Telekom: Gefährliches Provisionskarussel in Callcenterszene

Datenschutzvorstand beklagt kriminogene Strukturen

Die Telekom hat zugegeben, dass sich in der Callcenterbranche, mit der der Bonner Konzern lukrative Geschäfte macht, ein gefährliches Provisionskarussel dreht, das Betrug begünstigt. Doch welchen Anteil hat der Konzern am Entstehen dieser Strukturen?

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Die Deutsche Telekom hat eingeräumt, dass in der Callcenterbranche ein "gefährliches Provisionskarussel" entstanden ist, das zum Betrug geradezu einlade. Das sagte der Datenschutzvorstand Manfred Balz dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. In dem hart umkämpften Markt habe sich "ein System mit kriminogenen Strukturen" etabliert.

In Tausenden Callcentern und deren Subunternehmen, die von Kundenfang leben, seien die sensiblen Daten nur schwer zu kontrollieren, räumte Balz ein. Die Telekom will deshalb die Chefs aller großen Kommunikationsunternehmen zu einem Gipfelgespräch einladen.

Branchenkenner gehen davon aus, dass die Telekom das Provisionskarussel selbst mit angestoßen hat. Lothar Schröder, Verdi-Bundesvorstand und stellvertretender Aufsichtsratschef bei der Telekom, hatte erklärt, dass es grundsätzlich einfacher sei, Kundendaten zu schützen, wenn man mit eigenen Callcentern arbeite.

Anfang Oktober 2009 hatte der Bonner Konzern einen neuen Datenskandal öffentlich gemacht. Laut Medienberichten sind bei externen Callcentern im Ausland Datensätze von hunderttausenden Telekom-Kunden im Umlauf, die häufig auch Bankverbindungen enthalten sollen.

Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche sind die Datenpannen teilweise hausgemacht. "So versorgt der Konzern bis heute Vertriebspartner auch aktiv und im großen Stil mit Daten über Kunden, damit Callcenter etwa auslaufende Verträge verlängern oder den Leuten neue Angebote verkaufen können", schreibt das Magazin und stützt sich dabei auf Aussagen eines hochrangigen Mitarbeiters aus dem Telekom-Bereich Wirtschaftsstrafrecht gegenüber der Staatsanwaltschaft Bonn vom Mai 2009. Demnach übergibt die Telekom bei Werbekampagnen, die sie mit externen Callcentern durchführt, regelmäßig Listen an ihre Partner. Diese generiert der Konzern zuvor individuell.

Die elektronischen Angaben hätten einen Umfang von 10.000 bis 100.000 Datensätzen, und würden telekomintern als "Fremdadressgeschäft" bezeichnet. Nach Angaben des Unternehmens sind keine Bankverbindungen enthalten.


pragmatiker 20. Okt 2009

du bist ein depp. alles was du schreibst ist vollkommener blödsinn.

Gigaherx 19. Okt 2009

Zwar keine Community betreute CallCenterListe aber m.E. trotzdem recht wirksam...

zigzap 19. Okt 2009

Ach so? und du meinst, dass das mit der roten Regierung anders war? Hartz 4 kam von wem...

wozu 19. Okt 2009

nichts neues. nur das teledoof erst jetzt damit rauskommt ist neu für mich :D

Youssarian 18. Okt 2009

Das ist zwar richtig, aber es sind doch gar nicht die Bestimmungen, die so kritisch...

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