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Oberstabsfeldwebel: Schießsimulator besser als PlaystationEltern und Politiker empören sich über Bundeswehrpräsentation
"Er prahlte, dass das Schießkino tausendmal besser wäre als jedes Spiel auf der Konsole zu Hause", empören sich laut einem Bericht der Lübecker Nachrichten die Eltern von Achtklässlern über einen Oberstabsfeldwebel, der kurz zuvor in der Eutiner Rettberg-Kaserne einen 370.000 Euro teuren Schießsimulator präsentiert hatte. Nach Angaben der Zeitung trainieren Soldaten in dem
computeranimierten Kino mit Elektrowaffen für den Einsatz in Afghanistan. Die Eltern kritisieren laut dem Bericht, dass sie versuchten, ihre Kinder von Ballerspielen fernzuhalten, und dann passiere in der Kaserne so etwas.
Inzwischen haben sich auch Landespolitiker geäußert und ebenfalls Kritik an der Bundeswehr geübt. "Ich halte es für pädagogisch nicht vertretbar, wenn Heranwachsenden ein solcher Schießsimulator vorgeführt wird", sagte laut den Lübecker Nachrichten der designierte FDP-Bildungsminister Ekkehard Klug. Asja Huberty von der Linken wird mit den Worten zitiert: "Da jugendliche Gewalttäter bekanntlich oft brutale Spiele auf Konsolen wie der Playstation gespielt haben, ist das Vorgehen mehr als verwerflich." Die Bundeswehr bedauert den Vorfall, nach Angaben eines Sprechers seien Formulierungen missverständlich gewesen. Bei dem Simulator gehe es nicht um Spaß: "Die Soldaten üben virtuell, was sie im Ernstfall anwenden müssen." (ps)
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