Schritte zu einem Onlinebinnenmarkt für Musik in der EU

Runder Tisch einigt sich auf Roadmap

Der von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes ins Leben gerufene runde Tisch zum Onlinemusikhandel kann erste Fortschritte verzeichnen. Im Anschluss an ein Treffen verabschiedeten die Teilnehmer eine Absichtserklärung. Sie wollen die grenzüberschreitende Lizenzierung von Musikstücken vereinfachen.

Anzeige

Es ist ein kleiner Fortschritt, kein großer Durchbruch: Einige Teilnehmer des runden Tisches zum Onlinemusikhandel in der EU haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Die Musikriesen EMI und Universal sowie die Verwertungsgesellschaften PRS for Music, SACEM und STIM wollen eine gemeinsame Arbeitsgruppe einrichten. Sie soll ein "allgemeines Rahmenwerk" für die Verwaltung von "Informationen zu Eigentumsrechten" im Bereich der Onlinemusikdistribution erarbeiten, heißt es in einer Absichtserklärung der Beteiligten. Basierend auf diesem Rahmenwerk soll die europaweite Onlinelizenzierung von Musik möglich werden. Bisher stehe dem eine "Fragmentierung der Rechte und der Mangel an effizienten Rechte-Verwaltungsverfahren" entgegen.

In der Arbeitsgruppe sollen neben den Teilnehmern des runden Tisches auch kommerzielle Lizenznehmer mitarbeiten dürfen. Später könnten weitere Verwertungsgesellschaften und unabhängige Musikverlage hinzugezogen werden. Die von der Arbeitsgruppe erarbeiteten und akzeptieren Standards sollen "so weit wie möglich publik gemacht werden".

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes begrüßte die am Montag getroffene Vereinbarung: "Die europäischen Verbraucher wollen und verdienen bessere Onlinemusikangebote. Die heute vom runden Tisch vereinbarten Kernprinzipien stellen einen wirklichen Fortschritt in dieser Richtung dar. Es ist das erste Mal, dass sich Vertreter aus unterschiedlichen Marktsegmenten auf eine gemeinsame Roadmap verständigt haben. Ich begrüße die konkreten Schritte und Absichtserklärungen..., die die Onlineverfügbarkeit von Musik für Verbraucher verbessern sollten."

Auch weitere Teilnehmer des runden Tisches hätten sich positiv über die erzielten Ergebnisse geäußert, heißt es in der Mitteilung des Kommissariats. Apple hätte sich zuversichtlich gezeigt, "den iTunes-Shop für mehr Verbraucher in mehr EU-Ländern öffnen zu können". EMI arbeite an "nicht exklusiven Lizenzvereinbarungen mit der spanischen [Verwertungsgesellschaft] SGAE und der französischen [Verwertungsgesellschaft] SACEM". Amazon schließlich habe zugesagt, "jetzt die Auslieferung aller physischen Produktkategorien in alle 27 EU-Mitgliedstaaten... zu ermöglichen".

Dem Treffen am Montag war eine ähnliche Runde im Dezember 2008 vorausgegangen. Basierend auf der damals geführten Diskussion hatte Kommissarin Neelie Kroes im Mai dieses Jahres einen Bericht vorgestellt und erklärt, es bestehe "eine klare Bereitschaft wichtiger Akteure im europäischen Onlinemusikgeschäft, die vielen Hürden zu beseitigen, die es dem Verbraucher heute noch nicht erlauben, die Möglichkeiten des Internets wirklich auszuschöpfen".

Viel ist seither im Bereich des Onlinemusikgeschäfts nicht geschehen. Es bleibt zu hoffen, dass mit der Wiederauflage des runden Tisches jetzt Bewegung in die Sache gekommen ist. [von Robert A. Gehring]


yxcvbnm 22. Okt 2009

der schlange den kopf abschlagen. msuiker brauchen direktvertrieb ohen platten buisyness...

Kommentieren




Anzeige
  1. Projektingenieur / Technischer Berater, Automatisierungstechnik (m/w)
    über Personalstrategie GmbH, Südbayern
  2. Webentwickler PHP / MySQL (m/w)
    Guest-One GmbH, Wuppertal
  3. IT-Prozessmodelliererin/IT-P- rozessmodellierer
    Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg
  4. Softwareentwickler (m/w) TargetLink Code-Generator
    dSPACE GmbH, Paderborn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Paypal

    Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

  2. Desktop-Roadmap

    Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

  3. Spielebranche

    Diskussion über "stinkende Gamer"

  4. Gerüchte

    Apple will alle Notebooks dünner machen

  5. Tilt-Shift-Effekt

    Generator für Spielzeuglandschaften


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 268 | letzter Beitrag 17:59 Uhr

  2. Kommentare: 174 | letzter Beitrag 19:14 Uhr

  3. Kommentare: 169 | letzter Beitrag 19:20 Uhr

  4. Kommentare: 116 | letzter Beitrag 18:47 Uhr

  5. Kommentare: 96 | letzter Beitrag 16:40 Uhr

Mehr


  1. Jugendschutz

    Filtersoftware von Jusprog und Telekom staatlich anerkannt

  2. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  3. Deutsche Post

    Zusatzfunktionen beim E-Postbrief dauern länger

  4. Gnome

    Neue Spezifikation für Fensterlayout

  5. Samsung Galaxy Tab 2

    7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

  6. IBM-Mainframe

    Nasa schaltet letzten Großrechner ab

  7. Appmenu Runner

    Head-Up Display auch in KDE

  8. Galaxy S2 mit Android 2.3.6

    Update wegen Abstürzen zurückgezogen?

  9. Fair Labor Association

    Apple lässt Foxconn überprüfen

  10. 802.11ac

    Broadcom will Chips für Gigabit-WLAN noch 2012 liefern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Nach Hackerangriff: Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down
Nach Hackerangriff
Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen bekommt die Folgen eines schweren Hackerangriffs nicht in den Griff, der zuerst verheimlicht wurde. Seit zwölf Tagen sind die Webserver komplett abgeschaltet. Ein Ende der Offlinezeit ist nicht absehbar.

  1. Evilshadow Microsoft Store in Indien gehackt
  2. Windows und Office 21 Sicherheitslücken in Microsofts Software
  3. Accenture-Studie Fast 70 Prozent nutzen eigene Rechner am Arbeitsplatz

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Paypal-Konkurrent: Dwolla will seine Dienste weltweit anbieten
Paypal-Konkurrent
Dwolla will seine Dienste weltweit anbieten

Dwolla will seine Zahlungsabwicklungen künftig nicht nur auf die USA beschränken. Das Startup, das mit Paypal, Visa und den Banken konkurriert, denkt über ein internationales Angebot nach, das Überweisungen egal in welcher Höhe für nur 25 US-Cent erlaubt.

  1. Paypal-Alternative Dwolla erhält 5 Millionen Dollar für "abgefahrenes Zeug"
  2. V.me Visa öffnet seinen Paypal-Konkurrenten für Entwickler

Zum Artikel