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Roboter in der SeniorenpflegeFeldversuch in einer neuseeländischen Seniorensiedlung
Immer wieder ist die Rede davon, dass die Pflege von Senioren künftig ein wichtiges Anwendungsgebiet für Roboter sein wird. In Neuseeland haben die Universität von Auckland und die Rentnersiedlung Selwyn Retirement Village im Aucklander Vorort Point Chevalier eine Studie durchgeführt, um herauszufinden, welche Anforderungen ein Pflegeroboter erfüllen sollte.
Senioren, Angehörige und Pfleger befragt "Robotische Helfer können zur Pflege beitragen, wenn die Bevölkerung altert. Designer müssen aber verstehen, wie ältere Menschen Robotern gegenüberstehen, was sie von ihnen erwarten, wenn sie sie akzeptieren sollen", erklärt Bruce MacDonald, der die Forschungsgruppe der Universität leitet. Die Forscher befragten aber nicht nur die Senioren selbst, sondern auch deren Angehörige und die Mitarbeiter der Einrichtung. Letztere äußerten Bedenken, die Roboter könnten ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen. Das sei eine Befürchtung, die öfter geäußert werde, wenn Roboter neu eingeführt werden, sagte MacDonald. Er beruhigte die Mitarbeiter: Die Roboter sollen die Mitarbeiter nur bei untergeordneten Tätigkeiten unterstützen. Verantwortungsvolle Aufgaben wie die persönliche Pflege, medizinische Betreuung oder den Gemütszustand eines Patienten einzuschätzen blieben weiterhin den menschlichen Pflegern vorbehalten. Was soll der Roboter tun? Die Bewohner der Siedlung wünschten sich, dass die Roboter sie in verschiedenen Bereichen unterstützen sollen. So sollen sie beispielsweise erkennen, wenn ein Mensch hingefallen ist und dann Hilfe holen. Im Alltag sollen ihnen die Roboter das Leben erleichtern, indem sie bei lästigen oder beschwerlichen Aufgaben helfen; dazu gehören etwa das Heben von schweren Gegenständen, Aufräumen, das Ein- und Ausschalten Haushaltsgeräten und die Wohnung in Ordnung halten. Schließlich sollen die Roboter soziale Funktionen übernehmen, wie etwa daran zu erinnern, Medikamente zu nehmen, den Arzt anzurufen oder feststellen, wo sich andere Menschen aufhalten. Das Pflegepersonal hielt zudem noch die Überwachung von Lebensdaten für eine sinnvolle Aufgabe, sowie darauf zu achten, dass das Haus nachts abgeschlossen ist. Die Wissenschaftler wollten aber nicht nur wissen, was ein Roboter tun soll, sondern fragten Pfleger und Senioren auch nach dem Aussehen. Bemerkenswert: Ein menschliches Aussehen ist nicht erforderlich. Einige lehnten es sogar ab, dass der Roboter so etwas wie ein Gesicht hat. Einen gewissen Respekt wie ein Mensch mittleren Alters sollte der Roboter aber ausstrahlen und über eine klare und deutliche Stimme verfügen - ob männlich oder weiblich spielte dabei keine Rolle. Der ideale Roboter soll silbergrau, etwa 1,25 m groß sein, sich auf Rädern fortbewegen und über einen Bildschirm verfügen. weiter...
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