DNSSEC für .com und .net ab Anfang 2011

Verisign will schrittweise Einführung von DNSSEC

Verisign will bis zum ersten Quartal 2011 die Einführung von DNSSEC für die Top-Level-Domains .com und .net abschließen. Das System soll "Man in the Middle"- und Cache-Poisoning-Angriffe verhindern.

Anzeige

DNSSEC erlaubt es, die Herkunft von DNS-Daten zu authentifizieren und die Datenintegrität zu überprüfen. Das System schützt so vor gefälschten DNS-Daten, wobei ein Public-Key-Verfahren zur Verschlüsselung zum Einsatz kommt. Aktuell werden die entsprechenden Informationen unverschlüsselt ausgetauscht, so dass auf dem Transportweg beziehungsweise durch Cache-Poisoning in den Resolving-Nameservern Veränderungen vorgenommen und Nutzer auf manipulierte Seiten gelenkt werden können. Der Sicherheitsspezialist Dan Kaminsky zeigt Mitte 2008, dass bekannte Schwachstellen im DNS-System für DNS-Cache-Poisoning-Angriffe ausgenutzt werden können.

Auch Verisign reagiert nun auf dieses grundlegende Problem des DNS-Systems, welches das Internet gefährdet und mit bestehenden Systemen nur notdürftig geflickt werden konnte. Die deutsche Vergabestelle für .de-Domains DENIC testet DNSSEC seit Mitte 2009.

Verisign arbeitet derzeit zusammen mit Educause und dem Department of Commerce (DoC) an der DNSSEC-Einführung für die Top-Level-Domain .edu. Aufbauend auf den dabei gemachten Erfahrungen soll DNSSEC zunächst in kleinem Maßstab schrittweise für .com und .net eingeführt werden. Der Abschluss der DNSSEC-Implementierung auf .net und .com ist für das erste Quartal 2011 geplant.

Im November 2009 startet Verisign eine Reihe von technischen Boot Camps für Registrare, ISPs und größere Registranten, um sie mit DNSSEC vertraut zu machen und ihnen die notwendigen Hilfsmittel an die Hand zu geben. Verisign stellt auch ein Interoperability Lab in seiner Forschungsinfrastruktur bereit, damit Anbieter die Interoperabilität ihrer Geräte mit DNSSEC vorab überprüfen können.


bobz943 16. Nov 2009

kwt

Kommentieren




Anzeige

  1. ERP-Analyst (m/w) Finance und Controlling
    Güntner GmbH & Co. KG, Fürstenfeldbruck (Raum München)
  2. IT-Architekt (m/w)
    Zurich Gruppe Deutschland, Köln
  3. Software Engineer (m/w) - Software System Development
    Siemens AG, Erlangen
  4. Softwareentwickler SmartHome - Embedded Systeme (m/w)
    Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Digitale Agenda

    Bund will finanzielle Breitbandförderung festschreiben

  2. DVB-T2

    HDTV sollte unverschlüsselt über Antenne kommen

  3. Wissenschaft

    Hören wie die Fliegen

  4. iWatch

    Apples Smartwatch könnte aus zwei Teilen bestehen

  5. Phishing-Angriffe

    Nigerianische Scammer rüsten auf

  6. Nvidia Shield Tablet ausprobiert

    Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller

  7. Videostreaming

    Telekom sieht Youtube-Problem erneut bei Google

  8. Mozilla

    Kompakte String-Kodierung in Firefox spart Speicher

  9. Smart City

    New Yorker sollen sich gegenseitig überwachen

  10. Voltair

    Googles Qt-5-Spiel für Android



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Suchmaschinen Deutsche IT-Branche hofft auf Ende von Googles Vorherrschaft
  2. Quartalsbericht Google steigert Umsatz um 22 Prozent
  3. Project Zero Google baut Internet-Sicherheitsteam auf

Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

    •  / 
    Zum Artikel