Ericsson kauft das nordamerikanische GSM-Geschäft von Nortel

Weltmarktführer holt sich weitere Teile des insolventen Konkurrenten

Die Zerschlagung des kanadischen Telekommunikations- und Netzwerksausrüsters Nortel Networks schreitet voran. Ericsson hat sich zusammen mit der österreichischen Kapsch CarrierCom das GSM-Geschäft in Nordamerika einverleibt. Zu den dortigen Kunden gehört auch T-Mobile USA.

Anzeige

Ericsson hat Teile der Nortel-Sparte Carrier Networks gekauft, die das GSM-Geschäft in den USA und Kanada betreffen. Der Kaufpreis liegt bei 70 Millionen US-Dollar, gab der schwedische Mobilfunkausrüster bekannt. Der Erwerb erfordert noch die Zustimmung von kanadischen und US-amerikanischen Gerichten sowie von Wettbewerbsbehörden.

Ericsson hatte letzte Woche erklärt, den Erwerb von Nortels CDMA- und LTE-Vermögenswerten in Nordamerika abgeschlossen zu haben. Der Weltmarktführer hatte im Juni angekündigt, dass der Kaufpreis bei 1,13 Milliarden US-Dollar liegen werde. GSM (Global System for Mobile Communications) ist weltweit der wichtigste 2G-Mobilfunkstandard. Der rivalisierende 2G-Standard Code Division Multiple Access (CDMA) ist in Nordamerika etwa gleichbedeutend.

Das aktuelle Gebot von Ericsson erfolgte gemeinsam mit dem österreichischen Unternehmen Kapsch CarrierCom, das Technologie für Betreiber von Fest-, Mobil- und Datennetzen anbietet. Kapsch erwirbt für einen Preis von 33 Millionen US-Dollar GSM-Unternehmensbereiche von Nortel außerhalb Nordamerikas.

Mit der Vereinbarung erhält Ericsson auch die Kundenaccounts des nordamerikanischen Mobilfunkbetreibers AT&T und von T-Mobile USA. "Außerdem wird Ericsson rund 350 Nortel-Mitarbeitern eine Anstellung anbieten. Das nordamerikanische GSM-Geschäft von Nortel erzielte im Jahre 2008 einen Umsatz von rund 400 Millionen US-Dollar", hieß es von Ericsson.

Der im kanadischen Toronto ansässige Ausrüster Nortel hatte im Januar 2009 Insolvenz angemeldet und erklärt, wichtige Geschäftsbereiche verkaufen zu wollen. Radware, ein israelischer Hersteller von Application-Delivery-Systemen, kaufte den Application-Switch-Geschäftsbereich von Nortel. Im Juni bot das deutsch-finnische Joint Venture Nokia Siemens Networks (NSN) 650 Millionen US-Dollar für die Funknetzwerksparte Nortel, ging aber leer aus, weil Ericsson das Rennen machte. Avaya übernahm im September für 915 Millionen US-Dollar den Nortel-Networks-Geschäftsbereich Enterprise Solutions. Vor wenigen Tagen hatte Nortel zudem die optische Netzwerksparte an Ciena verkauft.


Deejay2k1 25. Nov 2009

Der Kaufpreis liegt genau genommen bei 70 Million € und nicht Dollar. Siehe auch: http...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP-Berater (m/w) Inhouse für die HR IT-Systemlandschaft
    Unitymedia KabelBW GmbH, Köln
  2. Fachbereichsleiter Bildungsförderung (m/w)
    Datenzentrale Baden-Württemberg, Stuttgart
  3. SAP - HR Key User (m/w)
    Porsche Holding Salzburg über NP Neumann & Partners, Salzburg (Österreich)
  4. Systemadministrator Microsoft und Exchange (m/w)
    Nemetschek AG, München

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. Vorbestell-Aktion: Batman: Arkham Knight
    Vorbesteller erhalten gratis einen Bonus-Code für die Harley Quinn Challenge-Maps
  2. TOPSELLER: Sid Meier's Starships [PC Steam Code]
    8,74€
  3. The Order: 1886 (uncut) Steelbook - [PlayStation 4]
    64,95€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Metashop

    Zalando will innerhalb von 30 Minuten liefern

  2. Mathias Döpfner

    Axel-Springer-Chef wird Vodafone-Aufsichtsrat

  3. Goodgame Studios

    Wachstum mit der umsatzstärksten App aus Deutschland

  4. Volvo Lifepaint

    Reflektorfarbe aus der Dose schützt Radfahrer

  5. Projekt-Hosting

    Tagelanger DDoS-Angriff auf Github

  6. Samsung

    Galaxy S4 bekommt Lollipop

  7. Deutsche Bahn

    WLAN im Nahverkehr in einigen Jahren

  8. Lords of the Fallen

    Partner wirft Deck 13 "mangelhafte Ausführung" vor

  9. Galaxy S6 Edge im Test

    Keine ganz runde Sache

  10. Biohacking

    Nachtsicht wie ein Tiefseefisch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Raspberry Pi 2: Die Feierabend-Maschine
Raspberry Pi 2
Die Feierabend-Maschine
  1. GCHQ Bastelnde Spione bauen Raspberry-Pi-Cluster
  2. Raspberry Pi 2 Fotografieren nur ohne Blitz
  3. Internet der Dinge Windows 10 läuft kostenlos auf dem Raspberry Pi 2

Gnome 3.16 angesehen: "Tod der Nachrichtenleiste"
Gnome 3.16 angesehen
"Tod der Nachrichtenleiste"
  1. Server-Technik Gnome erstellt App-Sandboxes
  2. Display-Server Volle Wayland-Unterstützung für Gnome noch dieses Jahr
  3. Linux Gnome-Werkzeug soll für bessere Akkulaufzeiten sorgen

Openstack: Viele brauchen es, keiner versteht es - wir erklären es
Openstack
Viele brauchen es, keiner versteht es - wir erklären es
  1. Cebit 2015 Das Open Source Forum debattiert über Limux

  1. Re: Kann amazon da nichts machen?

    RapidStrikeCS-18 | 19:29

  2. Re: ähm

    Der mit dem Blubb | 19:29

  3. Re: Ruckelorgie. Mit jedem update schlechter

    plutoniumsulfat | 19:28

  4. Zalando soll bitte einfach nur pleite gehen

    Unix_Linux | 19:28

  5. Re: Nichts für Ungut, aber...

    Moe479 | 19:28


  1. 19:05

  2. 16:54

  3. 16:22

  4. 14:50

  5. 13:48

  6. 12:59

  7. 12:48

  8. 12:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel