AMD und Intel legen Streit um Monopol und Patente bei (Upd2)

1,25 Milliarden US-Dollar als Wiedergutmachung

Die beiden seit Jahren vor Gerichten und Aufsichtsgremien im Clinch liegenden Prozessorhersteller AMD und Intel haben ihre Streitigkeiten überraschend beigelegt. Gleichzeitig erneuern die beiden Unternehmen ihr Patentaustauschabkommen um weitere fünf Jahre, AMD bekommt eine sofortige Finanzspritze.

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Wie AMD in einer Pressemitteilung angibt, ist der Streit zwischen den beiden Unternehmen beigelegt. Dabei geht es um zwei Bereiche: Zum einen wirft AMD seit Jahren seinem Konkurrenten Monopolmissbrauch vor und forciert eine Verurteilung durch Regulierungsbehörden. Der spektakulärste Erfolg dabei eine von der EU-Kommission ausgesprochene Strafe gegen Intel in Höhe von 1,06 Milliarden Euro. Zum anderen sieht Intel ein seit 1976 bestehendes Patentaustauschabkommen verletzt, weil AMD seine Chipfabriken in das neue Unternehmen Globalfoundries ausgelagert hat.

Beide Punkte sind nach Angaben der Unternehmen nun vom Tisch. Das Patentaustauschabkommen wird um zunächst fünf Jahre verlängert, bisher wurde es alle zehn Jahre erneuert. Beide Firmen können nun die Erfindungen des jeweils anderen nutzen. Die Details sind nicht bekannt, ob AMD beispielsweise wieder neue Chipsätze für Intel-CPUs anbieten kann, ist damit noch nicht gewiss.

Zudem zahlt Intel an AMD 1,25 Milliarden US-Dollar und verpflichtet sich, "gewisse Geschäftspraktiken" in Zukunft zu unterlassen. Im Gegenzug lässt AMD alle Monopolvorwürfe fallen. Inwiefern sich das auf die laufenden Untersuchungen von staatlicher Seite auswirkt, ist noch nicht abzusehen. Derzeit laufen getrennte Telefonkonferenzen, in denen Intel und AMD die Hintergründe der Einigung erläutern wollen.

Nachtrag vom 12. November 2009, 16:47 Uhr:

AMDs CEO Dirk Meyer beglückwünschte Intel zur Einigung: "Hier ist jeder Gewinner". In Zukunft würden die beiden Unternehmen weiterhin hart konkurrieren, und Intel müsse AMD dabei nicht helfen - aber damit aufhören, AMD Steine in den Weg zu legen. Wie AMD weiter erklärte, lässt das Unternehmen eine Klage in den USA sowie zwei in Japan fallen. Weiterhin werden alle Monopolvorwürfe bei Regulierungsbehörden weltweit zurückgezogen.

Intel erklärte währenddessen schriftlich, die umstrittenen Geschäftspraktiken in Zukunft nicht mehr zu verwenden. Das Unternehmen hält sie weiterhin für rechtens. Dennoch verpflichtete sich Intel, Rabatte für seine Kunden nicht mehr an die Bedingung zu knüpfen, dass diese keine AMD-Produkte einsetzen. Dies war einer der Vorwürfe der EU gegen Intel. In Deutschland soll insbesondere die Media-Saturn-Gruppe mit Intel eine entsprechende Exklusivvereinbarung unterhalten haben.

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Siga9238470947 13. Nov 2009

Wenn Du bei Reichelt oder Pollin sammelbestellst, teilst du die 8 Euro Porto...

Schnarchnase 13. Nov 2009

Was, wie, warum? Intel ist doch unschuldig! Darum zahlen sie ja auch 1,25 Mrd. an AMD...

tuxianer 13. Nov 2009

passend zu dieser meldung könnte microsoft noch windows 8 auf linux basis ankündigen :D

Mozilla... 13. Nov 2009

Und komplett am Thema vorbei.

GNUifiziert 13. Nov 2009

Das ist für AMD in der momentanen Situation sicher nicht nur ein "bißchen Geld". Ganz...

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