Spieletest: Brütal Legend - Heavy Metal mit Humor
Den Einstieg in die Spielewelt und das Gameplay erklärt Brütal Legend so gut, dass auch Bon-Jovi-Fans klarkommen sollten. Allerdings fehlen Komfortfunktionen: Beispielsweise gibt es keine eingeblendete Mini-Übersichtskarte, die den Weg zum nächsten Ziel erklärt - der ist nur in der Welt als riesige Lichtsäule markiert. Aber wer wissen will, wie er dorthin gelangt, muss umständlich in eine Vollbild-Kartenansicht wechseln. Auch sonst gibt es nur wenige Bildschirmanzeigen. Wenn Eddie in Kämpfen kurz vor dem Tod steht, soll der Spieler das an einem laut pochenden Herzen merken - im Kampflärm ist das aber leicht zu überhören; immerhin sind die Speicherpunkte fair gesetzt. Der mittlere Schwierigkeitsgrad - sonst gibt es noch "Sanft" und "Brütal" - hat sich in vielen scheinbar herausfordernden Missionen als erstaunlich problemlos schaffbar erwiesen.
Dass Eddie in einer Heavy-Metal-Welt kämpft, ist jederzeit in Brütal Legend zu spüren. Da kann der Spieler im Autoradio zwischen Klassikern von Black Sabbath, Accept, Judas Priest oder Megadeth wählen - allerdings sind auch Bands wie Def Leppard oder Motley Crue mit dabei, zu denen zumindest zu ihren Glanzzeiten echte Rocker nur heimlich in der Badewanne gesummt haben. Dazu kommen hunderte von Scherzen und Anspielungen auf Lederklamotten, Gitarren, Songtexte, Sadomasospiele, lange Haare, Autotuning und was sonst noch irgendwie im Zusammenhang mit Heavy Metal stehen könnte - für Fans das Eldorado schlechthin.
In der englischen Version spricht der Schauspieler Jack Black den Eddi, außerdem leihen Ozzy, Lemmy und andere Musiker ihren polygonisierten Alter Egos die Stimme. In der lokalisierten Fassung haben das Synchronsprecher übernommen - überraschenderweise klingt ausgerechnet die ungewöhnliche Stimme von Osbourne im Deutschen noch mit am stärksten nach dem Vorbild. Die restliche Synchronisation fällt dagegen ab, allerdings enthalten DVD und Blu-ray die vollständige Sprachausgabe der Originalversion plus - auf Wunsch - Untertitel.
Brütal Legend ist auf Playstation 3 und Xbox 360 für rund 65 Euro erhältlich. Das Programm enthält keine Schnitte und ist von der USK ab 18 freigegeben. Einige der Gewalteffekte sowie die heftigsten Schimpfwörter lassen sich im Hauptmenü deaktivieren.
Fazit
Echte Fans von Heavy Metal sollten schnurstracks auf die Harley klettern und sich Brütal Legend besorgen - in keinem anderen Actionspiel steckt so viel Musik! Dazu kommen eine supersympathische Hauptfigur, Massen an ebenso liebevollem wie gelungenem Humor und mehr Verweise auf Rock, als in einer durchschnittlichen Ausgabe des Metal Hammer zu finden sind.
Aus Spielersicht sieht es allerdings weniger gut aus. Die Actioneinlagen sind klasse, doch schon bei der Vehikelsteuerung verhagelt eine viel zu langsame Kameraführung ungetrübten Spaß. Wirklich überflüssig sind die Pseudo-Strategieeinsätze bei den Stage Battles - denn bei jedem echten Open Air geht's übersichtlicher zu. Wenigstens sind diese Schlachten dank des niedrigen Schwierigkeitsgrades stets lösbar. Die Grafik ist okay, ruckelt aber teilweise heftig. Unterm Strich landet Brütal Legend als Spiel zwar noch im gehobenen Mittelfeld - aber da wäre mehr drin gewesen.
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zu mt23 (s.o.) Na das is ja wenigstens mal konstruktiv und nicht einfach nur mal wieder...
SO siehts aus!!! Ich hab alleine spielend mehrfach laut gelacht und das Game schon allen...
ooouuhh - da hat aber einer nich aufgepasst! Na ja, wer schon 23" nicht im Blick...
Hi, habe mir das Spiel gekauft. Ich finde es macht echt irre Spaß. Ich cruise gern mit...
Ein Metaller, der sich gegen Metaller-Klischees wehrt, wie niedlich ^^
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