Neues E-Book-Angebot Open Road
Backlist und neue Bücher als E-Books mit Multimedia-Elementen
Jane Friedman, die ehemalige Chefin des Harper-Collins-Verlages, hat ein E-Book-Angebot namens Open Road Integrated Media (ORIM) gegründet. Das Unternehmen will Bücher aus der Backlist ebenso wie neue Werke als E-Book anbieten. Mitgründer ist Filmproduzent Jeffrey Sharp, der am Film "Boys Don't Cry" beteiligt war.
Ein Schwerpunkt des Programms von Open Road werden Bücher bekannter Autoren sein, die noch nicht als E-Books erhältlich sind, sagte Friedman der New York Times. Dazu gehört etwa der Antikriegsroman Catch-22 von Joseph Heller. Außerdem verhandele sie gerade mit dem Nachlassverwalter von Michael Crichton über die Veröffentlichung einiger seiner Werke in digitaler Form.
Multimedia für junge Leser
Die E-Books sollen auf den E-Book-Readern von Amazon und Sony, aber auch auf dem iPhone gelesen werden können. Um die Bücher vor allem für jüngere Nutzer attraktiv zu machen, will Friedman sie mit Audio- oder Videoelementen anreichern. Ziel sei es, "die literarischen Größen von gestern den Lesern der nächsten Generation nahezubringen".
Dazu gehören beispielsweise Dokumentationen oder Selbstdarstellungen der Autoren. So will Sharp zu der Autobiografie des Schriftsellers William Styron, die im Herbst 2010 als E-Book erscheinen soll, einen Dokumentarfilm über den Schriftsteller drehen. Die multimedialen Inhalten könnten zudem im Internet oder als DVD angeboten werden.
Plattform für unbekannte Autoren
Der Start des Angebots ist für 2010 geplant. Im ersten Jahr will Friedman 750 bis 1.000 E-Books ins Programm aufnehmen, davon etwa 40 Originaltitel, die nur bei ORIM erscheinen. Einen Teil der Titel können sich Käufer auch auf Verlangen drucken lassen. Außerdem will ORIM unter der Marke Discovery unbekannten Autoren die Möglichkeit geben, ihre Texte zu vermarkten.
Kürzlich hat Simon & Schuster mit Videos angereicherte E-Books, sogenannte Vooks, auf den Markt gebracht. Dabei werden Videos in die digitalen Bücher integriert. In Sachbüchern verdeutlichen diese die Inhalte des Textes: In einem Fitnessbuch etwa werden im Video die Übungen vorgemacht, die im Buch erklärt werden. In fiktionalen Texten ergänzen die Videos die Handlung.






Da steht nix von einem bestimmten Format oder einem bestimmten DRM bei. Wahrscheinlich...
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