Die aktuelle Version von Openssl deaktiviert ein sogenanntes Renegotiation-Flag, um die Sicherheitslücke zu schließen. Bislang wurde standardmäßig Openssl mit erlaubter, unsicherer Neuaushandlung gestartet. Die Sicherheitslücke kann per
Neusetzen des Flags auch in aktuellen Versionen geschlossen werden. Dabei muss aber komplett auf Neuaushandlung verzichtet werden.
Die Lücke selbst wurde
vor wenigen Tagen
sowohl im SSL- als auch im TLS-Protokoll entdeckt. Somit betrifft der Fehler nicht nur das Openssl-Projekt, sondern sämtliche Software, die das Protokoll für sichere verschlüsselte Verbindungen über das Internet aufsetzt. Ein Angreifer kann unter Umständen schadhaften Code in gesendete SSL/TLS-Pakete einfügen und somit die Zertifikatsabfrage manipulieren.
(jt)