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Call of Duty 6: Wirbel um gesperrte Accounts auf SteamUnseriöse Onlinehändler bieten nicht zugelassene Codes für Modern Warfare 2 an
In internationalen Foren machen derzeit Berichte von Spielern die Runde, die Call of Duty: Modern Warfare 2 starten wollten - und stattdessen von Steam mit einer unfreundlichen Nachricht begrüßt wurden: "Es tut uns leid, aber Sie haben nicht bei einem zugelassenen Händler gekauft. Wir empfehlen, dass sie diesen
Verkäufer kontaktieren und eine Entschädigung verlangen". Der Ego-Shooter lässt sich dann nicht mehr spielen. Die Ursache ist in den meisten Fällen: Der Code, mit dem der Spieler Call of Duty 6 in Steam aktiviert hat, stammt nicht aus einer regulären Verkaufsversion, wie sie für rund 50 Euro unter anderem in jedem deutschen Spieleladen ausliegt.
Stattdessen handelt es sich offenbar um Codes, die Onlinehändler wie G2Play.net für rund 35 Euro anbieten. Das Unternehmen gibt sich seriös und verspricht unter anderem, Probleme mit Spielekeys schnell und unbürokratisch zu lösen. Die Realität sieht aber wohl anders aus: In Foren berichten Spieler unter anderem, dass sie zwar tatsächlich schnell Ersatzcodes bekommen, die aber ebenfalls nicht dauerhaft funktioniert hätten. Wer G2Play.net betreibt, lässt sich nicht ohne weiteres ausmachen - Recherchen im Internet fördern Verweise auf Polen, Singapur und Tschechien zutage. Das Unternehmen hat Bitten von Golem.de um Stellungnahmen bislang nicht beantwortet. Zum Teil sollen auf Steam allerdings auch Keys von Spielern gesperrt worden sein, die ihr Spiel regulär in Deutschland erworben haben. Offenbar haben die Betreiber diese aber nach einer Beschwerde wieder freigegeben. Unklar ist, woher Händler wie G2Play.net ihre Ware beziehen. Es gibt Spekulationen, dass das Unternehmen die Spiele günstig in Asien kauft, Verpackung und DVDs wegwirft und nur den Code über sein Portal anbietet. Geschädigte Endkunden haben wohl kaum Aussicht, wieder an ihr Geld zu gelangen. Zuständig dafür dürften weder Activision Blizzard noch Valve sein, sondern die jeweiligen Onlinehändler. Unklar ist allerdings, ob und wie diese beiden Unternehmen gegen den Handel mit möglicherweise illegalen Spielelizenzen vorgehen. (ps)
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