Acht neue Athlon II ab 45 Watt

Neue Mittelklasse mit zwei, drei oder vier Kernen

Kurz vor der Markteinführung von Windows 7 bietet AMD acht neue Prozessoren unter 150 US-Dollar OEM-Preis an, die in Rechnern der Mittelklasse landen sollen. Neue Kerne gibt es nicht, aber höher getaktete und sparsamere Versionen des aktuellen Athlon II.

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Wie bei AMD-Prozessoren üblich, werden verschiedene Modelle nicht nur durch die Zahl der Kerne, sondern auch durch unterschiedliche Cache-Ausstattungen und Taktfrequenzen differenziert. Auf den ersten Blick erkennbar ist nur die Zahl der Kerne an der Namenserweiterung: X2 für zwei, X3 für drei und X4 für vier Cores. Schon beim Athlon II X2 (Regor) können es aber 512 KByte oder 1 MByte L2-Cache pro Kern sein, bei den neuen Modellen sind es stets 1 MByte. Der L3-Cache der Phenom II fehlt allen neuen Athlons.

Beim Athlon II X3 (Rana) herrscht Klarheit, hier sind 512 KByte L2-Cache je Kern vorhanden, das gilt auch für den Athlon II X4. Als weiteres Merkmal kommt nun noch die Leistungsaufnahme (TDP) zum Tragen, die AMD bei einigen Modellen dank verbesserter 45-Nanometer-Fertigung auf 45 Watt drücken konnte. Besonders eindrucksvoll ist das beim neuen Athlon II X4 605e gelungen, der bei 2,3 GHz nur auf 45 Watt kommt. Er kostet zudem in 1000er-Stückzahlen für PC-Hersteller und Wiederverkäufer nur 143 US-Dollar.

Prozessor Takt L2-Cache TDP OEM-Preis
Athlon II X4 605e 2,3 GHz 4 x 512KB 45 W 143$
Athlon II X4 600e 2,2 GHz 4 x 512KB 45 W 133$
Athlon II X3 435 2,9 GHz 3 x 512KB 95 W 87$
Athlon II X3 425 2,7 GHz 3 x 512KB 95 W 76$
Athlon II X3 405e 2,3 GHz 3 x 512KB 45 W 102$
Athlon II X3 400e 2,2 GHz 3 x 512KB 45 W 97$
Athlon II X2 240e 2,8 GHz 2 x 1MB 45 W 77$
Athlon II X2 235e 2,7 GHz 2 x 1MB 45 W 69$


Für die OEMs sind die neuen Prozessoren auch vorrangig gedacht, auch wenn sie vereinzelt als "Processor in a Box" auch regulär in den Einzelhandel kommen. Die neuen CPUs sollen in preiswerten Rechnern Platz finden, die Wahl des richtigen Prozessors und dessen Kühlsystems für einen bestimmten Systempreis ist damit ein Problem der PC-Hersteller, die aber dankbar für die große Auswahl sind. Welches Produktmerkmal letztendlich beworben wird, ob beispielsweise die Taktfrequenz oder die Zahl der Kerne, macht die Wahl für den Kunden nicht einfacher.

Wer sich PCs selbst baut, sollte insbesondere bei den neuen "e"-Prozessoren mit 45 Watt TDP genau auf die Kompatibilität zum Mainboard achten. Um im unbelasteten Zustand wirklich Strom zu sparen, muss der CPU-Zustand "C1E" vom BIOS unterstützt werden, was nicht in allen Kompatibilitätslisten steht. Ein BIOS-Update vor dem Einbau des neuen Prozessors ist ohnehin ratsam, im Einzelfall hilft nur eine genaue Nachfrage beim Mainboardhersteller.

Laut AMD werden alle neuen CPUs bereits ausgeliefert, sie tauchen auch schon bei Versendern auf. Die Euro-Preise entsprechen dabei in etwa dem OEM-Preis in US-Dollar, weil dieser ohne die örtlichen US-Steuern angegeben ist.


Annkatrin 01. Nov 2009

Der Sechskerner würde mich sehr interessieren!

Figo123 23. Okt 2009

Aber es gibt Gerüchte dazu: http://www.amdzone.com/phpbb3/viewtopic.php?f=52&t=136495

Gandalf 21. Okt 2009

Hmm, das höre ich jetzt zum ersten mal. Bin schon seit Tagen auf der suche nach...

Markting 21. Okt 2009

Oje, da war ich mit dem Klicken zu schnell. Bitte ein "neuen" und das "aus" streichen.

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