BMW verliert Glauben an den Wasserstoffantrieb
Wie die Konkurrenten Daimler und Audi geht auch das Management von BMW davon aus, dass noch am Ende der kommenden Dekade mindestens 85 Prozent der verkauften Autos mit Benzin einen reinen Benzin- oder Dieselantrieb haben werden. Der Verbrauch lässt sich mit technischen Veränderungen noch erheblich drücken. So sollen künftig Nebenaggregate wie Wasserpumpen oder Klimaanlagen mit zurückgewonnener Leerlauf- und Bremsenergie angetrieben werden. Der so entlastete Motor könnte deutlich effizienter arbeiten.
"Mitteklasselimousinen werden 2015 einen Normverbrauch von 3,x Litern haben. Es wird nur sehr teuer für Hersteller und Kunden", sagt Engelbert Wimmer von der Beratungsagentur PA Consult. "Mittelfristig braucht BMW auch Partner in der Motorentechnik, um die hohen Entwicklungsausgaben nicht allein zu stemmen", sagt Wimmer. Bislang verhandelt BMW mit Peugeot. Doch seit vergangener Woche bereiten die Franzosen die Übernahme von Mitsubishi vor.
Partner braucht BMW auch beim Elektroantrieb. Bis 2014 wollen die Münchener unter der eigenen Marke eine Familie von kleinen, wendigen Stadtautos mit Elektromotor auf den Markt bringen. Erst im August haben sich die Münchener mit SB Li Motive verbündet. Das Joint Venture von Bosch und Samsung soll BMW mit Batterien beliefern.
Mindestens so entscheidend für den Erfolg der BMW-Elektrofahrzeug-Pläne ist aber ein Joint Venture mit der Wiesbadener SGL Carbon. Beide Unternehmen gründeten Ende Oktober 2009 ein Joint Venture für die großindustrielle Herstellung von Kohlefaserkomponenten für die Autoindustrie. Die leichten, aber sehr stabilen Komponenten sollen das hohe Gewicht der Batterien kompensieren und den Einsatz von Elektroautos wirtschaftlich machen. Geplant sind mindestens zwei Fabriken und Investitionen bis zu 230 Millionen Euro. Begleitet wird das Projekt von der Unternehmerin Susanne Klatten, die sowohl bei BMW als auch bei SGL Carbon Großaktionärin ist.
Wie schnell sich die hohen Investitionen in die Elektrofahrzeuge rechnen, ist offen. Während Frankreich, die USA und China hohe Förderungsprogramme in die Elektrofahrzeuge angekündigt haben, hält sich die Bundesregierung bislang zurück. "Wir brauchen Klarheit über die Förderung in Deutschland", sagte Draeger. "Ich würde mir wünschen, dass die Bundesregierung das Thema mehr bündelt und mit mehr Nachdruck behandelt". Unabhängig von der Politik hat BMW angekündigt, die CO2-Emissionen seiner Fahrzeugflotte bis zum Jahr 2020 um 25 Prozent zu reduzieren. [von Markus Fasse / Handelsblatt]
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Zitat: "einfach ohne zu Blinken und in den Rückspiegel zu schauen einfach mal raus ziehen...
/applause endlich mal jemand mit vernunft. genau wie in dem beispiel des lcd-tv wirds...
"bmw - einer von emotionen geprägten premiummarke -" ymmd
Hach ja, du glaubs auch, die vollen Wasserstofftanks wachsen auf Bäumen, oder? Reiner...
Daher ist es wichtig, die Forschung voran zu bringen. Heute wird bei weitem weniger...
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