Spieletest: Saboteur - Blondinen und Bomben in Paris
Jedes zerstörte Nazi-Lager, jeder vernichtete Panzer und alles aus dem Weg gebombte Equipment der Deutschen sorgt dafür, dass der Einfluss der Nazis schwindet - Areal für Areal verlieren sie so, der Zulauf der Widerstandsbewegung nimmt zu. Allerdings laufen die Sabotageaktionen natürlich nicht problemlos ab, immer wieder wird der irische Bombenleger von den Besatzern entdeckt und muss gegen sie kämpfen. Das effektivste Mittel ist allerdings zumeist, einfach wegzulaufen. Ähnlich wie in Assassin's Creed informiert eine Bildschirmanzeige dann drüber, ob Devlin den Nazi-Schergen entkommen ist oder sich noch in Gefahr befindet. An manchen Stellen ist es auch sinnvoll, sich von hinten an die Gegner zu schleichen und sie durch einen gezielten Angriff zur Strecke zu bringen - und dann selbst in ihre Uniform zu schlüpfen, um unerkannt weiter arbeiten zu können.
Wirklich gelungen ist die Einbeziehung der Optik ins Spielgeschehen. Zu Beginn ist Paris eine düstere, in Schwarz und Weiß gehaltene Stadt mit tiefroten, das Böse symbolisierenden Farbsprengseln. Jedes Areal, das die Widerstandsbewegung zurückerobert hat, kann sich nicht nur der Freiheit, sondern auch an Farbe erfreuen: Schritt für Schritt wird aus dem düsteren und unwirtlichen Szenario wieder eine traumhaft schöne Metropole.
Allerdings reicht die Begeisterung über den ungewöhnlichen Grafikstil nicht bis ins letzte Detail - bei genauem Hinsehen gibt es kleinere Ärgernisse wie ein paar Grafikfehler, grob aufgelöste Texturen oder fehlende Details. Saboteur ist in technischer Hinsicht sicherlich nicht das am meisten beeindruckende Actionspiel der letzten Monate.
Es gibt aber leider noch mehr Anlass zur Kritik. Die Bedienung der Action- und Geschicklichkeitspassagen ist manchmal ein Ärgernis - Schießen oder Klettern funktioniert in anderen Actionspielen besser. Zudem stellt sich nach einigen Missionen eine gewisse Monotonie ein, denn viele Aufgaben wiederholen sich nach einer gewissen Zeit.
Saboteur ist für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation 3 erhältlich und kostet 50 (PC) beziehungsweise 60 Euro (Konsolen). Das Programm setzt auf PC mindestens eine Dual-Core-CPU mit 2,4 GHz voraus, benötigt 2 GByte Arbeitsspeicher und eine Grafikkarte, die DirectX 9.0c beherrscht. Auf der Festplatte belegt es rund 7 GByte. Große Probleme unter anderem in Form regelmäßiger Abstürze gibt es mit Grafikkarten von ATI - etwa der beim Test verwendeten Radeon 4850. Das Programm verwendet einen Kopierschutz, dessentwegen die DVD beim Start immer eingelegt sein muss. Wer mag, kann sich bei EA registrieren und über seinen Account das Spiel auch auf anderen Rechnern installieren - der Datenträger muss aber auch dort zum Start vorhanden sein. Die deutsche Version, die keine verbotenen Symbole enthält, hat von der USK eine Einstufung ab 18 Jahren erhalten.
Fazit
Pandemic gebührt großer Respekt dafür, dass es mit seinem Abschiedswerk ein so ungewöhnliches Spiel im viel zu häufig genutzten Zweite-Weltkrieg-Szenario geschaffen hat. Die Schauplätze, die Story, die frei erkundbare Welt und der ungewöhnliche Grafikstil machen Saboteur zu einer ebenso außergewöhnlichen wie lohnenden Erfahrung. Leider nicht zu einer vollständig gelungenen: Detailmängel bei der Grafik, gelegentliche Steuerungsprobleme und die auf Dauer monotone Aufgabenstellung sorgen für nicht uneingeschränkte Begeisterung.
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ich!
SecuROM v7
Wenn man danach geht, dann ist Mafia auch eine billige GTA Kopie. Saboteur sieht...
Das strunzdumme KI-Video von denen kann ich genauso auch in GTA erstellen, da wollte...
Soweit ich es mehrmals gelesen habe, werden die Bereiche farbig, welche zuvor vom...
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