. Entwicklungsingenieur (m/w) im Bereich Computation & Imaging
    Thorlabs GmbH, Lübeck

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Kim Dotcom

    "Gebt mir meine Rechner zurück!"

  2. PGP vs. Geheimdienste

    "PGP ist weiterhin sicher"

  3. USB-Sticks und Speicherkarten

    Pauschalabgaben sollen von 10 Cent auf knapp 2 Euro steigen

  4. Bang! Lamp

    Eine Design-Lampe zum Abknallen

  5. Samsung XE300

    Google Chromebox versehentlich ausgeliefert


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 378 | letzter Beitrag 03:00 Uhr

  2. Kommentare: 216 | letzter Beitrag 24.05. 15:00

  3. Kommentare: 209 | letzter Beitrag 09:01 Uhr

  4. Kommentare: 195 | letzter Beitrag 09:23 Uhr

  5. Kommentare: 178 | letzter Beitrag 05:14 Uhr

Mehr


  1. Google Maps

    Behörde verschleudert Bundesdaten an Google

  2. iOS

    Facebook bringt eigene Kamera-App auf den Markt

  3. Urheberrechtsverletzungen

    Google löscht monatlich über 1 Million URLs aus dem Index

  4. Zulieferer

    Sony soll iPhone 5 mit In-Cell-Touchscreen ausrüsten

  5. HP

    Akku-Multifunktionsgerät zum Mitnehmen

  6. Apple, Foxconn und Sharp

    Displayfabrik für Smartphones und Tablets

  7. Bang! Lamp

    Eine Design-Lampe zum Abknallen

  8. Rüstung

    Ramsch-Technik aus China in US-Waffensystemen

  9. AVM

    Beta-Firmware gegen Fritzbox-Sicherheitslücke

  10. Miniaturisierung

    Gigabyte will leichtestes Notebook der Welt bauen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Linux in Unternehmen: "Die Zeit der Grabenkämpfe ist vorbei"
Linux in Unternehmen
"Die Zeit der Grabenkämpfe ist vorbei"

Open Source muss sich als Konzept nicht mehr behaupten, sagt Johannes Loxen auf dem Linuxtag 2012. Stattdessen müssen sich OSS-Projekte jetzt den üblichen Marktmechanismen stellen - und damit rechnen, dass proprietäre Software für Kunden manchmal die bessere Lösung ist.

  1. Linuxtag 2012 Vortragsprogramm veröffentlicht

Linux Mint 13: Maya kommt mit Mate, Cinnamon und MDM
Linux Mint 13
Maya kommt mit Mate, Cinnamon und MDM

Linux Mint 13 alias "Maya" bietet Nutzern zwei alternative Desktops zur Auswahl an, die den Machern zufolge zu den besten derzeit verfügbaren Desktops zählen und perfekt in Linux Mint integriert sind.

  1. Kubuntu Blue Systems statt Canonical als Sponsor
  2. Linux Mint LXDE-Abkömmling von Lisa 12 veröffentlicht
  3. Linus Torvalds Linux-Erfinder schimpft über zu viel Sicherheit in Opensuse

Windows 8: Internet Explorer 10 angeblich mit integriertem Flash
Windows 8
Internet Explorer 10 angeblich mit integriertem Flash

Der Internet Explorer 10 könnte unter der neuen Metro-Oberfläche von Windows 8 Adobe Flash doch unterstützen, obwohl die Metro-Version des IE keine Plugins unterstützen wird.

  1. Microsoft Verwirrung um Update auf Windows Phone 8
  2. Microsoft Windows 8 heißt Windows 8 und kommt in vier Editionen
  3. Test-Video Fluch und Segen der Windows 8 Consumer Preview

Zum Artikel