Deutsche Post will Micropayment für Verlage anbieten

Abrechnung für Inhalte von Onlinemedien

Die Deutsche Post will ein Abrechnungssystem für Internetinhalte entwickeln. Das System soll Teil des De-Mail-Projekts werden. Die Post verhandelt nach Medienberichten bereits mit Verlagen.

Anzeige

Die Deutsche Post will zusammen mit Verlagen Modelle zur Abrechnung von Onlineinhalten entwickeln. Das berichtet der Heidelberger Branchendienst Kress in seiner aktuellen Ausgabe. Zuständig sei die Abteilung Brief unter Post-Vorstand Jürgen Gerdes.

Präsentation vor Verlagsmanagern

Gerdes habe auf einem Treffen des Zeitschriftenverlegerverbandes (VDZ) in Hamburg seine Ideen vorgestellt. Bei der Veranstaltung seien unter anderem Gruner+Jahr-Chef Bernd Buchholz, Andreas Wiele, Vorstand für die Bild-Gruppe und die Zeitschriften des Axel-Springer-Verlages, Manfred Braun, Zeitschriftenchef der WAZ-Gruppe, und Ove Saffe, Geschäftsführer der Spiegel-Gruppe, dabei gewesen.

Das Zustell- und Abrechnungssystem soll Teil des De-Mail-Projektes der Post werden. Über De-Mail sollen Nutzer E-Mails sowie vertrauliche Dokumente rechtsverbindlich verschicken können. Außerdem soll es einen Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage ermöglichen. Die Bundesregierung hatte die Entwicklung von De-Mail im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben. Im Frühjahr war die Post jedoch ausgeschert und hatte die Entwicklung eines eigenen De-Mail-Systems angekündigt.

Abrechnungsmodelle gesucht

Die Verlage suchen derzeit nach einer Möglichkeit zur Abrechnung, um Inhalte im Internet nicht mehr kostenlos anzubieten. Ein System wie das der Post käme ihnen gerade recht. Allerdings glauben nicht alle Verlagsmanager an einen Erfolg: Die Post müsse erst beweisen, dass sie das könne, zitiert Kress einen der Konferenzteilnehmer, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die Diskussionen um kostenlose und kostenpflichtige Inhalte im Internet schlagen derzeit hohe Wogen. Der australische Medienunternehmer Rupert Murdoch hat vor einigen Tagen angekündigt, die Seiten seiner Medien gegen Google und andere Nachrichtenaggregatoren zu sperren und gleichzeitig die Angebote kostenpflichtig zu machen.

Kostenlos ist kommunistisch

Der Axel-Springer-Verlag will die Inhalte der Angebote Bild.de und Welt.de auf dem iPhone künftig nur noch als kostenpflichtige Applikation anbieten. Die Kostenloskultur im Internet sei "ein spätes ideologisches Ergebnis von Webkommunisten", behauptete gar Mathias Döpfner, Vorstandschef des Berliner Verlages, dieser Tage auf einer Podiumsdiskussion. "Es ist einfach falsch zu denken, im Web müsse alles kostenlos sein. Die Theorie, dass es einen freien Zugang zu Informationen geben soll, gehört zum Absurdesten, was ich jemals gehört habe."

Auch andere Akteure entwickeln derzeit Abrechnungssysteme für das Internet. Kürzlich hat das Internetunternehmen Google ein Konzept für ein Micropaymentsystem vorgelegt, mit dem Medienunternehmen Einnahmen für kostenpflichtige Inhalte abrechnen können. Andere Abrechnungsmodelle bieten Paypal oder iTunes an.


Nachfrager 15. Nov 2009

Aktuell nicht - heisst: "Es wird aber daran gearbeitet."?

So nie 15. Nov 2009

der dann die entsprechenden Gesetztemit Hilfe von Kommissionen durch den Bundestag an...

Rainer Haessner 14. Nov 2009

Die Verlage haben immer ein Problem und sie müssen immer sehen, wie sie ihr Geld...

