Amazon RDS - MySQL mit 68 GByte Speicher als Webservice

Neuer Cloud-Computing-Dienst von Amazon basiert auf MySQL 5.1

Mit dem Relational Database Service (RDS) bietet Amazon im Rahmen seiner Webservices nun auch relationale Datenbanken zur Miete an. Für die MySQL-Datenbanken stehen bis zu 68 GByte RAM zur Verfügung.

Anzeige

Amazons Angebot im Bereich Cloud-Computing wächst weiter, denn mit Amazon RDS bietet das Unternehmen nun relationale Datenbanken als Dienst an. Basierend auf MySQL 5.1 lassen sich Datenbankinstanzen anlegen und die Datenbanken über MySQLs API direkt und in vollem Funktionsumfang nutzen.

Amazon kümmert sich dabei um automatisierte Backups der Daten, Entwickler müssen lediglich angeben, für welchen Zeitraum Amazon die Daten aufbewahren soll. So soll sichergestellt werden, dass fast immer auf ein aktuelles Backup, das nicht älter als fünf Minuten ist, zurückgegriffen werden kann. Zudem können Datenbanken von beliebigen Snapshots wiederhergestellt werden, auch von manuell angelegten Backups.

Abgerechnet wird, wie bei Amazon-Webservices üblich, nach Nutzung. Dabei steht Amazon RDS in fünf Varianten mit unterschiedlicher Ressourcenausstattung bereit, wobei eine Anpassung der Ressourcen jederzeit über API-Aufrufe möglich sein soll.

Die kleinste Instanz (Small DB) bietet 1,7 GByte Speicher und 1 ECU (EC2 Compute Unit) mit einem virtuellen CPU-Kern. Amazon berechnet hierfür 11 US-Cent pro Stunde. Eine ECU entspricht der Rechenleistung eines Opteron- oder Xeleron-Prozessors aus dem Jahre 2007 mit etwa 1,0 bis 1,2 GHz.

Die Variante Large DB verfügt über 7,5 GByte Speicher und 4 ECUs (zwei virtuelle Kerne mit je 2 ECU) und kostet 44 US-Cent pro Stunde, die Version Extra Large schlägt mit 88 US-Cent pro Stunde zu Buche und bietet 15 GByte Speicher und 8 ECUs (vier virtuelle Kerne mit je 2 ECU).

In der Variante Double Extra Large stehen bis zu 34 GByte Hauptspeicher und 13 ECU (vier Kerne mit je 3,25 ECU) für 1,55 US-Dollar pro Stunde zur Verfügung. Bis zu 68 GByte Speicher und 26 ECU (acht virtuelle Kerne mit je 3,25 ECU) können in einer "Quadruple Extra Large DB Instanz" genutzt werden, für die Amazon 3,10 US-Dollar pro Stunde berechnet. Das entspricht für die Quadruple-Version rund 2.232 US-Dollar pro Monat bei durchgehender Nutzung.

Für jede Datenbankinstanz können 5 GByte bis 1 TByte Speicherplatz hinzugebucht werden, wobei Amazon 10 US-Cent pro GByte und Monat berechnet. Die gleiche Speichermenge steht nochmals kostenlos für Backups zur Verfügung. Zusätzlicher Backup-Speicherplatz wird mit 15 US-Cent pro GByte und Monat berechnet.

Zudem kommen noch 10 US-Cent pro 1 Million I/O-Request und Gebühren für Datentransfers hinzu. Dabei verlangt Amazon 10 US-Cent pro eingehendem GByte und 10 bis 17 US-Cent pro ausgehendem GByte. 10 US-Cent pro GByte fallen für die ersten 10 TByte im Monat an, darüber sinken die Preise dann stufenweise auf 10 Cent bei mehr als 150 TByte pro Monat. Werden Daten auf EC2-Instanzen verschoben, berechnet Amazon 1 US-Cent pro transferiertem GByte.


Daniel E. 04. Nov 2009

Die Rechnung haben wir mal für eines unserer Projekte gemacht. Dabei sowohl mit sehr...

Siga9876 27. Okt 2009

Kaufen wäre weiter auf den Quelle-Servern. Aber die Bilder könnte man dorthin verlinken...

Kommentieren




Anzeige
  1. Teamleiter (m/w) für die Entwicklung der Programmer Verifikation
    BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  2. Testmanager / Teamleiter für Verbundtests von Werkzeugketten (m/w)
    dSPACE GmbH, Paderborn
  3. IT-Administrator/-in
    Oskar Frech GmbH + Co. KG, Schorndorf
  4. IT Manager (m/w)
    Seaarland Shipmanagement GmbH & Co. KG, Hamburg (Reisebereitschaft)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  2. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  3. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  4. Smartphone-App

    Remove löscht störende Menschen im Bild

  5. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 201 | letzter Beitrag 08:32 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 101 | letzter Beitrag 02:39 Uhr

Mehr


  1. Bioware

    Kurz die Welt retten in der Demo zu Mass Effect 3

  2. Adobe

    Photoshop CS6 mit Content-Aware Move

  3. Google

    Wir haben den größten DNS-Dienst

  4. Lensbaby

    Teleobjektiv mit absichtlicher Unschärfe

  5. Smartphone-App

    Remove löscht störende Menschen im Bild

  6. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  7. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  8. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  9. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  10. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Document Foundation: Libreoffice 3.5 ist fertig
Document Foundation
Libreoffice 3.5 ist fertig

Die Document Foundation hat Libreoffice 3.5 veröffentlicht. Alle Komponenten der Office-Software haben Verbesserungen erhalten, mit denen sich die jeweiligen Anwendungen besser bedienen lassen sollen.

  1. Freies Office IBM wird Apache Openoffice unterstützen

Watchdog: Mozilla visualisiert Wiederverwendung von Passwörtern
Watchdog
Mozilla visualisiert Wiederverwendung von Passwörtern

Die Mozilla Labs haben im Rahmen ihres Projekts Watchdog den "Password Reuse Visualizer" veröffentlicht. Die Firefox-Erweiterung zeigt, welche Passwörter der Nutzer wo und wie oft verwendet.

  1. Open-Source-Lizenzen Mozilla Public License 2.0 erheblich vereinfacht
  2. David Ascher "Trefft das neue Mozilla!"
  3. Chrome-Entwickler Mozilla ist Googles Partner, nicht Googles Konkurrent

HTC Velocity 4G: Android-Smartphone mit LTE und 4,5-Zoll-Touchscreen
HTC Velocity 4G
Android-Smartphone mit LTE und 4,5-Zoll-Touchscreen

Im April 2012 wollen Vodafone und HTC gemeinsam das Velocity 4G als erstes LTE-Smartphone für Deutschland auf den Markt bringen. Das Android-Smartphone hat einen 4,5 Zoll großen Touchscreen und eine 8-Megapixel-Kamera.

  1. Cloud Mobile Acer plant Smartphone mit Android 4.1 und eigener Cloud
  2. Motorola Defy Mini Android-Smartphone mit IP67-Zertifizierung kommt im März
  3. Android-Smartphone Motorola bringt Motoluxe erst im März für 280 Euro

Zum Artikel