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Bayerische Lehrer kämpfen gegen World of WarcraftPädagogen bieten Seminare und Broschüre über Onlinespiele an
Dazu bietet der BLLV zum einen die Seminare an, zum anderen vertreibt er eine Broschüre. Die erklärt, dass "Computerspielen und Lernen am PC ... heute eine Selbstverständlichkeit" ist und - warnt dann aber vor allem vor Gefahren. Angeblich sind in Deutschland 2,7 Prozent der 15-Jährigen computersüchtig und über 3 Prozent gefährdet, die meisten davon Jungen. Wem diese Zahlen bekannt vorkommen: Der BLLV hat sich vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachen beraten lassen, dessen Leiter Christian Pfeiffer regelmäßig Computerspielegegner mit unter Wissenschaftlern umstrittenen Statistiken versorgt; Pfeiffers Schwester Regine tourt selbst mit Anti-World-of-Warcraft-Vorträgen durch die Provinz. Auch jenseits des Zahlenmaterials hat der BLLV eine kritische Einstellung zu Onlinespielen: "Computersüchtige Kinder vernachlässigen die Schule und verlieren die Lust an Freizeitaktivitäten und Hobbys", heißt es in der Broschüre. "Stattdessen ziehen sie sich aus dem Familienleben und dem Freundeskreis zurück. Sie spielen oft bis tief in die Nacht - meistens ohne Wissen der Eltern - und treffen sich mit Freunden nur noch zum Computerspielen." Der BLLV schreibt, dass die "die Zahl der desinteressierten, im Unterricht abwesenden Schüler" zunehme. Allerdings seien es "nicht die Störer, ganz im Gegenteil, es handelt sich oft um die ruhigen, zurückhaltenden Schüler." Obwohl es nach Auffassung der Pädagogen mittlerweile im Internet zahlreiche Seiten über World of Warcraft gibt, "auf denen Spieler verzweifelt berichten, wie ihr Leben durch dieses Spiel in Trümmer geraten ist und sie trotzdem nicht aufhören können", werde "ähnlich wie in der Zigarettenindustrie ... das Suchtpotenzial ... von der Spieleindustrie gering geredet und bagatellisiert." Der BLLV bietet in seiner Broschüre einen Sieben-Punkte-Check an, mit dem Eltern, Lehrer und möglicherweise Betroffene selbst überprüfen können, ob sie von Computerspielsucht betroffen sind. Die Antwort liefern Antworten auf Fragen wie "Verbringt Ihr Kind mehr als 1,5 Stunden täglich mit Computerspielen?", "Gibt es regelmäßig Streit, wenn Ihr Kind am Computer sitzt und es zum Essen kommen, Schlafen gehen oder lernen soll?" oder "Stellt Ihr Kind, wenn es nachhause kommt, zuerst den Computer an?". (ps)
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