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Jugendliche nutzen häufiger Internet als FernsehenTV bei täglicher Nutzung hinter dem Computerdisplay
Fernseher und Internet sind für Jugendliche fast von identischer Bedeutung, doch bei der täglichen Nutzung in der Freizeit liegt das Internet vorne. Das Fernsehen nutzen 63 Prozent täglich, das Internet 65 Prozent. Das ergab die am 27. November 2009 vorgestellte neue Ausgabe der Studienreihe JIM (Jugend, Information, Multi-Media), die das Medienverhalten der Zwölf- bis 19-Jährigen in
Deutschland repräsentativ abbilden will.
Ihre tägliche Fernsehnutzungsdauer schätzen die Jugendlichen auf 137 Minuten, 134 Minuten verbringen sie im Internet. 90 Prozent sehen mehrmals pro Woche fern, ebenso häufig wird das Internet genutzt. Drei Viertel der Befragten haben einen eigenen Computer und nur noch 60 Prozent ein eigenes Fernsehgerät. Knapp die Hälfte ihrer Nutzungszeit verbringen Jugendliche in sozialen Netzwerken, nutzen Instant Messenger und den E-Mail-Dienst. Die JIM-Studie erscheint jährlich, wird von zwei Landesmedienanstalten, dem Südwestrundfunk (SWR) und der Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) herausgegeben und ist darum eher dem Fernsehen und den Printmedien verpflichtet. Für knapp die Hälfte der Themen, für die sich Jugendliche interessieren, wird das Internet als die bevorzugte Informationsquelle angegeben. Dies gilt für persönliche Probleme, Musik, Ausbildung und Beruf, Internet, Computer und Konsolenspiele sowie das Handy und Konzerte vor Ort. Das Fernsehen ist beim aktuellen Zeitgeschehen, Bundespolitik, Sport und Stars wichtiger. Die Zeitung ist bei Lokalpolitik das am meisten genannte Informationsmedium und kommt bei lokalen Konzerten und Bundespolitik an zweiter Stelle. Beim Thema Mode informieren sich Jugendliche zuerst in Zeitschriften. Online werden dann größtenteils Suchmaschinen genutzt, um an die gewünschten Inhalte zu gelangen. Informationen zum aktuellen Zeitgeschehen werden in erster Linie auf den Seiten der großen Provider gesucht. Über Musik informiert sich die Jugend im Internet vornehmlich bei Videoportalen. Das Informationsbedürfnis an Mode wird online in Kaufportalen, an Sport bei Sportportalen gedeckt. Wikipedia spielt bei der Onlinenutzung nur bei persönlichen Problemen und Internetthemen eine große Rolle, so die JIM-Studie 2009. (asa)
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