Test: Kindle - nicht international genug

Geschlossenes System mit englischsprachigen Büchern

Amazons E-Book-Reader Kindle wird nun auch in einer internationalen Version verkauft. Über die Onlinefunktion sind allerdings nur englischsprachige Bücher abrufbar. Golem.de hat sich angeschaut, ob der Kauf trotzdem lohnt.

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Mit seiner Kindle-Serie hat Amazon den Markt für elektronische Bücher belebt. Allerdings hat der Onlinehändler den Markt nicht geöffnet, sondern seine eigene geschlossene Kindle-Welt geschaffen. So können Kindle-Besitzer zwar ohne Umwege über Mobilfunknetze Bücher, Magazine und Zeitungsabonnements kaufen, allerdings werden auch nur der Amazon-eigene Kopierschutz und wenige weitere Dateiformate direkt unterstützt.

Geschlossen statt frei

E-Book-Reader anderer Hersteller bleiben damit außen vor. Mit ihnen können Bücher aus Amazons Kindle-Shop weder gelesen noch erworben werden. Das offene ePub-Format der Verlage schafft hier bisher keinen ausreichenden Gegenpol, da versäumt wurde, beim Kopierschutz Standards festzulegen. Und so zeigen ePub-fähige E-Book-Reader auch nicht jedes gekaufte ePub-Buch an. Von Vorteil ist es deshalb, wenn Adobe Digital Editions unterstützt wird.

 

Amazons E-Book-Reader können nur das Kindle-eigene AZW-Format, ungeschützte .mobi-Bücher, ASCII-Dateien (.txt), Audible-Hörbücher und MP3-Dateien direkt wiedergeben. Andere Formate wie DOC, PDF, Word, HTML, GIF, PNG und JPEG werden nur nach einer Umwandlung durch Amazon wiedergegeben. Und wer die umgewandelten Daten nicht selbst mittels USB auf sein Kindle kopieren will, muss für die Mobilfunkübertragung zum Kindle eine Gebühr entrichten.

Auswege - und Gegenwehr

Einige Kindle-Nutzer haben sich wegen der Restriktionen ans Hacken und Erweitern ihrer Geräte gemacht. Zudem wurde erkannt, dass Amazons AZW-Format auf einem modifizierten Mobi-Format ohne mitgelieferte Identifikationsnummer (PID) basiert. Mit Tools wie kindlepid.py und kindlefix.py lassen sich mittlerweile eigene Nummern generieren und gekaufte Mobi-Bücher aus anderen Shops auf dem Kindle zum Laufen bringen.

Die inoffizielle Softwareerweiterung Savory bringt den Kindles unter anderem auch das ePub-Format bei - genauer gesagt: Es wandelt ungeschützte ePubs im E-Book-Reader in ein lesbares Format um. Das geht jedoch nur auf den Geräten, die Amazon bisher in den USA verkaufte. Auf dem seit Oktober 2009 auch international angebotenen Kindle 2 lässt sich Savory bisher nicht installieren, da Amazon die Firmware stärker gegen Modifikationen abgesichert hat.

Test: Kindle - nicht international genug 

Bornheim 16. Nov 2009

Ich als Nerd habe zwei Schränke (RL) voller Anleitungen, Dungeons and Dragons Regelwerke...

Mit_linux_wär_d... 15. Nov 2009

- Darstellung ungeschützter PDFs, z.B. vom Project Gutenberg. - Gutes Display. - Gute...

Mac Jack 14. Nov 2009

Dann nützt das aber nix mehr dass der flach ist, sobald du es zusammenrollst verstaust...

germanlanguageroom 14. Nov 2009

fUEr die von mir beherrschten sprachen genUEgt US-ASCII vollkommen.

schrat 14. Nov 2009

Kurz hatte ich mich auch mit dem Gedanken befasst, mir einen Kindle in den USA zu...

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