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Test: Ubuntu 9.10 mit grundlegenden VeränderungenNeuerungen betreffen vor allem Rechnerhardware
Ubuntu 9.10 kommt mit dem Kernel 2.6.31.1, der Verbesserungen im WLAN-Stack, der Bluetooth-Unterstützung und dem Ext4-Dateisystem mitbringt. Ext4 ist jetzt zum Standarddateisystem avanciert und bietet unter anderem eine verbesserte interne Defragmentierung. Mit dem Einzug der Kernel Mode Settings (KMS) erhöht sich die Leistung für Intel- und AMD/ATI-Grafikchips erheblich. Wer Ubuntu 9.10 auf einen neuen Rechner installiert, bekommt auch gleich die neue Version 2 des Bootloaders
Grub verpasst, auch wenn die Version 1.97 Beta anderes vermuten lässt. Eine bereits vorhandene Grub-Installation wird aber aus Kompatibilitätsgründen nicht ersetzt.
Schneller starten mit Xsplash An der Startgeschwindigkeit wurde weiterhin gefeilt. Statt des bisher verwendeten Usplash kommt nun Xsplash zum Einsatz, das die Bootzeit um etwa 10 Sekunden verkürzen soll. Xsplash verwendet bereits den X-Server. Im Zusammenspiel mit den Kernel Mode Settings fällt damit nun das Flackern beim Umschalten bei vielen Grafikchips weg. Als Desktop bietet Ubuntu Gnome in der Version 2.28. Der Log-in-Manager GDM wurde aktualisiert und bietet jetzt erweiterte Optionen, etwa für Spracheinstellungen schon vor dem Anmelden. Das Büropaket Openoffice.org liegt in der Version 3.1.1 bei. Der Browser Firefox wurde auf die Version 3.5.3 aktualisiert und die Bildbearbeitung Gimp liegt in der Version 2.6.7 vor. Die Gnome-Programme Evolution und Brasero wurden ebenfalls auf die Version 2.28 gehievt und enthalten gegenüber ihren Vorgängern hauptsächlich Bugfixes. Im iTunes-Klon Rhythmbox 0.12.5 erfolgt die Suche nach Albumcovers nun nicht mehr bei Amazon, sondern in den Diensten Musicbrainz und discogs.com. Das in die Jahre gekommene Theme Human wurde überarbeitet und begrüßt den Anwender mit einem freundlicheren Desktophintergrundbild. Neu hinzugekommen sind die vorinstallierten Themes Dust und Human-Clearlooks. HAL wird ausgemustert Unter der Haube wird die Hardwareschnittstelle HAL (Hardware Abstraction Layer) schrittweise ausgemustert und durch die Systemdienste DeviceKit und udev ersetzt. In Karmic Koala kümmert sich DeviceKit-power um Powermanagement und Laptop-Hotkeys, während DeviceKit-disks für Datenträger wie USB-Festplatten oder -Kameras verantwortlich zeichnet. Eine gute Nachricht für Besitzer eines Intel-Grafikchipsatzes: Die Beschleunigung wurde von EXA, das noch das Direct Rendering Interface in der Version 1 (DRI1) verwendet, auf UXA gehievt, das DRI2 und GEM unterstützt. Damit sollen die aus Ubuntu 9.045 bekannten Leistungsprobleme behoben werden. Außerdem wurden die Kernel Mode Settings auch für Intel-Chipsätze eingebunden. Mit KSM reduziert sich das Flackern beim Systemstart und es soll die Suspend- und Resume-Zeiten deutlich herabsetzen. Wer das Angebot annimmt, proprietäre Treiber für Nvidia-Garfikchips nachzuinstallieren, erhält nun beim Ändern der Monitoreinstellungen die Auswahl, das Gnome-Applet oder Nvidias eigenes Frontend "Nvidia X Server Settings" zu verwenden. Allerdings bleiben dort vorgenommene Einstellungen nach einem Neustart weiterhin nicht bestehen. Das Tool bietet lediglich die Option, Einstellungen in einer rudimentären xorg.conf-Konfigurationsdatei zu speichern. Neu mit dabei ist das grafische Frontend zur Laufwerksverwaltung Palimpsest. Die Software erleichtert das Erstellen neuer oder das Formatieren bestehender Partitionen auch für Linux-Neulinge erheblich. Neben ausführlichen Informationen zu vorhandenen Partitionen bietet Palimpsest auch eine grafische Aufarbeitung zu SMART-Informationen, die Details über die Festplattengesundheit liefern. Einzelheiten zu den diversen SMART-Meldungen liefert Palimpsest in Form von Tooltipps. Etwas verwirrend ist die Möglichkeit, den Typ bestehender Dateisysteme zu ändern. Die Liste basiert auf den von den Kommandozeilentools fdsik oder cfdsik angebotenen Partitionstypen, eine anschließende Formatierung im ausgewählten Dateisystemtyp bleibt aber aus. Erst nachdem eine Partition gelöscht und als nicht zugeteilter Platz markiert ist, bietet Palimpsest die Möglichkeit, eine neue Partition mit den Dateisystemtypen Ext2, Ext3, Ext4, Swap, FAT(32) oder NTFS zu formatieren. Neue Möglichkeiten zum Paketmanagement Karmic Koala bietet nun gleich drei Paketmanager. Synaptic bleibt nach wie vor die Schnittstelle, die auch für Verwaltungsaufgaben verwendet werden kann, etwa die Reparatur nach der Installation defekter Pakete. weiter...
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