Infineon-Chef erwartet mehrere positive Jahre

Halbleiterbranche startet zur Aufholjagd

Die Chipindustrie erholt sich deutlich schneller von der Rezession als erwartet. Die Chancen auf ein lang anhaltendes Wachstum sind nach Ansicht von Infineon-Chef Peter Bauer gut, das sehen auch die Marktforscher so. Den Herstellern winken im kommenden Jahr schon wieder zweistellige Umsatzzuwächse. Das hilft auch den Fabriken in Deutschland.

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Der Absturz der vergangenen zwölf Monate ist vorbei, die Chipindustrie blickt wieder optimistisch in die Zukunft. "Ich glaube, drei bis vier positive Jahre in der Halbleiterbranche liegen vor uns", sagte Infineon-Chef Peter Bauer im Interview mit dem Handelsblatt. Marktforscher teilen diese Ansicht. Sie sehen für das kommende Jahr schon wieder zweistellige Umsatzzuwächse bei den Herstellern.

Im ersten Halbjahr 2009 musste Infineon - wie die meisten anderen Chipkonzerne weltweit - einen heftigen Einbruch der Erlöse sowie tiefrote Zahlen hinnehmen. Doch seit einigen Wochen geht es wieder aufwärts. Sollte es nicht noch schwere Verwerfungen in der Weltwirtschaft geben, werde sich diese gute Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzen, ist Infineons Vorstandssprecher Bauer überzeugt.

Weil der Aufschwung so überraschend einsetzte, kommt Europas zweitgrößter Chiphersteller mit den Lieferungen zum Teil gar nicht mehr nach. "Was jetzt stattfindet, ist eine Aufholjagd", betonte Bauer. Da die Bauteile zum Teil extrem begehrt sind, werden sie derzeit oft per Expressfracht rund um den Globus befördert.

Analysten sehen die Entwicklung ähnlich positiv. Noch Anfang des Jahres haben die Marktforscher von iSuppli einen Umsatzeinbruch der Industrie von einem Fünftel für 2009 vorhergesagt. Inzwischen rechnen die Elektronikexperten aus Amerika lediglich mit einem globalen Rückgang von zwölf Prozent auf 227 Milliarden US-Dollar. "2009 wird weniger schmerzlich, als wir erwartet hatten", sagt iSuppli-Analyst Dale Ford.

Infineon-Chef erwartet mehrere positive Jahre 

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