Die Schleppnetz-Fischer - Yasni, 123people & Co.

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Datenschützer: Internet-Fahnundungsinstrumente

Mit anderen Worten: Personensuchmaschinen, die Daten von Menschen aggregieren, schützen nicht die Privatsphäre, sondern zerstören sie noch weiter. Der renommierte Datenschützer Thilo Weichert, Leiter des Unabhängigen Datenschutzzentrums Schlesweig-Holstein, nennt sie daher "Internet-Fahndungsinstrumente für Jedermann und Jedefrau", die für die "Objekte der Suchbegierde schlimme existenzielle Konsequenzen bewirken" könnten. Vor allem, wenn sie dabei Dinge finden, die eigentlich niemand finden soll.

Umso interessanter, dass Yasni-Gründer Rühl bei der Vorstellung einst sagte, man erstelle keine personenbezogenen Profile ohne Wissen der Betroffenen. Und auch in den Erläuterungen der Seite steht: "Persönlichkeitsprofile werden auf yasni.de nur nach entsprechender Registrierung und Einwilligung des Nutzers und nur nach seinen Vorgaben erstellt." Die riesigen Namensraumlisten, die man trotzdem automatisiert anlegt, nennt man daher vorsichtshalber nicht Profile. Obwohl sich dahinter genau solche verbergen.

Kein Wunder, dass Datenschützer diese technische Entwicklung eher besorgt betrachten. Das österreichische Pendant 123people.at beispielsweise hat gerade den österreichischen Big-Brother-Award der Kategorie Kommunikation und Marketing "gewonnen".

Eben weil es inzwischen so leicht ist, Daten über Menschen zusammenzusuchen, müsste sensiblen Informationen ein besonderer Schutz zukommen, schreibt beispielsweise der Anwalt für Datenschutzrecht Carsten Ulbricht. "Das Angebot einiger Personensuchmaschinen läuft diesem Schutz diametral zuwider, wie nun auch das LG Köln bestätigt hat."

Nötigung

Und dann gibt es noch jene, die sagen, man solle die Maschinen nutzen, um bestimmen zu können, welche Informationen sie verbreiten. Denn, wer sich anmeldet, der könne falsche oder unangenehme Links und Bilder aus seinem Profil verbannen. Das aber hat durchaus den Ruch von Erpressung: Kooperiere mit uns oder wir verbreiten über dich, was wir finden können.

Eine Methode, die 123people.at unter anderem die Nominierung für den Big Brother Award eingebracht hat. Zitat aus der Begründung: "Unterstellt man dem Unternehmen nicht Unvermögen, sondern Methode, dann läuft alles auf eine Form von Nötigung hinaus, um an qualitativ hochwertige, weil richtige Datensätze zu gelangen: Es werden so lange dubiose bis falsche Angaben über eine Person verbreitet, bis diese Kontakt mit 123people aufnimmt und alle Daten richtigstellt." [von Kai Biermann, Zeit Online]

 Die Schleppnetz-Fischer - Yasni, 123people & Co.

mmmm 07. Nov 2009

Dinge, die eigentlich niemand finden soll, verstecke ich ganz einfach,indem ich sie...

Jurastudent 06. Nov 2009

Herzliches Beileid! Die werden genau das gleiche machen, wie das letzte Mal, wo sie 35...

RealYasni 06. Nov 2009

Also ich würde vorschlagen, Sie gehen darauf ein, handeln vorher aber Yasni auf max. 80...

Nath 06. Nov 2009

So ist es leider. Eigentlich bleibt einem bloß die zweite Lösung, wenn man auf...

Was kann man... 06. Nov 2009

Also ansich nur das^^ Ich hol mir eine Sonnebrille, vieleicht noch zusätzlich mit...

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Z! - Zeitgeist, Entwicklung, Technik - der Technik Podcast / 16. Nov 2009

Z! - Episode 146: Mitten in's Auge

Eviltux. IT & Gesellschaft / 05. Nov 2009

Die Zerstörung der Privatsphäre durch Personensuchmaschinen



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