Anzeige

Rambus muss Patentgebühren für DRAM-Chips senken

EU erreicht nach zweijähriger Prüfung Zugeständnisse

Rambus soll seine Konkurrenten bei DRAMs in einen Patenthinterhalt gelockt haben. Der Chiptechnikentwickler hat jetzt zusagen müssen, seine Patentgebühren zu senken. Die Untersuchung dauerte zwei Jahre.

Anzeige

Der Chiptechnikentwickler Rambus kann durch Zugeständnisse an die EU-Kommission ein Bußgeld abwenden. Das US-Unternehmen hatte sich verpflichtet, bei der Erhebung von Gebühren für bestimmte Patente auf DRAM-Chips Obergrenzen einzuhalten. Die Europäische Kommission hat nun die Zusagen für rechtsverbindlich erklärt, gab die Behörde bekannt. Die Untersuchung lief bereits seit Sommer 2007.

Im Juli 2007 hatte die EU Rambus erstmals vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung auf dem DRAM-Markt auszunutzen. Die Wettbewerbsbehörde vermutete, dass Rambus die Branche in einen sogenannten Patenthinterhalt gelockt haben könnte, indem der Entwickler zunächst vorsätzlich verschwieg, Patente und Patentanmeldungen zu besitzen, die für die JEDEC-Norm relevant waren, und anschließend Lizenzgebühren erhob. Die US-amerikanische Normungsorganisation JEDEC hat eine branchenweite Norm für DRAMs entwickelt, der rund 95 Prozent aller auf dem Markt erhältlichen DRAMs entsprechen.

Rambus muss die Zusagen für Produkte nach den JEDEC-Normen für fünf Jahre weltweit einhalten. Weiter habe Rambus zugesagt, keine Lizenzgebühren für SDR- und DDR-Chipnormen zu erheben, die zu Zeiten der JEDEC-Mitgliedschaft von Rambus angenommen wurden. Zudem soll für künftige JEDEC-DRAM-Normen für DDR2 und DDR3 eine Lizenzgebühr von höchstens 1,5 Prozent gelten, statt der 3,5 Prozent, die Rambus für Chips nach der DDR-Norm berechnet.

"Effektive Normungsverfahren sollten diskriminierungsfrei, offen und transparent sein, damit Leistungswettbewerb gewährleistet ist", sagte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Missbräuchliche Praktiken bei der Normung könnten innovationsschädlich wirken und die Preise hochtreiben. Falls Rambus seine Verpflichtungszusagen nicht einhält, kann die EU Geldbußen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes verhängen.


eye home zur Startseite
Autor 10. Dez 2009

An wen? An abgewickelte Firmen wie Qimonda? Das wurde von Rambus mit Sicherheit schon...

Kommentieren



Anzeige

  1. Expert (m/w) Information Security
    Deutsche Post DHL Group, Bonn
  2. IT Consultant (m/w) Pharma und Medizin
    Rainer-IT GmbH, Neu-Ulm
  3. Solution Inhouse Consultant PLM (m/w)
    Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  4. Senior Inhouse Consultant PLM (m/w)
    PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, Blomberg

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Mobilfunk

    Störung zwischen E-Plus-Netz und Telekom

  2. Bug-Bounty-Programm

    Facebooks jüngster Hacker

  3. Taxidienst

    Mytaxi-Bestellungen jetzt per Whatsapp möglich

  4. Koalitionsstreit über WLAN

    Merkel drängt auf rasche Einigung zu Störerhaftung

  5. Weltraumteleskop Hitomi

    Softwarefehler zerstört japanisches Röntgenteleskop im Orbit

  6. Sailfish OS

    Jolla sichert sich Finanzierung über 12 Millionen US-Dollar

  7. Lede Project

    OpenWRT-Kernentwickler starten eigenen Fork

  8. Tim Höttges

    Telekom-Chef nennt Frage nach FTTH "sinnfrei"

  9. VR

    Wir haben eine Küche in New York

  10. Smart Home

    Devolo stellt drei neue Bausteine für Home Control vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Netzpolitik: Edward Snowden ist genervt
Netzpolitik
Edward Snowden ist genervt
  1. NSA-Affäre BND-Chef Schindler muss offenbar gehen
  2. Panama-Papers 2,6 TByte Daten zu dubiosen Offshore-Firmen
  3. ZDFInfo am Karfreitag Atari, Chaos Computer Club und Killerspiele

Cybertruppe: Die Bundeswehr sucht händeringend Nerds
Cybertruppe
Die Bundeswehr sucht händeringend Nerds
  1. Mit Raketenantrieb Magnetschwebeschlitten stellt Geschwindigkeitsrekord auf
  2. Sweep US-Startup Scanse entwickelt günstigen Lidar-Sensor
  3. Sensoren Künstliche Haut besteht aus Papier

Cloudready im Test: Ein altes Gerät günstig zum Chromebook machen
Cloudready im Test
Ein altes Gerät günstig zum Chromebook machen
  1. Acer-Portfolio 2016 Vom 200-Hz-Curved-Display bis zum 15-Watt-passiv-Detachable

  1. Dann mal her mit'ner Liste

    DebugErr | 15:22

  2. Re: Wäre auch für DD-WRT sinnvoll [kwT]

    RaZZE | 15:21

  3. Re: Wieso immer Telefonminuten dabei?

    RicoBrassers | 15:21

  4. Re: Das sind 550 km

    Berner Rösti | 15:21

  5. Re: Hört auf auf die Politiker einzuhacken...

    tingelchen | 15:20


  1. 15:26

  2. 15:23

  3. 15:06

  4. 15:06

  5. 14:17

  6. 13:56

  7. 13:18

  8. 12:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel