Kaspersky-Chef will Ende der Anonymität im Internet

Firmengründer will globales Online-Interpol

Eugene Kaspersky tritt dafür ein, die anonyme Nutzung des Internet abzuschaffen. Er will dafür obligatorische Internetpässe für alle einführen.

Anzeige

Der Chef des russischen Antivirenherstellers Kaspersky Lab, Eugene Kaspersky, tritt für eine obligatorische Identifizierung jedes Internetnutzers ein. Das Hauptproblem der Struktur des Internets sei die Anonymität, sagte der Firmengründer dem Onlinemagazin ZDNet Asia. "Jeder sollte und müsste identifizierbar sein, oder es müsste Internetpässe geben."

Die Rheinische Post hatte im August 2009 berichtet, dass die Bundesregierung über einen "Internetausweis" nachdenke, mit dem Nutzer besser identifizierbar und zurückverfolgbar wären. Die Zeitung berief sich dabei auf Informationen aus Regierungskreisen.

Das Internet sei ursprünglich nicht für die öffentliche Nutzung gedacht gewesen, geschaffen hätten es US-Wissenschaftler und -Militärs, sagte Kaspersky. "Das war eine kleine Gruppe von Menschen, hunderte, vielleicht tausend. Dann wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt, und das war der Fehler".

Die Speicherung der IP-Adressen beim Provider oder die Registrierung im Internet-Café sei nicht ausreichend, da solche Überwachung von Hackern umgangen werden könnte. Wenn er könnte, würde Kaspersky die Struktur des Internet durch die Einführung von Online-Pässen, eines Internet-Interpol und eines internationalen Abkommens über Internetsicherheitsstandards ändern. Falls einzelne Länder dem nicht zustimmten oder das Abkommen nicht einhielten, sollten sie vom Netz getrennt werden.

Ihm sei jedoch bewusst, dass ein solch internationales Regelwerk teuer und sehr bürokratisch wäre, räumte Kaspersky ein.


Ichposteanonym 01. Nov 2009

Dummerweise hast du die Begründung vergessen. Wie schade.

ownmr 26. Okt 2009

Für diese Meinung stehen Sie bestimmt mit Ihrem Namen ein, Herr schmerzt.

ddw 21. Okt 2009

Das schlimme ist, dass dann von solchen Leuten wie Kaspersky dann gefordert wird, das als...

DerSchalk 19. Okt 2009

.. eine solches Internet würde ihn seinen Job kosten. ;D

Ichposteanonym 19. Okt 2009

Ach, dann heißt du also unSim? interessanter Name, in der Tat.

Kommentieren


IT-weblog / 19. Okt 2009

Ende der Anonymität im Internet?



Anzeige

  1. Senior BI Solutions Architekt (m/w)
    SolarWorld AG, Bonn
  2. Business Intelligence Experte (m/w)
    Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin
  3. IT-Spezialist (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Versicherungskammer Bayern, München
  4. Ingenieur (m/w) Materialflusssimulation / Intralogistiksysteme
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  2. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  3. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  4. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  5. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  6. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  7. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  8. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  9. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  10. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

    •  / 
    Zum Artikel