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Games / 03.11.2009 / 16:26Trackback    Teilen    Druck 

Chinesische Behörde stoppt World of Warcraft

Antrag auf Zulassung von The Burning Crusade abgelehnt

China ist einer der wichtigsten Märkte für World of Warcraft, aber auch einer der schwierigsten. Nachdem das Onlinerollenspiel nach einer Zwangspause erst kürzlich neu an den Start gegangen war, hat nun die Zensurbehörde erneut die Zulassung ausgesetzt. Angeblich hat der Betreiber gegen Vorschriften verstoßen.

WoW-Wallpaper von Blizzard
WoW-Wallpaper von Blizzard
Auf Anordnung der Behörde für Presse und Publikationen der Volksrepublik China (GAPP) - aus westlicher Sicht eine Art Zensurministerium - darf Netease, Betreiber von World of Warcraft in der Volksrepublik, bis auf weiteres keine Gebühren mehr für das Onlinerollenspiel verlangen und keine neuen Mitglieder aufnehmen. Außerdem hat das Ministerium den Antrag auf Zulassung der Erweiterung The Burning Crusade abgelehnt. Angeblich hält sich Netease nicht an Vorgaben; um was es im Detail geht, ist nicht bekannt. Das Unternehmen will noch keine offizielle Mitteilung der Medienwächter erhalten haben und ist der Auffassung, es halte sich an alle auferlegten Bestimmungen.

 

Erst Mitte 2009 mussten die chinesischen Server von Activision Blizzards Erfolgstitel in den Offlinemodus gehen, weil es zu Reibereien zwischen dem vorigen Betreiber und Netease gekommen war. Dann musste die unfreiwillige Pause bis zum 19. September 2009 verlängert werden, weil die GAPP sich an ihrer Meinung nach übertrieben gewalthaltigen Inhalten störte.

Einer der Gründe für die Probleme von World of Warcraft in China scheint ein Streit um die Zuständigkeit für das Spiel zu sein. Medienberichten zufolge hat das Kulturministerium ohne Absprache mit der GAPP eine Betriebserlaubnis erteilt.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass die chinesische Regierung versucht, eigene Onlinerollenspiele vor der ausländischen - und beim Kunden höchst erfolgreichen - Konkurrenz zu schützen. Erst im Oktober 2009 wurde bekannt, dass ausländischen Investoren der Einstieg in den chinesischen MMORPG-Markt massiv erschwert wird, der derzeit mit Wachstumsraten von geschätzt 30 bis 50 Prozent pro Jahr zulegt. (ps)
Kommentar-Übersicht / Kommentieren:
Re: Einer der Gründe: Kulturelle Unterschiede (Elta Maxwell, 12.12.09 23:51)
Re: @golems Moderation (vollprolet, 04.11.09 22:45)
Re: Mein erster Gedanke bei dieser Überschrift war.. (Duesentrieb, 04.11.09 17:23)
Re: "Wichtiger Markt" HA HA (RechnenWillGele..., 04.11.09 15:21)
Re: aus westlicher Sicht eine Art Zensurministerium (Kabelsalat, 04.11.09 10:16)
Trackback:

Schon wieder Big Trouble in little China (Mattis World of Warcraft Blog, 04.11.09 23:03)

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