EU ist gegen eine Übernahme von Sun durch Oracle

Kommission äußert Bedenken wegen MySQL

Die EU-Kommission hat Bedenken bezüglich der geplante Übernahme von Sun durch Oracle und diese in einem sogenannten Statement of Objections formuliert. Dabei geht es allein um MySQL, denn die EU-Kommission sieht den Wettbewerb gefährdet, sollte Oracle in Besitz der freien Datenbank kommen.

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Das Statement of Objections fasst die aktuelle Position der EU-Kommission zur geplanten Übernahme von Sun durch Oracle zusammen. Wie aus einer Mitteilung von Sun an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, beschränken sich die Bedenken der EU allein auf die Übernahme des zu Sun gehörenden freien Datenbanksystems MySQL durch Oracle. Die Kommission befürchtet, dass die Kombination von MySQL mit Oracles proprietären Datenbankprodukten negative Effekte auf den Wettbewerb im Markt für Datenbanken haben wird.

Eine endgültige Entscheidung ist damit allerdings noch nicht gefallen, es handelt sich um ein vorbereitendes Dokument. Sun erklärt bereits vorsorglich, gegen eine entsprechende Entscheidung der EU könne vor dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften vorgegangen werden.

Oracle betont derweil, die Übernahme von Sun sei essenziell für den Wettbewerb im High-End-Server-Markt und um die Plattformen Sparc und Solaris wiederzubeleben. Negativen Einfluss auf den Wettbewerb gebe es nicht im Geringsten, die Einschätzung der EU-Kommission zeige deren falsches Verständnis des Wettbewerbs im Datenbankmarkt und der Dynamik von Open Source. Da MySQL Open Source sei, könne niemand die Software kontrollieren. Da Oracle und MySQL sehr unterschiedliche Produkte seien, gebe es für die EU keine rechtliche Basis, um Einwände gegen die Übernahme zu äußern. Dabei verweist Oracle auch auf die Entscheidung des US-Justizministeriums, das die Übernahme gebilligt hat.

Darüber hinaus kündigt Oracle vehementen Widerstand gegen das Statement of Objections an.

Kritiker der Übernahme hingegen begrüßen die Entwicklung: "Wer behauptet, der Open-Source-Charakter von MySQL sorge ganz alleine für Wettbewerb, übersieht völlig, dass Open Source eine Distributionsmethode ist, MySQL aber von einer dahinter stehenden Firma abhängt, die mit den geistigen Eigentumsrechten Einnahmen generiert und so die weitere Entwicklung finanziert", sagt Florian Müller, der im Auftrag von MySQL-Gründer Michael Monty Widenius eine Kampagne gegen die Übernahme von MySQL durch Oracle führt. Und weiter: "Warum hätte Sun eine Milliarde Dollar für etwas bezahlt, was man 'forken' kann? Warum schließt Oracle nicht einfach den Sun-Kauf auf die Schnelle ohne MySQL ab und 'forkt' dann auch, wenn das angeblich so einfach ist und es nicht darauf ankommt, wem die Rechte an MySQL gehören?"


Ekelpack 10. Nov 2009

PostgreSQL ist nach wie vor nicht in der Lage Datenbankübergreifende Abfragen...

DatenMann 10. Nov 2009

Yep, und das ist Oracle ein Dorn im Auge, deshalb finden sie wohl es gehört eingekauft...

Ekelpack 10. Nov 2009

unnützer Haufen...

QDOS 10. Nov 2009

ja stimmt schon hört sich stark nach dem letzten Statement von Stallman an...

Siga9876 10. Nov 2009

Ich weiss auch nicht, was die so herumhampeln wegen MySQL. Wenn es eh nix einbringt, kann...

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