Interview: Urknallmaschine ist fit
Handelsblatt: Gibt es vergleichbare Bestrebungen vielleicht auch bei anderen Mitgliedsländern des CERN? Immerhin stellen die Kosten gerade für die Wissenschaftsbudgets kleinerer Mitgliedsstaaten durchaus eine Belastung dar.
Heuer: Natürlich ist das durchaus ein Betrag, auch für größere Länder, denn der Anteil eines Landes am CERN-Budget richtet sich nach dessen Bruttoinlandsprodukt. Man muss aber auch sehen, was man dafür zurückbekommt: Zum einen die Ergebnisse der Grundlagenforschung, zum anderen vielfältige technische Innovationen, ohne die man solche Forschung gar nicht durchführen kann. Und wenn Sie sich vor Augen halten, dass es heute weltweit mehr als 15.000 Beschleuniger gibt - die wenigsten im Bereich der Grundlagenforschung, die meisten in der Industrie oder in Krankenhäusern -, dann wird erst deutlich, wie bedeutsam diese Innovationen sind. Dazu die exzellente Ausbildung für Techniker und Ingenieure, die von den Mitgliedsstaaten zum CERN geschickt werden - da fließt schon einiges an die Mitgliedsländer zurück.
Entsprechend hoch ist übrigens das Interesse an einer Mitgliedschaft. Dem Beispiel Österreich stehen mehrere Länder gegenüber, die gerne Mitglied des CERN werden würden: Rumänien ist Beitrittskandidat und wird in fünf Jahren Vollmitglied werden. Dazu kommen fünf Staaten, die ihre Bewerbungen abgegeben haben: Slowenien, Serbien, Zypern, Türkei und Israel. All diese Länder sehen die großen Vorteile, die eine CERN-Mitgliedschaft bringt - nicht zuletzt eben auch für die Ausbildung des wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses.
Ein Land, das mit dem Ausstieg drohte, gegenüber fünf, die auf Mitgliedschaft drängen - mit diesem Zahlenverhältnis bin ich eigentlich sehr zufrieden.
Handelsblatt: Gibt es Bestrebungen, das CERN noch weiter über Europa hinaus zu öffnen - etwa für Länder aus Asien oder Südamerika?
Heuer: Diese Bestrebungen gibt es in der Tat. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Wissenschaft heute einige ihrer Projekte nur in globalem Maßstab verwirklichen kann. Nehmen Sie den LHC - so ein Projekt verwirklicht man nicht zweimal auf der Welt. Da müssen Sie alle interessierten Partner mitnehmen.
Entsprechend haben wir am CERN eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit einer Erweiterung über Europa hinaus beschäftigt. Wichtig ist uns dabei, dass das CERN eine Art europäische Identität bewahrt, die ja auch in seinem Namen angedeutet wird. Aber natürlich gibt es Möglichkeiten wie eine privilegierte Partnerschaft, über die man Interessenten auch aus anderen Teilen der Welt mit ins Boot holen kann. Und diese Interessenten gibt es, ohne dass ich jetzt schon Namen nennen möchte.
Wir sind da derzeit in der Diskussion, und ich denke, im kommenden Jahr könnten wir die Weichen so stellen, dass eine Globalisierung des CERN in den eben skizzierten Grenzen schon in wenigen Jahren Realität sein wird.





Ich kann dazu wiegesagt garnichts sagen ^^" Vieles könnte möglich sein aber wirklich...
Hier: http://holonblog.geheimorden.de/2009/11/06/lhc-neuer-zwischenfall/ http://www...
Man hat sogar eine Brechstange ins CERN geschickt. Leider kann ich die Bilder zu "CERN...
Achso ist das also! Nur weil man keinem religiösen Wahn verfolgt, besitzt man also...
Ich weis worauf du hinaus willst, aber davon sprach ich ja auch garnicht. Ich sprache von...
Kommentieren