Nochmal ich 14. Nov 2009

Opps, beinahe vergessen. Wie ich die Post so kenne wird sie ihr Micropayment bestimmt...

Ich schon wieder 14. Nov 2009

Na das kann ja mal wieder lustig werden, was die Preisgestaltung und die Kosten der...

Kommentieren



Anzeige

  1. Anwendungsentwickler (m/w) Bestandsführungssystem
    Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Frankfurt am Main
  2. Anwendungsbetreuer/in für betriebswirtschaftliche Systeme
    VDI GmbH, Düsseldorf
  3. IT-Ingenieurinnen/IT-Ingenie- ure für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München
  4. Senior Systemadministrator (m/w) (Microsoft/AD / VMware / Citrix)
    DATAGROUP Köln GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: Diablo III
    19,97€
  2. AMAZON-FILMAKTION (02.03.-08.03.): 5 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Prisoners, Bad Neighbors, Oblivion, Sinister, Fast & Furious 6)
  3. NEU: Der Hobbit: Smaugs Einöde Extended Edition 2D/3D BD Steelbook (exklusiv bei Amazon.de) [3D Blu-ray]
    29,97€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. WLAN

    HP will Aruba Networks für 3 Milliarden US-Dollar kaufen

  2. Trine 3 The Artifacts of Power

    Das neue Trine wird dreidimensional

  3. Bombshell

    3D Realms möchte es krachen lassen

  4. Schweiz

    Apple registriert seine Marke für Autos

  5. Star Citizen

    Grafiktricks und galaktisch zerstörte Toiletten

  6. Animation

    Keine zu künstlichen Cowboys

  7. Nikon D7200

    Autofokus gibt auch bei schlechtem Licht nicht auf

  8. Fotosmartphone

    Lumix Smart Camera CM1 erhält Android 5.0

  9. So groß wie ein Smartphone

    Huawei zeigt kompaktes Android-Tablet mit Telefoniefunktion

  10. Alcatel Onetouch Watch

    Runde Smartwatch wird doch teurer



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Gamedesign: Fiese Typen in Spielen
Gamedesign
Fiese Typen in Spielen
  1. Indiegames "Auf Steam gibt es ein fast schon irrwitziges Überangebot"
  2. Spieldesign Spiele sollen sich nicht wie Filme anfühlen
  3. Games PS4 und Xbox One bei Spielentwicklern beliebter

Xperia M4 Aqua im Hands on: Sonys preisgünstiger Einstieg in die Unterwasserwelt
Xperia M4 Aqua im Hands on
Sonys preisgünstiger Einstieg in die Unterwasserwelt
  1. Galaxy S6 und Edge-Variante Samsungs neue Top-Smartphones im Glaskleid
  2. Galaxy E5 und E7 Samsung startet neue Smartphone-Modellreihe
  3. BQ Aquaris E5 Full-HD 5-Zoll-Smartphone mit Full-HD-Display für unter 220 Euro

Test USB 3.1 mit Stecker Typ C: Die Alleskönner-Schnittstelle
Test USB 3.1 mit Stecker Typ C
Die Alleskönner-Schnittstelle
  1. Mit Stecker Typ C Asrock stattet Intel-Mainboards mit USB-3.1-Karte aus
  2. Datentransfer Forscher schicken 100 GBit/s per Lichtstrahl durch die Luft
  3. USB 3.1 Richtig schnelle Mangelware

  1. Hießen die Dinger nicht mal "Phablet"

    jochot | 09:54

  2. Re: Näherung

    jochot | 09:53

  3. Re: Nur im Tablet-Segment sind die Atom-Chips...

    TC | 09:52

  4. Re: Eigentlich gut, was noch fehlt

    Trollversteher | 09:52

  5. Re: Frankfurt am Mail :D

    juRiii | 09:52


  1. 09:39

  2. 09:18

  3. 09:05

  4. 08:48

  5. 08:47

  6. 08:23

  7. 07:46

  8. 07:34


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel